MSI ist im Mini-PC-Segment kein unbeschriebenes Blatt. Mit seinem neuesten System setzt der Hersteller abermals auf Desktop-Prozessoren von Intel und bringt diese in einem vergleichsweise kompakten Gehäuse unter. Der neue Mini-PC mit dem Namen PRO DP10 A14MG richtet sich in erster Linie an Office-Nutzer und fällt technisch durchaus attraktiv aus.
MSI PRO DP10 Mini-PC: Bis zu 20 CPU-Kerne und 64 GB DDR5-RAM
Im Inneren des nur 1,1 Liter fassenden MSI PRO DP10 kommen Intel-Prozessoren der 14. Generation (Raptor Lake) zum Einsatz – bis hin zum Core i7-14700 mit 20 Kernen. Für preisbewusstere Konfigurationen steht alternativ ein Pentium Gold G7400 mit zwei Kernen zur Verfügung. Weitere CPU-Optionen umfassen den Quad-Core-Prozessor Core i3-14100 sowie den 10-Kern-Prozessor Core i5-14400.
In der Top-Ausstattung dürfte der mit 20 Kernen ausgestattete Core i7-14700 respektable Benchmark-Ergebnisse liefern und sich auf Augenhöhe mit dem Ryzen 7 9700X von AMD bewegen. Auch wenn synthetische Benchmarks nur einen Teil der Praxis abbilden, ist anzunehmen, dass der i7-14700 mehr als genug Leistung für nahezu alle typischen Arbeitslasten mitbringt.
Für den Arbeitsspeicher stehen zwei SO-DIMM-Steckplätze bereit, die eine Bestückung mit bis zu 64 GB DDR5-5600 ermöglichen. Massenspeicher wird über einen einzelnen M.2-2280-Slot angebunden, der PCIe Gen3 x4 unterstützt.
Der MSI DP10 Mini-PC richtet sich eindeutig nicht an Gamer
Ganz anders fällt die Bewertung der Grafikleistung des MSI PRO DP10 aus. Eine dedizierte Grafikkarte bringt das System nämlich nicht mit. Die integrierten iGPUs der verbauten Prozessoren reichen lediglich für grundlegende Aufgaben. Für Spiele oder grafikintensive Anwendungen ist der Mini-PC damit nicht ausgelegt. Selbst Gaming auf mittlerem Niveau liegt klar außerhalb seiner Möglichkeiten.
Positiv fällt dagegen die Anschlussausstattung aus, die für ein System dieser Klasse ordentlich dimensioniert ist:
- Zwei USB-Type-A-Ports (5 Gbit/s)
- Ein USB-Type-A-Port (10 Gbit/s)
- Fünf USB-2.0-Type-A-Ports
- Ein USB-Type-C-Port (10 Gbit/s)
- 2,5-Gigabit-Ethernet (optional mit zweitem LAN-Port)
- DisplayPort 1.4b und HDMI 2.1 (optional erweiterbar)
- Optionaler COM- und VGA-Port
- 3,5-mm-Klinkenanschluss
Für die drahtlose Anbindung unterstützt das System Wi-Fi 6E bzw. Wi-Fi 7 sowie Bluetooth in den Versionen 5.0, 5.3 oder 5.4. Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, den Mini-PC über den Power-Button eines angeschlossenen Monitors einzuschalten – vorausgesetzt, es handelt sich um ein kompatibles MSI-Display. Firmenkunden dürften zudem Features wie die Unterstützung von dTPM 2.0 sowie eine Gehäuse-Manipulationserkennung zu schätzen wissen. Weitere Details gibt es in MSIs offiziellen Product News zum Mini-PC.
Konkrete Angaben zu Preis und Verfügbarkeit liegen derzeit noch nicht vor, dürften aber in absehbarer Zeit folgen. Für viele Mini-PC-Enthusiasten könnte das Fehlen leistungsstarker GPU-Optionen oder eines OCuLink-Anschlusses jedoch enttäuschend sein. Wer gezielt nach mehr Grafikleistung sucht, findet etwa in dem auf AMD-Hawk-Point-APUs basierenden GMKtec K12 eine spannende Alternative – derzeit für rund 690 Euro bei Amazon erhältlich.
Quelle(n)
MSI via TechPowerUp















