Microsofts September-Updates lassen den Dateiversionsverlauf unbemerkt fehlschlagen

Microsoft hat einen Fehler in den kumulativen Sicherheitsupdates vom September 2026 bestätigt, der den Dateiversionsverlauf, die in Windows 10 und Windows 11 integrierte Sicherungsfunktion, beeinträchtigt. Der Fehler kann dazu führen, dass lokale und Netzwerk-Sicherungen ohne eindeutige Fehlermeldung fehlschlagen und Benutzer fälschlicherweise davon ausgehen, dass ihre Dateien geschützt sind.
Stille Fehler und irreführende Fehlermeldungen
Laut Microsofts Dokumentation zu bekannten Problemen vom 19. September können betroffene Systeme Anwendungsabstürze protokollieren, die auf FileHistory.exe und KERNELBASE.dll verweisen. Windows erfasst diese Einträge üblicherweise als allgemeine Anwendungsfehler. Da der Sicherungsvorgang bereits vor dem Zugriff auf das Ziellaufwerk abstürzt, zeigt Windows stattdessen verschiedene irreführende Symptome.
Betroffene Benutzer werden möglicherweise wiederholt aufgefordert, das Laufwerk erneut anzuschließen, obwohl ein externes USB-Laufwerk oder ein Netzwerkspeicher angeschlossen ist und ordnungsgemäß funktioniert. Auch die Anzeige der „Letzten Sicherung“ in der Systemsteuerung wird möglicherweise nicht mehr aktualisiert, ohne dass Windows einen entsprechenden Fehler meldet. Beim Versuch, eine geänderte Datei nach der Installation des Updates wiederherzustellen, kann zudem die Meldung „Keine vorherige Version verfügbar“ erscheinen, obwohl zuvor ein entsprechender Versionsverlauf vorhanden war.
Welche Versionen sind betroffen?
Der Fehler betrifft Windows 11 von Version 23H2 bis 26H1 sowie Windows 10 22H2 und 21H2. Auch Windows 10 Enterprise LTSC 2016 und 2019 sind betroffen. Auslöser sind die Sicherheitsupdates KB5124012, KB5124008, KB5122880, KB5122878, KB5122876 und KB5123099 aus diesem Monat. Laut Microsoft sind Windows-Server-Editionen nicht betroffen.
Was ist in der Zwischenzeit zu tun?
Mit den September-Updates hat Microsoft außerdem zwei aktiv ausgenutzte Zero-Day-Schwachstellen sowie Dutzende weitere Sicherheitslücken geschlossen. Microsoft und Sicherheitsforscher raten daher davon ab, die betroffenen Updates zur Behebung des Problems zu deinstallieren. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben an einer Lösung, die mit einem zukünftigen Update bereitgestellt werden soll. Einen Zeitplan oder eine offizielle Übergangslösung gibt es bislang jedoch nicht.
Benutzer und Administratoren, die auf den Dateiversionsverlauf angewiesen sind, sollten daher bis auf Weiteres die Sicherungsprotokolle und Zeitstempel in der Systemsteuerung überprüfen, anstatt sich darauf zu verlassen, dass eine angeschlossene Festplatte automatisch eine erfolgreiche Sicherung bedeutet. Zusätzlich empfiehlt sich die Verwendung einer alternativen Sicherungsmethode, beispielsweise der Windows-Sicherung über OneDrive oder einer Imaging-Software eines Drittanbieters.











