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Robustes Outdoor-Phone mit Zweitdisplay und Riesenakku setzt auf Teleobjektiv für besseren 10x Zoom

Das Blackview Xplore 6 ist ein dickes Rugged-Phone für Outdoor-Enthusiasten, bringt aber einen Telekonverter mit.
ⓘ Alexander Fagot, Notebookcheck
Das Blackview Xplore 6 ist ein dickes Rugged-Phone für Outdoor-Enthusiasten, bringt aber einen Telekonverter mit.
Von Xiaomi stammt die Idee zum Zweitdisplay an der Rückseite, von Vivo und Co. der externe Telekonverter. Neu am Blackview Xplore 6 Smartphone ist die Kombination aus dickem Rugged-Phone und den beiden in diesem Segment eher unüblichen Zusatzfeatures. Wir haben die ungewöhnliche Kombo auf der IFA ausprobiert.

Wer dieser Tage vom Messe Süd Eingang mit der Rolltreppe in die oberen Stockwerke der Berliner Messehalle fährt wird es bereits gesehen haben. Der Outdoor-Smartphone-Spezialist Blackview bringt die von hochwertigen Kamera-Flaggschiffen in China bekannten Telekonverter ins Rugged Phone Segment.
 

Auf der IFA 2026 wird das Blackview-Phone mit Telekonverter gut sichtbar beworben.
ⓘ Alexander Fagot, Notebookcheck
Auf der IFA 2026 wird das Blackview-Phone mit Telekonverter gut sichtbar beworben.

Blackview Xplore 6 mit kleinem Minidisplay an der Rückseite

Wir haben uns das für den Outdoor-Bereich eher ungewöhnliche Smartphone auf der Messe etwas näher angesehen. Die Specs sind natürlich nicht auf dem gleichen Niveau wie etwa bei einem Vivo X300 Pro (hier bei Amazon erhältlich) oder dem demnächst startenden Vivo X500 Pro Max. Wie bei Rugged-Phones üblich steckt die Hardware in einem besonders dicken (18,2 mm), schweren (428 Gramm) und widerstandsfähigem Gehäuse. Auf Basis eines Mediatek Dimensity 9400+ Chips gibt es laut Hersteller 18 GB RAM sowie 512 GB oder 1 TB Speicher. Das 6,73 Zoll AMOLED-Display löst mit 3.200 x 1.440 Pixeln sehr hoch auf und bietet eine 120 Hz Refresh-Rate. 

Spannend ist, dass Blackview auf der Rückseite auch noch ein 1,47 Zoll Zweitdisplay mit 368 x 194 Pixel Auflösung verbaut hat, das etwa für Statusinformationen oder die Mediensteuerung genutzt werden kann. Auch eine rudimentäre Kamera-Kontrolle ist darüber möglich, womit man die Hauptkamera für Selfies nutzen kann. Im 179,5 x 85,4 mm großen Smartphone steckt ein riesiger 12.000 mAh großer Akku, der dank 120 Watt Fast-Charging schnell wieder vollgeladen ist, kabellos sollen 80 Watt Laden drin sein. Das Highlight des Xplore6 ist allerdings wohl das vergleichsweise aufwändige Kamera-System bestehend aus drei 50 Megapixel Sensoren, die Hauptkamera ist ein 1/1.3 Zoll Omnivision OV50H Sensor mit OIS. An der Front ist eine 50 Megapixel F/2.45 Selfie-Kamera verbaut.
 

Telekonverter macht aus 3x Telefoto optischen 10x Zoom

Sieht man sich die Kamera-App an, zeigt sich, dass der 3,33x Extender aus dem 3x Periskop-Telefoto mit OIS ein optisches 10x Telefoto zaubert, das alternativ auch ohne Objektiv in der App zur Verfügung steht, dann allerdings nur mit Digitalzoom. Die Optik wird einfach in die passende Schutzhülle geschraubt, wobei ein Release-Button wie etwa bei Vivo-Phones fehlt. In unserem kurzen Test wirkte die Konstruktion dennoch stabil, ob das langfristig so bleibt, können wir allerdings nicht sagen. Wie bei Vivo erscheint in der Kamera-App ein kleines Symbol für den Telekonverter, das die Brennweiten-Anzeige auf 230mm anpasst und das Bild dreht. Bis zu 1600 mm sind mit Telekonverter und Digitalzoom möglich. Im Test reagierte die Software etwas träge, so war etwa das Drehen des Bildes mehrfach beim Wechsel zwischen aufgenommenen Fotos und Livebild zu beobachten. Ansonsten scheint das System aber ähnlich wie bei Vivo zu funktionieren, die Kamera-Qualität haben wir nicht getestet.
 

Verfügbarkeit und Preis

Das Xplore 6 von Blackview soll ab Ende September in Europa verfügbar sein und wird direkt beim Hersteller knapp 950 Euro kosten. In diesem Preis ist auch bereits der Telekonverter und weiteres Zubehör wie Earbuds, ein Ladedock sowie eine Schutzhülle inkludiert. Das Betriebssystem basiert aktuell noch auf Android 16, drei Jahre Android-Updates werden garantiert. Als Rugged-Phone garantiert Blackview eine MIL-STD-810H, IP68 sowie IP69K Zertifizierung. Stürze aus bis zu 2 Metern Höhe sollen offenbar keine gröberen Konsequenzen haben. Das Display ist durch Gorilla Glas Victus 2 geschützt.
 

Quelle(n)

Eigene, Blackview

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Autor: Alexander Fagot,  6.09.2026 (Update:  6.09.2026)