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Roboterhaut mit Schmerzempfinden und Reflexreaktionen könnte empathischere Interaktionen mit Menschen ermöglichen

Der Unitree G1 humanoide Roboter (Bildquelle: Unitree Robotics auf YouTube)
Der Unitree G1 humanoide Roboter (Bildquelle: Unitree Robotics auf YouTube)
Wissenschaftler haben eine "E-Skin" entwickelt, die es humanoiden Robotern ermöglichen soll, Schmerz zu empfinden. Diese Neuentwicklung zielt darauf ab, das menschliche Nervensystem nachzuahmen und Interaktionen mit Menschen sicherer zu gestalten.

Die Forscher sind an der City University of Hongkong tätig. Ihre neuromorphe robotische elektronische Haut (NRE) bringt humanoide Roboter dem Menschen näher, indem sie ihnen ermöglicht, Berührungen wahrzunehmen, auf Reize zu reagieren und schützende Reflexe auszulösen.

So funktioniert die Roboter-Schmerzerkennung

Die elektronische Haut besteht aus vier Schichten und nutzt eine neuronale Architektur, die dem Aufbau der menschlichen Haut nachempfunden ist. Bei sanfter Berührung erzeugt die NRE-Haut statt eines einfachen Druckwerts Spike-Impulse, die zur Bestimmung der Reaktion an die zentralen Verarbeitungseinheiten weitergeleitet werden.

Überschreitet der Druck jedoch einen festgelegten Schwellenwert, erzeugt die Haut eine hohe Spannung, die direkt an die Antriebsmotoren weitergeleitet wird, ohne den Prozessor zu passieren. Der Roboter zieht sich daraufhin automatisch zurück.

Mithilfe dieses nahezu verzögerungsfreien Rückzugsmechanismus soll der Roboter vor Schäden geschützt werden. Gleichzeitig passt das System das Verhalten des Humanoiden vorausschauend an, um eine Eskalation der Kontaktkraft zu verhindern und potenzielle Risiken für Menschen zu reduzieren.

Selbstreparierende Roboterhaut

Neben dem Auslösen schützender Reflexe kann die NRE-Haut Schäden selbst überwachen. Dabei nutzt das System jeden Sensor, die in regelmäßigen Abständen ein sogenanntes Lebenszeichen-Signal senden. Wird kein Impuls mehr erkannt, markiert das System einen Schaden an der entsprechenden Sensorstelle. Das Sensormodul kann anschließend von einem Techniker oder, bei zukünftiger Weiterentwicklung, vom humanoiden Roboter selbst ausgetauscht werden.

Bildquelle: Xinge Yu
Bildquelle: Xinge Yu

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > Roboterhaut mit Schmerzempfinden und Reflexreaktionen könnte empathischere Interaktionen mit Menschen ermöglichen
Autor: David Odejide,  3.01.2026 (Update:  3.01.2026)