Samsung Galaxy A57 5G: Preissturz kurz nach Marktstart sorgt für Frust

Samsung wollte dem Galaxy A57 5G offenbar mehr Premium-Anspruch verleihen – nicht nur technisch, sondern auch beim Preis. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 529 Euro für die Variante mit 128 GB Speicher und 589 Euro für 256 GB lag das Smartphone deutlich über dem Startpreis des Galaxy A56. Die Botschaft dahinter: mehr Wertigkeit, mehr Klasse, mehr Abstand zur günstigeren Konkurrenz.
In der Praxis zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Bereits wenige Wochen nach dem Marktstart ist der Straßenpreis deutlich gesunken. Händler bieten das Smartphone teilweise erheblich günstiger an als die ursprüngliche UVP. So ist die 128-GB-Version mittlerweile ab 310 Euro (-41 %), die Variante mit 256 GB ab 380 Euro (-35 %) zu haben, und selbst das A57 mit 512 GB ist ab 470 Euro zu haben. Für Käufer, die früh zugeschlagen und von Vorbestelleraktionen Gebrauch gemacht haben, entsteht dadurch ein bitterer Beigeschmack.
Gerade bei einem Mittelklasse-Smartphone ist der Preis ein entscheidender Faktor. Das Galaxy A57 überzeugt zwar mit einem hochwertigen, schlanken Gehäuse, IP68-Zertifizierung, einem schnellen Exynos 1680 und langer Update-Versorgung. Gleichzeitig bleiben die technischen Fortschritte gegenüber dem Galaxy A56 überschaubar. Die Kamera wurde kaum verbessert, USB 2.0 wirkt nicht mehr zeitgemäß und die Akkulaufzeit fällt im Test sogar schlechter aus als beim Vorgänger.
Die höhere UVP sollte offenbar den gestiegenen Anspruch des Geräts unterstreichen. Der schnelle Preisrutsch schwächt diese Strategie jedoch. Statt den Eindruck eines besonders wertstabilen Smartphones zu vermitteln, entsteht der Eindruck, dass die ursprüngliche Preisgestaltung zu ambitioniert war.
Für spätere Käufer ist die Entwicklung positiv: Das Galaxy A57 (hier bei Amazon kaufen) wird dadurch attraktiver und nähert sich einem Preisniveau, das besser zur gebotenen Ausstattung passt. Für Vorbesteller bleibt jedoch die Frage, ob die künstlich hoch angesetzte UVP letztlich mehr Schaden als Nutzen gebracht hat. Eine realistischere Preisgestaltung zum Start hätte möglicherweise für mehr Vertrauen gesorgt.






