Das Trump T1 Phone wurde ursprünglich im Juni 2025 angekündigt, und konnte sofort vorbestellt werden – mit einer Anzahlung in Höhe von 100 US-Dollar. Sowohl die Aussage, das Smartphone würde zu 100 Prozent in den USA gefertigt, als auch die beworbenen Spezifikationen haben sich kurz darauf als Lügen entpuppt, eine Rückerstattung haben Käufer nicht erhalten. In den Monaten darauf wurde das Trump T1 Phone sogar mit dem Design eines Apple iPhone 16 Pro oder eines Samsung Galaxy S25 Ultra (ca. 890 Euro auf Amazon) beworben.
Tatsächlich dürfte das Trump T1 Phone auf dem Wingtech Revvl 7 Pro 5G basieren, das in China nicht einmal die Hälfte des Trump T1 Phone kostet. Das Smartphone von US-Präsident Donald Trump sollte ursprünglich im August oder im September ausgeliefert werden, die Angaben waren schon zum Launch widersprüchlich. Irgendwann wurde das Launch-Datum still und leise auf "später in diesem Jahr" geändert. 2025 ist verstrichen, vom Trump T1 Phone fehlt nach wie vor jede Spur. Die Financial Times hat bei Trump Mobile nachgehakt, und bekam die Auskunft, dass der Shutdown der US-Behörden zu Verzögerungen geführt hätte.
Während es stimmt, dass die US-Funkbehörde FCC während des Shutdowns keine neuen Produkte zertifizieren konnte, wurde dieser Rückstand schnell aufgeholt. Beispielsweise kam die Leica M EV1 in den USA schon Mitte November auf den Markt, nur wenige Tage nach dem Ende des Shutdowns. Gegenüber Android Authority hat ein Sprecher von Trump Mobile angegeben, dass das T1 Phone voraussichtlich Ende Januar auf den Markt kommen wird, nach mehreren gravierenden Lügen des Herstellers sollten solche Versprechungen aber mit Vorsicht betrachtet werden.










