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Scalper überrennen DDR5-RAM-Verkäufer, 10x so viele Bots wie echte Käufer

DDR5 RAM Preise sollen frühestens 2027 sinken
ⓘ Corsair
DDR5 RAM Preise sollen frühestens 2027 sinken
Ein Cybersicherheitsanalyst hat eine eher ernüchternde Realität aufgezeigt. Auf den DDR5-Produktseiten eines nicht genannten Händlers kommen derzeit zehn Scalper-Bots auf einen echten menschlichen Käufer. Angesichts der jüngsten Knappheit von DDR5-RAM ist diese Statistik kaum überraschend.

Ein Cybersicherheitsforscher, der zugleich Vice President of Threat Research bei DataDome ist, hat eine bemerkenswerte und zugleich alarmierende Einzelheit zum aktuellen DDR5-Markt veröffentlicht.

Seinen Ergebnissen zufolge stammen inzwischen 91 Prozent der gesamten Zugriffe auf die DDR5‑RAM-Produktseiten eines bestimmten Händlers von Bots. Ein ähnlicher Bericht ist bereits im März dieses Jahres erschienen. Demnach war auf derselben Webseite nur jeder sechste Besucher ein echter Mensch.

DDR5 RAM wird von Bots weggeschnappt
ⓘ Jérôme Segura via LinkedIn
DDR5 RAM wird von Bots weggeschnappt

Das ist zwar durchaus alarmierend, kommt jedoch kaum überraschend. Wie Jerome selbst anmerkt, sind Scalper seit jeher in Märkten mit hoher Nachfrage und geringem Angebot aktiv, etwa bei Grafikkarten und Konsolen sowie infolge der DRAM-Knappheit inzwischen auch bei DDR5-RAM.

Ein für Endkunden bestimmtes 32GB-DDR5-6400-RAM-Kit von Crucial hat im September vergangenen Jahres beispielsweise rund 88 Dollar gekostet. Im Dezember desselben Jahres ist der Preis auf etwa 270 Dollar und im Juni dieses Jahres schließlich auf 400 Dollar gestiegen. Aktuell kostet dasselbe Kit bei Amazon 480 Dollar, wobei der Preis gelegentlich kurzzeitig etwas niedriger ausfällt.

DDR5-RAM-Kits sind in weniger als einem Jahr um das 5-Fache teurer geworden

In den vergangenen Wochen und Monaten haben mehrere Hersteller ihre Preise deutlich erhöht, um auf die DDR5-Knappheit zu reagieren. Selbst Branchen, die nur wenig DRAM benötigen, sind von den Auswirkungen betroffen. Der bedeutende Mini-LED-Anbieter KTC hat beispielsweise kürzlich angekündigt, aufgrund der steigenden Komponentenpreise ebenfalls Preiserhöhungen zu planen.

Aus demselben Grund hat Sony auch seine neue PlayStation 6 verschieben müssen. Da frühestens 2028 mit einer Entspannung der DDR5-Knappheit gerechnet wird, sind die Aussichten für Gamer und Technikinteressierte insgesamt eher düster.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-08 > Scalper überrennen DDR5-RAM-Verkäufer, 10x so viele Bots wie echte Käufer
Autor: Sambit Saha, 24.08.2026 (Update: 24.08.2026)