Medikamente, Zyklus, Schlaf und Co.: Samsung zeigt sensible Daten AI und Mitarbeitern

Die Samsung Health App fungiert ähnlich wie Apple Health oder Google Health als Hub für Gesundheits-Daten. Unter anderem Smartwatches wie die Samsung Galaxy Watch8 (ca. 250 Euro auf Amazon) synchronisieren Daten mit Samsung Health, wo diese wiederum im eigenen Samsung-Account gespeichert werden. Anschließend können diese Daten mit Drittanbieter-Apps wie Strava synchronisiert werden. Datenschutz nimmt Samsung künftig aber anscheinend nicht mehr so genau.
Wie How To Geek erfahren hat, haben erste Nutzer von Samsung Health bereits eine Benachrichtigung erhalten, dass ihre Daten künftig für das Training von AI-Modellen verwendet werden. Laut Samsung betrifft das auch sehr sensible Daten, inklusive Schlaf- und Zyklus-Tracking, Herzfrequenz, klinische Diagnosen, Prognosen, Testergebnisse, Behandlungen und Medikation. Obwohl diese Daten kaum sensibler sein könnten, werden diese möglicherweise nicht anonymisiert, ein entsprechender Hinweis fehlt in der Nachricht nämlich.
Neben AI-Modellen erhalten auch Samsung-Mitarbeiter Zugriff auf diese Daten, um die Resultate der KI manuell prüfen zu können. Wird dieser Nutzung der eigenen Gesundheits-Daten nicht zugestimmt, löscht Samsung kurzerhand alle gesammelten Daten. Wer Samsung Health bisher als Hub für Gesundheits-Daten verwendet hat, verliert damit potenziell über Jahre gesammelte Daten zu Workouts, Krankheitsverläufen und Schlaf. Samsung hat sich trotz Anfrage bisher nicht dazu geäußert, ob es künftig möglich sein wird, Samsung Health zu nutzen, ohne komplett auf Datenschutz zu verzichten.









