Ein scheinbar routinemäßiges Software-Update im Druckprozess der irischen Pässe hat weitreichende Folgen für tausende Bürger. Insgesamt sind wohl 12.904 Reisepässe betroffen, die im Zeitraum zwischen dem 23. Dezember 2025 und dem 6. Januar 2026 ausgestellt wurden. Aufgrund eines spezifischen Druckfehlers entsprechen diese Dokumente nicht den internationalen Reisestandards und müssen vollständig ersetzt werden. Die Behörden haben umgehend reagiert und eine Warnung über die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) an Grenzschutzbehörden weltweit herausgegeben.
Der technische Kern des Problems liegt wohl im Fehlen des Ländercodes "IRL". Auch wenn das Ministerium den genauen Ort des Fehlers nicht explizit benannt hat, weisen die Warnungen vor Problemen an eGates darauf hin, dass die maschinenlesbare Zone (MRZ) am unteren Rand der Personaldatenseite betroffen ist. In diesem Bereich sind essenzielle Daten wie Dokumententyp, Ausstellungsland und Prüfsummen kodiert. Fehlt hier der vorgeschriebene Ländercode, weisen automatisierte Scanner an Flughäfen und Grenzübergängen das Dokument sofort zurück.
Für die betroffenen Passinhaber wurde ein Austauschprogramm initiiert. Die fehlerhaften Dokumente müssen eingesendet werden, woraufhin innerhalb von etwa zehn Arbeitstagen kostenloser Ersatz bereitgestellt wird. Ein komplett neuer Antrag ist hierfür nicht notwendig. Wer kurzfristig ins Ausland reisen muss, wird gebeten, sich direkt an den Kundenservice des Passamtes zu wenden.








