Microsofts nächste Xbox könnte einen radikalen Kurswechsel einleiten. Schon Mitte 2024 wurden durch Microsoft-Insider Jez Corden Gerüchte laut, dass es sich bei der neuen Xbox-Konsole um ein offenes System handeln könnte. Nun sind Informationen aufgetaucht, die diese Annahme unterstützen. Laut einem Leak von KeplerL2 im NeoGAF-Forum könnte die Konsole mit PC-Stores wie Steam oder GoG kompatibel sein. Sollte das wirklich so sein, würden sich die Grenzen zwischen Konsole und PC noch weiter aufweichen.
Der Leaker bezieht sich dabei auf die kommende „Magnus“-APU von AMD, die in verschiedenen Xbox-Geräten eingesetzt werden soll – von klassischen Konsolen bis hin zu Xbox-PCs. Während nur die Konsole volle Abwärtskompatibilität zu älteren Xbox-Spielen haben soll, wäre umgekehrt das Ausführen von PC-Titeln technisch machbar. Laut KeplerL2 könnten Steam- oder GoG-Spiele in einer virtuellen Maschine (VM) auf der Xbox laufen.
Rechtlich sieht er keine großen Hindernisse. Das größere Problem liege im Geschäftsmodell: Normalerweise verdient Microsoft bei jedem Spiel, das im hauseigenen Xbox Store verkauft wird, rund 30 Prozent mit – eine branchenübliche Provision, die auch Sony oder Nintendo verlangen. Dieser Anteil ist entscheidend, weil Konsolenhersteller ihre Hardware traditionell mit sehr geringer Marge oder sogar mit Verlust anbieten und die Gewinne über Spieleverkäufe und Abos erwirtschaften.
Würden Spieler ihre Titel stattdessen über Steam oder GoG kaufen, gingen diese Einnahmen an die Drittanbieter-Stores. Ohne die sichere 30 %-Beteiligung müsste Microsoft die Konsole deutlich teurer verkaufen, um die Hardwarekosten direkt zu decken. Im Extremfall, so KeplerL2, könnte die neue Xbox dadurch fast doppelt so viel kosten wie Sonys PlayStation 6.
Im NeoGAF-Forum sorgen diese Aussagen für lebhafte Diskussionen. Viele Nutzer halten die Idee einer VM-Lösung für realistisch. Gleichzeitig herrscht Skepsis, weil Microsoft dabei auf seine gewohnte Marge verzichten müsste.
Quelle(n)
KeplerL2 via NeoGAF











