Samsung wird in Bälde selbst unter eigenem Namen MicroSD-Express-Karten auf den Markt bringen. Das hat Notebookcheck.com auf der Gamescom in Köln von der für den SD-Standard zuständigen SD Association erfahren. Zwar bietet Samsung bereits MicroSD-Express-Karten an, die auch das eigene Logo bieten. Doch die roten Karten werden von Nintendo in der eigenen Design-Sprache für die Switch 2 angeboten. Auch den Vertrieb übernimmt Nintendo. Die Karten von Samsung wurden also in der Regel direkt innerhalb der Verkaufsflächen für die Switch 2 angeboten. Auch Sandisk ist Partner in diesem Programm.
Während Sandisk schon eine Weile eigene Karten in eigener Verpackung vertreibt und sogar bis zu 512 GByte Kapazität bietet, hat Samsung diesen Schritt noch nicht durchgeführt. Samsung plant aktuell zwei SD-Karten auf den Markt zu bringen: 256 GByte und 512 GByte. Die Karten sollen, wie die Nintendo-Karte, bis zu 800 MByte/s lesend bieten. Wie aus unserem Test anderer MicroSD-Karten deutlich wurde, dürfte das aber temperaturabhängig sein. Samsung gibt einen Temperaturbereich von 9 bis 45° Celsius an.
Wann und zu welchem Preis die Karten auf den Markt kommen, ist noch nicht bekannt.
Sandisk mit Gameplay genannten Karten
Derweil wird Sandisk seine MicroSD-Karten auch noch als Gameplay-Karten vermarkten. Das neue Design war auf dem Stand der SD Association ebenfalls schon parallel zu dem alten Design zu sehen. Damit eifert Sandisk Lexar nach, die ihre MicroSD-Express-Karten gleich unter der Play-Pro-Marke verkauften.
Neu hinzu kommt der Anbieter Biwin, wenn auch zunächst nur mit einer einzigen Karte. Die soll dafür gleich mit einem TByte Kapazität kommen. Das gilt sowohl für eine SD-Karte als auch für eine für die Switch 2 passende MicroSD-Express-Karte. Beim kleinen Format ist das aktuell das Machbare, auch wenn SDXC noch bis 2 TByte Reserven hat, ehe auf SDUC gewechselt werden muss.
Die SD Association bestätigte übrigens noch einmal, dass für SDUC-Karten zwingend neue Lesegeräte gebraucht werden. Die sind zwar abwärtskompatibel mit alten Karten. Wer heute aber einen modernen SD-Express-Reader kauft, sollte sich darauf einstellen, dass das Lesegeräte bald wieder getauscht werden muss. Selbiges gilt natürlich für etwa in Notebooks integrierte SD-Karten-Leser.
Karten im großen SD-Format wurden übrigens auch gezeigt. Hier ist aber weiter unklar, wann diese auf den Markt kommen. Nintendo führte die Express-Technik im Micro-Format aber immerhin erfolgreich ein.
Quelle(n)
Gamescom / SD Association











