Motorola ersetzt Android teils durch GrapheneOS, liefert bald Smartphones mit Privatsphäre-Fokus aus

Motorola hat eine Partnerschaft mit GrapheneOS angekündigt. Laut Lenovo soll diese "Langzeit-Partnerschaft" dazu führen, dass Smartphones des Herstellers in Zukunft nicht mehr nur mit Android, sondern auch mit GrapheneOS gekauft werden können. Das soll vor allem Vorteile im Hinblick auf den Datenschutz und die Sicherheit haben.
GrapheneOS wird als Open-Source-Betriebssystem vertrieben, wobei das Android Open Source Project als Basis dient. Dadurch ist das System mit den meisten herkömmlichen Android-Apps kompatibel. GrapheneOS wird allerdings gänzlich ohne Google-Dienste ausgeliefert, und bietet dafür zahlreiche zusätzliche Sicherheits-Features. Darunter die Möglichkeit, die Berechtigungen für den Zugriff auf das Netzwerk und auf die Sensoren eines Smartphones zu verwalten. Sensible Informationen auf Screenshots können automatisch unkenntlich gemacht werden. Der USB-C-Anschluss kann deaktiviert oder auf das Aufladen beschränkt werden, um Angriffe über kompromittierte Ladekabel zu verhindern.
GrapheneOS ist auch dann interessant, wenn ein Smartphone etwa in einem Unternehmen von mehreren Nutzern verwendet werden soll, da bis zu 32 Nutzer-Profile unterstützt werden, statt wie bei Android üblich nur vier. Motorola führt darüber hinaus ein Feature ein, das private Metadaten wie GPS-Koordinaten automatisch aus Fotos entfernt, wobei dieses Feature nach einem Update der Moto Secure App auch auf dem Motorola Signature (ca. 940 Euro auf Amazon) verfügbar sein wird. Motorola hat noch nicht bestätigt, wann die ersten Smartphones mit GrapheneOS ausgeliefert werden.











