Samsung Messages lebt weiter dank dieser App mit RCS-Support

Samsung hat die durchaus beliebte und viel genutzte Samsung Messages App eingestellt, zumindest in bestimmten Ländern wie den USA. Sollten irgendwann auch deutsche Samsung-Nutzer hiervon betroffen sein, steht zumindest schon eine Alternative in den Startlöchern. Ein Entwickler arbeitet nämlich an einer Drittanbieter-App, die das vertraute Nutzungserlebnis einschließlich Rich Communication Services (RCS) nachbilden soll. Langjährige Galaxy-Nutzer erhalten damit eine Alternative zu Google Messages.
Die schlicht Messages genannte App stammt von OzarksMade und orientiert sich optisch stark an Samsungs eingestelltem Messaging-Client. Sie bietet zwei getrennte Betriebsarten: Der Standalone-Modus unterstützt grundlegende SMS und MMS, während der Companion-Modus sämtliche RCS-Chatfunktionen bereitstellt. Da Drittentwickler aufgrund strenger Plattformbeschränkungen nicht direkt auf RCS-Netzwerke zugreifen können, nutzt der Companion-Modus die vorinstallierte Google-Messages-App als Hintergrunddienst.
Der Entwickler weist darauf hin, dass auch Samsungs eigene Chatfunktionen seit sieben Jahren auf Googles Jibe-Infrastruktur basieren. Nachrichten nehmen daher weiterhin denselben Weg wie bisher, werden jedoch über eine andere, stärker an Samsung Messages angelehnte Benutzeroberfläche dargestellt.

Die App greift typische One-UI-Designelemente wie abgerundete Karten, einklappbare Überschriften, Chip-Filter, Gesprächskategorien und einen eigenen Papierkorb für wiederherstellbare Nachrichten auf. RCS ergänzt unter anderem blaue Sprechblasen, Tippanzeigen, Lesebestätigungen, Gruppenchats und den Austausch hochwertiger Mediendateien. Individuelle Chat-Designs sollen mit einem späteren Update folgen.
Aktuell befindet sich die App in einer Open-Beta. Sobald die zugehörige Google-Gruppe zwölf Mitglieder erreicht, soll die öffentliche Veröffentlichung 14 Tage später erfolgen. Über die Google-Play-Testgruppe lässt sich die App bereits kostenlos ausprobieren, beim Bezahlvorgang kommt eine Testkarte zum Einsatz. Nach dem regulären Start wird einmalig eine Gebühr von rund einem Euro fällig. Für Galaxy-Nutzer, die Samsungs Design beibehalten möchten, aber moderne Messaging-Funktionen benötigen, könnte die App eine passende Übergangslösung darstellen.
OzarksMade ist ein Softwareentwickler aus den USA, der bislang offenbar nur eine einzige App im Google Play Store veröffentlicht hat.

