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Pearl BWC-645: Smartes Bewässerungssystem überzeugt im Test

Funktioniert.

Wir testen ein relativ günstiges, smartes Bewässerungssystem. Seine Hauptaufgabe erfüllt der Royal Gardineer BWC-645 vollständig und für den Urlaub oder auch als Helfer im Alltag eignet sich das Modell sehr gut und ist unabhängig vom Stromnetz.
Silvio Werner Veröffentlicht am
Smart Home Gadget

Der BWC-645 hält, was er verspricht

Für die zuverlässige Urlaubsbewässerung eignet sich der Royal Gardineer BWC-645, insbesondere, wenn nicht der ganze Garten, sondern nur ein paar Töpfe bewässert werden müssen. Der Preis erscheint angemessen. Für 10 Euro mehr hätten wir eine Version mit einem einzelnen Anschluss für einen Feuchtigkeitssensor und einem zweiten Kanal wahrscheinlich dann doch deutlich mehr goutiert. Die Installation ist einfach möglich, die Solarladung ermöglicht die Aufstellung auch abseits einer Steckdose. Die App funktioniert wie vorgesehen, der Metallhaken hat sich als echter Mehrwert bewiesen.

Pro

+ relativ günstig
+ einfache Konfiguration
+ Solarladung

Contra

- nur ein Kanal

Preis und Verfügbarkeit

BWC-645 ist direkt bei Pearl und im Zweierpack auch über Amazon erhältlich. Aufgerufen wird für ein Exemplar ein Preis von aktuell 54 Euro.

Das Royal Gardineer BWC-645 ist ein smartes und über WiFi einzubindendes Bewässerungssystem, welches mit rund 50 Euro noch relativ günstig ist. Dafür gibt es aber auch gewisse Einschränkungen.

Spezifikationen

Geräteklasse Smart Home-Bewässerungslösung
Abmessungen 148 x 128 x 97 Millimeter
Anbindung WiFi (2,4 GHz)
Lieferumfang Schläuche (insg. 13 Meter), Installationsmaterial für 10 Pflanzen, Schlauchverbinder
Wasseranschlüsse Jeweils ein Ein- und Ausgang
Energieversorgung Akku, Solar

Robuste Hardware und großer Lieferumfang

Das BWC-645 ist im Prinzip eine einfache Pumpe, die sich aber über WiFi steuern lässt und die Solarladung unterstützt. Das Modell besteht aus Kunststoff, das Modul mit dem Akku ist herausnehmbar und die eigentliche Akkuzelle lässt sich auswechseln. Die Aufladung des Akku-Moduls ist möglich - allerdings nur, wenn dieses ausgebaut wird, so bringt das BWC-645-System keinen von außen zugänglichen USB-Anschluss mit. Ein wirklicher Kritikpunkt ist das nur scheinbar, es sei denn, man will monatelang Zimmerpflanzen komplett ohne Sonneneinstrahlung wässern und kann in dieser Zeit nicht einmal den Akku aufladen. Das Solarpanel lässt sich in Grenzen justieren und konnte schon im März und April das Modell zuverlässig mit elektrischer Energie versorgen. Bei der Aufstellung beziehungsweise Montage ergeben sich mehrere Optionen: Das Modell lässt sich aufstellen oder dank eines integrierten Hakens auch anhängen. Im Lieferumfang sind Schläuche und Schlauchverbinder enthalten und die eigentlichen Einheiten zur Tröpfchenbewässerung, konkret davon 10.

Zu sehen: Der Akku lässt sich herausnehmen, aber nur außerhalb laden. Nebenbefund: Abfließendem Regenwasser hält das System stand
Zu sehen: Der Akku lässt sich herausnehmen, aber nur außerhalb laden. Nebenbefund: Abfließendem Regenwasser hält das System stand
Die manuelle Bedienung ist möglich, zu sehen sind Ein- und Ausgang und der praktische Metallhaken
Die manuelle Bedienung ist möglich, zu sehen sind Ein- und Ausgang und der praktische Metallhaken

Einfache Nutzung

Die Inbetriebnahme des BWC-645 ist ziemlich einfach, nimmt allerdings ein wenig Zeit in Anspruch, da die Schläuche ausgemessen und zugeschnitten werden müssen. Das Modell bringt keine Durchflusssensoren mit, dementsprechend wird die Bewässerung automatisch über das Bewässerungsintervall in Tagen und Stunden und die Bewässerungsdauer gesteuert. Hier muss sozusagen eine manuelle Kalibrierung stattfinden. Das klingt hochtrabend, in der Praxis stellt sich sehr schnell heraus, wie oft die Pflanzen denn wirklich Wasser benötigen. Eine zusätzliche Bewässerung lässt sich sowohl über die App als auch mit einer Taste am Gerät problemlos und jederzeit auslösen. Automatisierungen sind - in Abhängigkeit etwa auch vom Wetter - grundsätzlich möglich. Käufer sollten sich darüber im Klaren sein, dass es sich beim BWC-645 nur um einen Aktor ohne eigene Sensorik handelt. In der Praxis erscheint uns dann der Kauf eines einzelnen, smarten Feuchtigkeitssensors am sinnvollsten. Dieses wird dann in die trockenempfindlichste Pflanze gesteckt. Sollte es im längeren Urlaub dann zur völlig unerwarteten, extremen Trockenperiode kommen, lässt sich dann noch manuell nachjustieren. Werden die Pflanzen von einer Webcam erfasst, lässt sich auch damit erkennen, ob denn ausreichend bewässert wird.

Festgelegt werden die Bewässerungsdauer und die Frequenz
Festgelegt werden die Bewässerungsdauer und die Frequenz
Automatisierungen werden unterstützt
Automatisierungen werden unterstützt
Die Elesion-App ist solide
Die Elesion-App ist solide

Es steht nur ein einzelner Kanal zur Verfügung. Das bedeutet, dass immer alle angebundenen Pflanzen bewässert werden. Wirklich problematisch ist das unserer Einschätzung nach nur bei sehr vielen zu bewässernden Pflanzen. So lassen sich im Bedarfsfall weitere Verbinder oder auch Schläuche (3 oder 4 Millimeter) nachkaufen. Es ist auch möglich, ein offenes Schlauchende in einen Topf zu hängen. Der Hersteller wirbt mit einer Leistung von bis zu 30 Litern in der Stunde. Im Test konnten wir bei einer Förderhöhe von 1,20 Metern und einer Schlauchlänge von 7 Metern und damit eher im Worst Case rund 300 Milliliter in der Minute erreichen, also 18 Liter in der Stunde. Das reicht für Zimmer- und Balkonpflanzen definitiv. Um ein Bewässerungssystem für einen ganzen Garten handelt es sich eben nicht. Dort würde man dann eher mit einem Perlschlauch und einem System arbeiten, welches direkt an den Frischwasseranschluss angebunden wird (bei Amazon). Der BWC-645 bringt keinen eigenen Wassertank mit, was allerdings doch als Vorteil zu werten ist. Mit im Lieferumfang enthalten ist ein beschwerter Filter für den Zulauf. Eine pragmatische Lösung für die Sommermonate wäre etwa ein Faltkanister. Aufmerksame Leser könnten sich übrigens vielleicht an den GrowCube erinnern. Der BWC-645 ist im Prinzip damit vergleichbar, allerdings bietet der BWC-645 einen massiven Vorteil: Er lässt sich über das Internet ansprechen. Dafür bietet der GrowCube aber auch immerhin sowohl vier Kanäle als auch Feuchtigkeitssensoren. In unserem Test des GrowCube sind wir dem Pflanzentod aber nur knapp von der Klinge gesprungen, da sich ein ausgefallener Feuchtigkeitssensor durch die fehlende Internetanbindung so eben nicht abfangen lässt.

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > Tests > Sonstige Tests > Pearl BWC-645: Smartes Bewässerungssystem überzeugt im Test
Autor: Silvio Werner, 25.04.2026 (Update: 25.04.2026)