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IDF 2011 | Offizielle Keynote Justin Rattner verfügbar: Die Zukunft

Am dritten Tag des Intel Developer Forum 2011 gibt Justin Rattner einen Ausblick über die nächsten 10 Jahre und mögliche Entwicklungen. Geringerer Stromverbrauch und eine Vielzahl an Rechenkernen sind wichtige Punkte seiner Keynote.
Felix Sold,

„Wo stehen wir heute, und was kommt in den nächsten 10 Jahren auf uns zu?“ ist die Grundlegenden Fragestellung von Justin Rattners Keynote (Intel Vize-Präsident, Intel Labs Direktor und CTO) auf dem IDF 2011. Sichtlich gut gelaunt eröffnet er die Keynote am dritten Tag des Forums, und erlaubt sich zugleich einen kleinen Spaß, indem er sich als Mooly Eden „verkleidet“.

Zu Anfang seiner Keynote blickt er auf die letzten fünf Jahre zurück. Zu diesem Zeitpunkt standen die Intel Core Duo CPUs mit zwei Kernen in den Startlöchern. Auf der nächsten Folie ist der heutige Stand von 6 bis 8 Rechenkerne sowie die Entwicklung 2011+ mit 10+ Kernen zu sehen. Unter dem Namen „Intel Many Integrated Core“ (MIC) sieht Rattner in den nächsten Jahren bereits mehr als 50 Rechenkerne (Knights Corner – 22 Nanometer). Ein bestehendes Beispiel ist der Schweizer CERN Teilchenbeschleuniger (CERN-Simulationen). Dieses und andere Anwendungsbeispiele, wie Javascript-Erweiterungen, profitieren nahezu linear von einer Steigerung der Kernanzahl.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Stromverbrauch der Plattformen, der in den nächsten Jahren sinken muss. Ein gutes Beispiel vom ersten Tag des Forums, das nochmals gezeigt wurde, war das von einer Solarzelle betriebene System. Bei dieser Tech-Demo handelt es sich aber nicht um einen 2013’er Haswell Chip, sondern um einen geschrinkten Pentium 1 Prozessor, der auf einem sehr alten Mainboard lief, das Intel selbst über eine große Auktionsplattform ersteigert hat. Dieses Demo hat am dritten Namen auch endlich einen Namen bekommen: Claremont. Die Besonderheit ist ein Stromverbrauch von weniger als 10mW. Dabei kann eine .gif-Animation bei 23 bis 25 % CPU-Auslastung dargestellt werden. Bei normaler Spannung läuft auf diesem System beispielsweise Quake 1, wobei das Bild ein wenig ruckelt.

Last but not least ist der Hybrid Memory Cube ein interessantes Thema der Präsentation. Dabei handelt es sich um einen sehr schnellen und vor allem stromsparenden Speicher, der bis zu 120 GB/s schaffen soll. Diese Technik ist noch experimental und eine Marktreife ist noch nicht in Sicht, womit wir wieder bei der Entwicklung der nächsten 10 Jahren sind.

In der anhängten Keynote, die rund 60 Minuten lang ist, können Sie sich einen detaillierten Überblick verschaffen.

IDF 2011 - Keynote von Justin Rattner - The Future: Accelerated

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Autor: Felix Sold, 16.09.2011 (Update:  9.07.2012)