Paper Boy S3 verwandelt E-Ink-Touchscreen in spielbaren Game Boy

E-Ink-Displays sind über die vergangenen Jahre immer besser geworden, vor allem was die Geschwindigkeit und die Farbdarstellung betrifft. Die Panels sind dennoch hauptsächlich bei E-Readern zu finden, da die Geschwindigkeit für Videos und Spiele kaum ausreicht. Der Paper Boy S3 zeigt nun, dass E Ink für einfache Gaming-Handhelds durchaus eine Option ist.
Das Modding-Projekt des Entwicklers Wenting Zhang basiert auf einem M5Stack M5PaperS3, einem Entwickler-Kit, das einen 4,7 Zoll E-Ink-Touchscreen mit einer Auflösung von 960 x 540 Pixel sowie einen ESP32-S3 Mikrocontroller nutzt. Die Software basiert auf CrankBoy, einem Open-Source-Emulator, der ursprünglich für Playdate entwickelt wurde. Das Projekt war nicht ganz ohne Herausforderungen. Denn den gesamten Bildschirminhalt eines E-Ink-Displays zu verändern, dauert zu lange für ein brauchbares Spielerlebnis. Werden allerdings nur jene Pixel angepasst, die sich tatsächlich verändern, kann E Ink eine überraschend hohe Bildrate erzielen.
Bei vielen Game-Boy-Spielen, wie Tetris oder Pokémon, kann so ein brauchbares Spielerlebnis ermöglicht werden. Die untere Hälfte des Displays simuliert die Buttons eines Game Boy, wobei alternativ auch ein Bluetooth-Gamepad verbunden werden kann, um Spiele präziser zu steuern, die Kompatibilität ist derzeit allerdings noch stark eingeschränkt. Während Paper Boy S3 nicht kommerziell erhältlich ist, sind alle erforderlichen Daten auf Gitlab zu finden, sodass Besitzer des M5PaperS3 das Entwickler-Kit selbst in einen Game Boy verwandeln können.






