Die Geschichte wiederholt sich. Wir haben im Jahr 2021 über weit verbreitete Ohr-Infektionen berichtet, die durch das Tragen der Samsung Galaxy Buds Pro verursacht wurden. Auf Nachfrage hat Samsung das Problem kleingeredet, und empfohlen, dass sich betroffene Kunden an Samsung wenden – nur um dann gezwungen zu werden, eine Verschwiegenheitserklärung zu unterschreiben, um die Ohrhörer ersetzt zu bekommen.
Erst im Jahr 2023 hat Samsung schließlich still und heimlich eine Support-Seite veröffentlicht, die auf mögliche Komplikationen durch eine Nickel-Allergie hingewiesen hat, womit Samsung unsere Vermutung bestätigt hat. Der Verkauf der Galaxy Buds Pro wurde aber nicht gestoppt, Kunden haben ihr Geld nicht zurück erhalten, und auch eine Allergie-Warnung auf der Produktseite sucht man bis heute vergeblich. Im vergangenen September berichtete Daniel vom YouTube-Kanal Zone of Tech nun von einem Gesundheits-Risiko des Samsung Galaxy Ring (ca. 359 Euro auf Amazon).
Denn der Akku des Galaxy Rings ist angeschwollen, wodurch dieser schmerzvollen Druck auf den Finger ausgeübt hat, aber nicht mehr entfernt werden konnte. In einer Notaufnahme konnte der Ring schließlich entfernt werden. Allerdings können aufgeblähte Akkus Feuer fangen, sodass ein derartiger Vorfall deutlich schlimmer enden könnte. Mehr als drei Monate nach diesem Vorfall hat Samsung an Zone of Tech folgendes Statement geschickt:
Customer safety is our highest priority. Samsung has been in regular contact with Daniel whilst we conducted our investigation. Following an examination by Samsung and then a further analysis by an independent external agency, it was confirmed that the swelling in Daniel’s Galaxy Ring was caused by a crack in the internal moulding and that there was no wider product battery safety risk. The Galaxy Ring has been designed for everyday wear, with durability at the core. Customer care guides for all our devices can be found at: samsung.com/uk/support
Demnach haben sowohl eine interne Analyse als auch eine unabhängige Untersuchung ergeben, dass der Akku durch einen Riss in der inneren Gehäuse-Abdeckung angeschwollen ist. Samsung betont, dass es keine weitreichenden Sicherheitsrisiken geben würde. Damit ist der Fall für Samsung anscheinend abgeschlossen, Design-Anpassungen oder Maßnahmen, um derartige Vorfälle in Zukunft zu verhindern, werden nicht getroffen.
Dass bei Akkus immer das Risiko besteht, dass diese anschwellen, ist längst kein Geheimnis mehr. Bei einem Smartphone oder einer Smartwatch ist dies aber kein annähernd so direktes Gesundheits-Risiko wie bei einem smarten Ring. Um sicherzustellen, dass der Ring auch bei einem angeschwollenen Akku noch vom Finger genommen werden kann, wäre ein offenes Design á la Evie Ring eine mögliche Lösung. Oder zumindest ein Frühwarnsystem, welches das Anschwellen des Akkus erkennt, bevor es zu spät ist. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, ist aber nicht damit zu rechnen, dass Samsung der Gesundheit und Sicherheit seiner Kunden Priorität einräumen wird.
Quelle(n)
Eigene | @ZoneofTech (X) | Samsung











