Selbstgebackenes Brot in 25 statt 49 Minuten und Rinderhackbraten in 70 statt 110 Minuten. Midea verspricht eine Zeitersparnisse von bis zu 49 Prozent. Ermöglichen soll das eine neue Heizröhre mit Graphen, die quasi unmittelbar hohe Temperaturen erreichen soll. Konkret spricht der Hersteller von 1300 °C in nur 0,2 Sekunden. Dadurch soll das Vorheizen von Heißluftfritteusen oder Backöfen überflüssig werden und die Zieltemperatur nahezu sofort erreicht werden.
Das wäre nicht nur praktisch, es würde auch die Gesamtgarzeit reduzieren. Dadurch geht weniger Wärme verloren, wodurch Strom gespart werden kann. Doch wie funktioniert das eigentlich?
Graphen: Das Wundermaterial?
Zum Einsatz von Graphen in Heizelementen für Backöfen, Fritteusen, Kochfeldern oder sonstigen Küchengeräten finden sich Stand 06.09.2025 abgesehen von Mideas neuester Pressemeldung nur sehr wenige Informationen. Fest steht jedoch, dass Graphen selbst eine Modifikation von Kohlenstoff mit zweidimensionaler Struktur ist, so schreibt es Wikipedia. Das "Wundermaterial", welches aus einer einzigen Lage von Kohlenstoffatomen besteht, die in einer wabenförmigen Struktur angeordnet sind, ist ein hervorragender elektrischer Leiter.
Bis dato kennt man das Material im Zusammenhang mit Heizungen jedoch eher von Heizfolien für den Einbau in Fußböden. In Mideas neuen Heizröhren soll das Material seine Stärken insofern ausspielen, als dass es neben der bereits ausgeführten schnelleren Temperaturübertragung eine besonders gute Haltbarkeit aufweisen soll und höheren Temperaturen besser standhält. Auch sollen die neuen Heizröhren starke Nahinfrarot-Strahlung abgeben, die deutlich effektiver sein soll als die von Quarz- oder Metall-Heizelementen abgegebene Strahlung. Das soll eine schöne Bräunung bei gleichzeitigem Erhalt der Feuchtigkeit im Inneren der Backwaren sicherstellen.
Ein netter Nebeneffekt: Graphen leuchtet deutlich heller als andere Heizelemente, was eine bessere Sicht auf die Speisen ermöglicht. Midea will die neue Technologie in alle Bereiche der Produktpalette integrieren. Wie gut das neue System tatsächlich funktioniert, werden vermutlich aber erst Erfahrungsberichte der neuen Geräte zeigen.
Quelle(n)
Midea via PR Newswire, Wikipedia
Bildquelle: AlexanderAIUS via Wikimedia, unverändert











