
Mit KI-Lordosenstütze, Massage, Wärme und Kühlung: Bürostuhl Hbada X7 im Praxis-Test
Ergnomisch & smart.
Ein ergonomischer Bürostuhl vollgestopft mit smarten Features. Führen KI-Lordosenstütze, Massage- sowie Kühl- und Heizfunktion wirklich zu mehr Komfort? Oder ist es unnötige Spielerei. Wir haben den Luxus-Bürostuhl im Alltag getestet.Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
Hbada X7 Testfazit: Luxusklasse vollgepackt mit Features
Der Hbada X7 ist die Luxusklasse unter den ergonomischen Bürostühlen. Er ist vollgepackt mit allerhand Funktionen, die das tägliche Arbeiten am Schreibtisch ergonomischer und angenehmer machen sollen. Einige Features schaffen dies auch, beispielsweise die Wärmefunktion, die wir als sehr angenehm empfunden haben, und mit Abstrichen auch die Massagefunktion.
Die KI-Lordosenstütze als Hauptmerkmal sehen wir hingegen etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite ist es durchaus angenehm, wenn der Stuhl im Lendenwirbelbereich stets automatisch angepasst an die Sitzposition stützt. Einher geht dies aber stets mit einer surrenden Geräuschkulisse und einer gewissen Unruhe.
In der täglichen Nutzung hat der Hbada X7 sowohl Vor- als auch Nachteile offenbart. Er ist groß und schwer, aber auch vollgepackt mit (teils sinnvollen) Features. Für rund 1.500 Euro UVP hätten wir uns punktuell aber eine noch etwas ausgereiftere Leistung gewünscht.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für den Hbada X7 beträgt 1.509 Euro. Direkt beim Hersteller sowie bei Amazon ist er oft für weniger bestellbar. Zur Wahl steht der ergonomische Bürostuhl in den zwei Farben Schwarz und Grau.
Ergonomische Bürostühle gibt es zahlreiche auf dem Markt. Hier aus der Masse herauszustechen, ist gar nicht so einfach. Das ist wohl auch Hbada bekannt. Um aufzufallen, haben sie ihren X7 einfach mal mit allerhand smarten Features bestückt. Welche das sind und wie gut sie uns im Redaktionsalltag gefallen haben, verrät dieser Hbada X7 Test.
Lieferumfang & Aufbau: Schwerer Bürostuhl mit Ladegerät
Geliefert wird der Hbada X7 in einem großen und über 30 kg schweren Karton. Die zahlreichen Einzelteile sind allesamt noch einmal einzeln in Luftpolsterfolie verpackt. Das sorgt auf der einen Seite für viel Müll, schützt auf der anderen Seite aber auch den Stuhl vor Beschädigungen beim Transport.
Bevor auf dem X7 gesessen werden kann, steht zunächst der Zusammenbau auf dem Programm. Geliefert wird er zerlegt in fünf großen Einzelteilen (Sitzfläche, Rückenlehne, Kopfstütze und zwei Armlehnen) sowie einer ganzen Reihe kleinerer Teile (wie Gasdruckfeder und Einzelteile des Drehkreuzes). Dazu kommen reine Reihe von Schrauben (samt je einer Ersatzschraube) sowie die erforderlichen Werkzeuge, die hier einen deutlich hochwertigeren Eindruck machen als bei vielen günstigeren Bürostühlen.
Auch ein Akku sowie ein Ladegerät (100 bis 240 V) mit magnetischem Ladekontakt sind im Lieferumfang dabei. Warum dies der Fall ist, erklären wir im nächsten Abschnitt. Allerdings handelt es sich nicht um einen europäischen Schukostecker (Typ F). Statt das passende Ladegerät für Deutschland mitzuliefern, hat Hbada einfach einen Reiseadapter hinzugepackt. Funktioniert letztendlich, ist aber nicht der elegante Weg - vor allem nicht in dieser Preisklasse.
Kommen wir zum Zusammenbau. Hier fällt gleich zum Start negativ auf, dass trotz der Preisklasse das Drehkreuz nicht aus einem Guß ist, wie beispielsweise beim Welax S9 Pro (ca. 400 Euro bei Amazon). Stattdessen muss es zunächst zusammengebaut werden, indem die Streben mit dem mittigen Stern verschraubt werden. Das ist durchaus nicht ungewöhnlich, bei einem Bürostuhl für rund 1.500 Euro UVP aber durchaus wertiger lösbar. Zumal der Hersteller bei der Strebe der Rückenlehne auf ein massives Metallbauteil setzt.
Nachdem Rollen und Gasfeder eingesetzt sind, geht es mit der Sitzfläche weiter. Hier muss zunächst die Bedieneinheit verschraubt werden. Anschließend folgt die Montage der mit R und L markierten Armlehnen mit jeweils drei Schrauben, bevor mit ebenso vielen Schrauben die Rückenlehne mit der Basis verbunden wird. Hierbei muss auch ein Stecker verbunden werden, der hinterher unter einer Plastikabdeckung verschwindet. Als abschließende Schritte werden dann Sitzfläche und Rückenlehne auf das Drehkreuz gesetzt sowie die Kopfstütze montiert.
Insgesamt sind gut zehn Schritte erforderlich, die in kleinen Bildern in der Anleitung dargestellt sind. Dazu gibt es eine deutsche Beschreibung, die allerdings nicht fehlerfrei übersetzt ist. Eigentlich ist der Zusammenbau recht einfach und auch ohne großes handwerkliches Geschick problemlos zu meistern. Allerdings ist es dennoch nicht so leicht, da der Stuhl mit über 30 kg ein echtes Schwergewicht ist. Daher empfehlen wir den Zusammenbau mit zwei Personen.
Ausstattung & Qualität: Vollgepackt mit Funktionen
Kommen wir zur Ausstattung des Hbada X7 - und damit zu den Highlights. Auf den ersten Blick sieht er aus wie ein klassischer Bürostuhl. Er bietet viele übliche Verstellfunktionen für die Sitzfläche, die Rückenlehne, die Kopfstütze und die Armlehnen. Dies erfolgt unter anderem über einen Hebel rechts an der Sitzfläche. Auch auf eine ausziehbare Beinauflage, wie sie manch andere ergonomische Bürostühle wie beispielsweise der Sihoo Doro C300 ebenfalls bieten, muss hier nicht verzichtet werden. Auch sie macht einen stabilen Eindruck.
Die Verstellmöglichkeiten der Armlehnen sind vielfältig (720 Grad drehbar, Neigung) und nicht so leichtgängig, wie wir es schon bei vielen anderen Bürostühlen erlebt haben. Sprich: Sie verstellen sich beim Bewegen nicht ständig versehentlich. Allerdings haben sie trotz festgezogener Schrauben etwas Spiel, wackeln also etwas. Positiv ist hingegen, dass der Stuhl mit bis zu 150 kg belastbar ist. Qualitativ überzeugt der Hbada X7 in weiten Teilen - aber nicht durchweg. Da ist gerade bei diesem hohen Preis noch an ein paar wenigen Punkten Luft nach oben.
Der Akku samt Ladegerät zeigen bereits, dass der X7 mehr kann als sich manuell vielseitig verstellen zu lassen. Das Aushängeschild ist die KI-Lordosenstütze ("KI Smart Lumbar Tracking"). Ist diese aktiviert, passt sich die Stütze für die Lendenwirbel in der Position automatisch und laut Hersteller KI-unterstützt der eigenen Sitzposition an. Bewegt man sich auf dem Stuhl, um sich beispielsweise vor- oder zurückzulehnen, hört man umgehend ein leises Surren - die Lendenwirbelstütze bewegt sich, um sich der neuen Sitzposition anzupassen.
Dazu kommen diverse weitere Features, die es sonst nur selten in ergonomischen Bürostühlen gibt. Eine davon ist die 8D-Dual-Core-Massagefunktion. In drei Intensitätsstufen kann man sich von dieser den unteren Rücken massieren lassen. Hierfür fahren dann jeweils 10 Minuten lang zwei Massageköpfe hervor, die rotierend mit vier Auswölbungen den Rücken durchkneten.
Ebenfalls an Bord ist eine Kühl- und Wärmefunktion. Über zwei Lüfter in der Sitzfläche lässt sich ein Luftstrom in dei Stufen erzeugen, der an heißen Tagen das Schwitzen an der Auflagefläche verringert. Ohnehin ist der Komfort durch den luftigen Meshkomfort diesbezüglich bereits recht hoch. An kalten Tagen mag hingegen die einstellbare Wärme praktisch sein, zu der wir gleich noch einmal genauer kommen.
Gesteuert werden die Funktionen über eine Fernbedienung. Diese steckt links seitlich in der Sitzfläche und kann dort entnommen werden. Der Bewegungsradius ist allerdings begrenzt, da sie an einem Kabel hängt. Eine drahtlose Verbindung zum Stuhl wäre zeitgemäßer. So ist aber in jedem Fall sichergestellt, dass die Fernbedienung stets an Ort und Stelle ist und nicht verlegt wird.
Sitzkomfort & Praxis: Bequemes, aber geräuschvolles Sitzen
Die KI-Lendenwirbelstütze des Hbada X7 ist am Ende Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite ist es durchaus angenehm, dass sich der Stuhl je nach Sitzposition anpasst. Das fühlt sich gerade für meinen Geschmack durchaus gut an, da der untere Rücken so stets gestützt ist und man nicht Gefahr läuft, mit einem buckeligen Rücken auf dem Bürostuhl zu hocken. Das können aber auch andere ergonomische Bürostühle.
Auf der anderen Seite ist diese hier motorisierte Funktion mit einem deutlich hörbaren Surren verbunden. Das kann gerade in einer ruhigen Arbeitsumgebung nerven. Die Sensitivität ist in zehn Stufen anpassbar. Auf der kleinsten Stufe reagiert die KI-Anpassung extrem feinfühlig und ist ständig aktiv. Hier muss jeder die für ihn passende Einstellung finden, wobei die höchste Stufe deutlich weniger "nervös" agiert. Letztendlich ist es eine für die Sitzposition nach unseren Eindrücken durchaus angenehme Funktion, allerdings aufgrund der Geräuschkulisse nicht frei von Nachteilen. Natürlich lässt sich die KI-Funktion auch deaktivieren und die Lendenstütze dann über zwei Pfeiltasten manuell in die Wunschposition fahren.
Auch die Massagefunktion ist sicherlich Geschmackssache. Sie kann natürlich keine richtige Massage ersetzen. Ich persönlich fand es zwischenzeitlich durchaus angenehm, vor allem auf der untersten der drei Stufen, hätte mir die Position beim Sitzen aber etwas weiter oben am Rücken gewünscht. Und auch hier entstehen natürlich Geräusche, die den einen oder anderen bei der Arbeit stören könnten. Daher ist dies eher etwas für Arbeitspausen.
Die dreistufig einstellbare Heizfunktion ist aus meiner Sicht eine wirklich angenehme Sache und arbeitet lautlos. Hier erwärmen sich die beiden Seitenbacken an der Rückenlehne, die außerdem einen guten Seitenhalt geben, aber nicht verstellbar sind. Die Wärme ist an kalten Tagen oder bei Rückenschmerzen ein echter Komfortgewinn. Die belüftete Sitzfläche mag an heißen Tagen dem einen oder anderen ebenfalls gefallen. Mir hat sie nicht so zugesagt, auch wegen der auch hier entstehenden und deutlich hörbaren Rauschens.
Etwas genervt hat mich im Alltag mit dem Hbada X7 auch, dass auf der Fernbedienung immer zuerst die Power-Taste gedrückt werden muss, bevor eine der elektrischen Funktionen aktiviert oder deaktiviert werden konnte. Das soll den Akku schonen, hätte aber auch über das Drücken jeder anderen Taste realisiert werden können. Zudem muss die Fernbedienung ständig wieder in ihre Aussparung seitlich an der Sitzfläche, in der sie magnetisch anhaftet, eingesteckt werden, da sie eben am Kabel hängt. Mal eben schnell die zeitlich begrenzte die Massage oder Wärme verlängern, bedarf so unnötig viele Handgriffe.
Die Akkulaufzeit ist vom Hersteller mit rund drei Tagen angegeben. Das ist natürlich abhängig von der Intensität der Nutzung der verschiedenen Funktionen, deckt sich aber in etwa mit unseren Praxiseindrücken. Der Akku ist entnehmbar (wie beispielsweise auch beim LiberNovo Omni) und kann direkt am Akku via USB-C geladen werden. Hierfür muss der Akku aber nicht nur aus dem Stuhl, sondern auch seiner "Schublade" entnommen werden - unnötig kompliziert. Die Möglichkeit zum Bestellen eines Wechselakkus haben wir im Hbada-Onlineshop nicht gefunden. Auch am Stuhl ist ein USB-C-Port, der an unserem Teststuhl aber weder zum Laden des Stuhls noch zum externer Geräte genutzt werden konnte.
Der komplette Ladevorgang dauert rund fünf Stunden und sollte unserer Meinung nach regelmäßig nachts erfolgen. Denn die magnetische Verbindung am Ende des ca. 2,5 m langen Kabels am Ladegerät hält nicht sonderlich stark am Stuhl und kann so bei der Nutzung schnell abgehen, stört zudem beim Herumfahren mit dem Stuhl. Dies kostet aufgrund des hohen Gewichts ohnehin mehr Kraft als bei vielen anderen Bürostühlen.
HBADA E3 Pro: Verstellbare Unterstützung für Arbeit und Entspannung
Der HBADA E3 Pro ist ein vielseitig verstellbarer, ergonomischer Bürostuhl, der für lange Arbeits-, Lern- und Gaming-Sessions konzipiert wurde. Dank seines anpassungsfähigen Stützsystems lässt sich der Stuhl präzise auf unterschiedliche Körpertypen und Sitzpositionen abstimmen.
Adaptive 3-Zonen-Lendenwirbelstütze, die über zwei Achsen verstellbare 4D-Kopfstütze um 720° verstellbare OmniMechanical-Armlehnen und weitere Anpassungen sorgen für bequemes Sitzen im täglichen Einsatz. Jetzt entdecken!
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.
























