GPD rechtfertigt sich für hohen Einstiegspreis des AMD-Strix-Halo-Handheld Win Max 3

GPD hat kürzlich die Preise für seinen kommenden Gaming-Handheld Win Max 3 mit AMD Ryzen Strix Halo bekannt gegeben. Wie zu erwarten war, ist das High-End-Gerät alles andere als günstig, was unter anderem auf die hohe Nachfrage aus dem Rechenzentrumsbereich zurückzuführen ist, die die Preise für Komponenten auf neue Höchststände treibt.
Die Basisvariante des Gaming-Handhelds soll 1.750 US-Dollar (ca. 1.497 Euro) kosten und ist mit einer Ryzen AI Max+ 388-APU, 32 GB RAM und 1 TB SSD-Speicher ausgestattet. Wer RAM und Speicher auf 64 GB beziehungsweise 2 TB erhöht, zahlt bereits 2.246 US-Dollar (ca. 1.922 Euro). Die Topversion mit der voll ausgestatteten Max+ 395 APU, 128 GB RAM und 2 TB Speicher schlägt sogar mit stolzen 3.499 US-Dollar (ca. 2.994 Euro) zu Buche.
GPD hat inzwischen eine Stellungnahme veröffentlicht, in der das Unternehmen versucht, die Preise des Win Max 3 zu rechtfertigen. Nach Angaben des Herstellers seien die Preise angesichts der anhaltenden Krise bei den Komponentenpreisen Ausdruck der „größtmöglichen Aufrichtigkeit“, die man den Kunden entgegenbringen könne.

GPD betonte außerdem, dass das Unternehmen im Gegensatz zu einigen marktbeherrschenden Marken nur wenig Spielraum für aggressive Preisverhandlungen mit Zulieferern habe – insbesondere, da der Markt für UMPCs und Gaming-Handhelds nach wie vor eine Nische sei.
Tatsächlich ist an dieser Aussage einiges dran. Es lässt sich kaum bestreiten, dass die Preise für DRAM und Speicher die Hersteller stark unter Druck setzen und inzwischen in nahezu allen Produktsegmenten zu Preissteigerungen geführt haben. Im Vergleich dazu starten sowohl der Ayaneo Next 2 als auch der OneXPlayer X2 Mini Pro, die ebenfalls auf Strix Halo setzen, zu deutlich höheren Preisen.
Genauer gesagt kostet der OneXPlayer X2 Mini Pro mit Ryzen AI Max+ 388, 48 GB RAM und 1 TB Speicher2.499 US-Dollar (ca. 2.138 Euro). Der Ayaneo Next 2 startet hingegen bei 1.799 US-Dollar (ca. 1.539 Euro), ist allerdings mit der vergleichsweise schwächeren Ryzen AI Max+ 385-APU und 32 GB RAM ausgestattet.
Hinzu kommt, dass der GPD Win Max 3 nicht nur ein Gaming-Handheld ist, sondern ein vollwertiger UMPC mit 9,06-Zoll-Display, einer brauchbaren Tastatur und einem herausnehmbaren Akku.
Da bislang keine Anzeichen dafür erkennbar sind, dass die Nachfrage im Rechenzentrumsbereich in absehbarer Zeit zurückgehen wird, ist es durchaus wahrscheinlich, dass Gamer und andere Verbraucher noch sehr lange warten müssen, bis sich die Preise wieder auf ein einigermaßen normales Niveau einpendeln.
Quelle(n)
GPD via X, entdeckt von TechPowerUp














