Samsung Galaxy Z Fold8: Was bringt der neue Formfaktor wirklich?

Der größte Vorteil des Galaxy Z Fold8 steckt bereits im geschlossenen Zustand. Das 5,5 Zoll große Cover-Display besitzt ein 10:16-Format und ist damit deutlich breiter als bei früheren Fold-Modellen. Nachrichten schreiben, Webseiten lesen oder durch soziale Netzwerke scrollen fühlt sich dadurch weniger beengt an. Aufgeklappt stehen 7,6 Zoll im 4:3-Format zur Verfügung. Das eignet sich besonders für Multitasking, Dokumente, E-Books und Webseiten.
Ergonomisch hat Samsung damit einen wichtigen Schritt gemacht. Mit 201 Gramm ist das Fold8 das leichteste Foldable der bisherigen Reihe, gleichzeitig bleibt es geschlossen 9,7 Millimeter dick. Es liegt gut in der Hand und wirkt weniger schmal als seine Vorgänger. Eine echte Einhandbedienung ist trotz des neuen Formats aber nicht garantiert: Gerade das breite Gehäuse kann das Erreichen der gegenüberliegenden Displayseite erschweren. Der Formfaktor hat aber auch Grenzen: Das Fold8 bleibt im zusammengeklappten Zustand dicker als ein herkömmliches Smartphone. Aufgeklappt ist die große Fläche zwar praktisch, viele Anwendungen profitieren aber erst dann wirklich davon, wenn sie das zusätzliche Format sinnvoll nutzen beziehungsweise darauf angepasst wurden. Zudem fehlt weiterhin ein Teleobjektiv. Das Konzept fordert also nicht nur beim Preis, sondern auch bei der Ausstattung Kompromisse.
Der neue Formfaktor bringt somit tatsächlich einen Mehrwert. Das Fold8 (hier bei Amazon kaufen) fühlt sich weniger wie ein Smartphone mit zusätzlichem Bildschirm und mehr wie zwei Geräte in einem an. Für Nutzer, die häufig lesen, arbeiten oder mehrere Apps parallel verwenden, ist das überzeugend. Wer sein Smartphone dagegen hauptsächlich einhändig für Kommunikation, Kamera und kurze Aufgaben nutzt, profitiert deutlich weniger. Der neue Formfaktor ist damit kein Selbstzweck, aber ein ernstzunehmender Schritt hin zu vielseitigeren Smartphones.








