Leaks gab es schon, nun ist es offiziell: Samsung bietet mit dem Galaxy XR ein eigenes XR-Headset an. Dabei ist die Abgrenzung möglicherweise erklärungsbedürftig: Es handelt sich eben nicht um eine Brille, die zusätzlich Informationen in das Sichtfeld einblendet und sonst einen natürlichen Blick in die Umgebung wie mit einer Brille erlaubt. Stattdessen zeichnen Kameras die Umgebung auf, welche dann vom Nutzer wie bei einer VR-Brille betrachtet werden kann, verschiedene Inhalte lassen sich dabei einblenden. Samsung gibt an, dass die Galaxy XR alle für die Android-Plattform konzeptionierte Apps anzeigen kann, denkbar ist dabei natürlich sowohl der Einsatz zu Unterhaltungszwecken als auch etwa für Produkte Zwecke. Mit der Pico 4 Ultra konnten wir ein konzeptionell durchaus ähnliches System bereits testen, diese Brille ist für einen Preis von rund 590 Euro erhältlich.
Ausgestattet ist die Brille mit einem Snapdragon XR2+ Gen 2, einem 16 Gigabyte großem Arbeitsspeicher und einem 256 Gigabyte großem, internen Speicher. Micro-OLED-Displays mit einer Auflösung von 3.552 x 3.840 Pixeln versprechen eine scharfe Darstellung, technisch ist die Darstellung mit einer Bildwiederholfrequenz von 90 Hz möglich, standardmäßig werden 72 Hz dargestellt. Angegeben wird ein 109° großes, horizontales Blickfeld, vertikal werden 100 °C angegeben.
Eine umfangreiche Sensorik ist vorhanden, so gibt es auch einen Tiefensensor und sechs Kameras, welche die Umwelt wahrnehmen können. Dazu kommen noch vier Kameras für das Eye-Tracking, eine Iris-Erkennung wird unterstützt. Sechs Mikrofone und zwei Lautsprecher sind vorhanden. Dreidimensionale Fotos und Videos lassen sich anfertigen. Angegeben wird eine Laufzeit von bis zu zwei Stunden bei der allgemeinen Nutzung, wobei ein externer Akku zum Einsatz kommt. In den USA gibt es das XR-Headset ab sofort für 1.799 Dollar und erheblich günstiger als die Apple Vision Pro, welche für 3.500 Dollar angeboten wird. Informationen zu weiteren Märkten liegen noch nicht vor.












