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Schönes WLAN mit kleinen Schwächen - Test Huawei WiFi Mesh X3 Pro

Wi-Fi 7 trifft auf außergewöhnliches Design.

Mit dem WiFi Mesh X3 Pro Suite kombiniert Huawei einen leistungsfähigen Mesh-Router mit einem beleuchteten Bergpanorama. Im Test überzeugt das System mit rund 2 GBit/s WLAN-Geschwindigkeit, niedrigem Stromverbrauch und praktisch lautloser Kühlung. Allerdings müssen Nutzer auf das 6-GHz-Band und einige Komfortfunktionen verzichten.
Daniel Schmidt Veröffentlicht am 🇺🇸
Internet of Things (IoT) Smart Home Wi-Fi 7

Fazit zum Huawei WiFi Mesh X3 Pro

Mit dem WiFi Mesh X3 Pro Suite gelingt Huawei ein ungewöhnlicher WLAN-Router, der sich bewusst von der Konkurrenz abheben möchte. Das beleuchtete Bergmassiv ist ein echter Hingucker und bietet mit seiner automatischen Lichtsteuerung sogar einen praktischen Mehrwert als dekorative Beleuchtung.

Doch auch technisch kann das System überzeugen. In unserem Praxistest erreicht der Hauptrouter auf kurzer Distanz rund 2 Gbit/s. Hinzu kommen die beiden 2,5-Gbit/s-Ethernet-Anschlüsse, die einfache Mesh-Einrichtung und ein erfreulich niedriger Stromverbrauch. Die Oberflächentemperatur bleibt unter 30 °C, während das aktive Kühlsystem im normalen Betrieb praktisch unhörbar arbeitet.

Die größten Schwächen liegen bei der Ausstattung. Trotz Wi-Fi 7 verzichtet Huawei auf das 6-GHz-Band. Auch die geringe Anzahl an Ethernet-Anschlüssen, das fehlende USB-Interface und die begrenzten erweiterten Netzwerkfunktionen schränken die Vielseitigkeit ein. 

Wer einen leistungsfähigen Router mit möglichst vielen Netzwerkfunktionen sucht, findet bei der Konkurrenz flexiblere Alternativen. Wer dagegen Wert auf ein ansprechendes Design, unkomplizierte Bedienung und hohe WLAN-Geschwindigkeiten im Alltag legt, bekommt mit dem Huawei WiFi Mesh X3 Pro Suite ein interessantes Gesamtpaket.

Pro

+ außergewöhnliches Design mit vielseitiger Beleuchtung
+ zwei schnelle LAN-Ports
+ geringer Stromverbrauch
+ schnelles Wi-Fi 7

Contra

- aber kein 6-GHz-WLAN
- wenig Anschlüsse
- kein USB

Preis und Verfügbarkeit

Der WiFi Mesh X3 Pro kann direkt bei Huawei erworben werden.

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Mit dem WiFi Mesh X3 Pro Suite verfolgt Huawei einen ungewöhnlichen Ansatz: Statt den WLAN-Router möglichst unauffällig zu gestalten, soll er zum Blickfang im Wohnzimmer werden. Dafür kombiniert der Hersteller ein beleuchtetes Bergmassiv mit moderner Wi-Fi-7-Technik und einem zusätzlichen Mesh-Satelliten. Wir haben uns das System genauer angesehen und neben der WLAN-Geschwindigkeit auch Temperatur, Lautstärke und Stromverbrauch untersucht.

Spezifikationen

Ausstattung Spezifikation
WLAN Wi-Fi 7 (802.11be), abwärtskompatibel
Frequenzbänder 2,4 und 5 GHz
WLAN-Klasse BE3600, Dual-Band
Maximale Datenrate 3.570 Mbit/s kombiniert
2,4 GHz Bis zu 688 MBit/s
5 GHz Bis zu 2.882 MBit/s
MIMO 2 x 2 MU-MIMO
Wi-Fi-7-Funktionen MLO, 4K-QAM
Antennen 6 je Einheit
Prozessor Huawei Gigahome SoC
Arbeitsspeicher 512 MB je Einheit
Flash-Speicher 128 MB je Einheit
Router-Anschlüsse 2x 2,5-GBit/s-WAN/LAN
Satelliten-Anschlüsse 1x Gigabit-Ethernet
Mesh Huawei WiFi Mesh+
Sicherheit WPA2/WPA3, Firewall, HomeSec
Kühlung Aktives Shark-Fin-Kühlsystem
Konfiguration Huawei AI Life, Weboberfläche
Stromversorgung 12 V / 2 A
Maximale Leistungsaufnahme 24 W je Einheit
Abdeckung Über 120 m² laut Hersteller
Set-Preis (UVP) 249 Euro

Gehäuse und Ausstattung - Ein Router als Design-Objekt

Das auffälligste Merkmal des X3 Pro ist zweifellos sein Gehäuse. Huawei setzt auf eine rund 25 Zentimeter hohe, transparente Konstruktion, in deren Innerem sich ein dreidimensionales Bergmassiv befindet. Die integrierte Beleuchtung taucht die Bergspitze in unterschiedliche Farbtöne und simuliert unter anderem das warme Licht eines Sonnenaufgangs.

Das sogenannte Golden Mountain Glow-System passt seine Farbtemperatur und Helligkeit auf Wunsch automatisch an die lokalen Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten sowie die Wetterbedingungen an. Alternativ lassen sich die Beleuchtung und ihre Farbtemperatur manuell konfigurieren. Auch eine zeitgesteuerte Abschaltung ist möglich.

Eine Besonderheit ist die Bedienung über die Oberseite des Routers. Durch Antippen lassen sich verschiedene Beleuchtungszustände durchschalten und das Licht ausschalten. Der kleinere Mesh-Satellit greift das Gestaltungskonzept mit einer ringförmigen Beleuchtung auf.

Huawei hat sich allerdings nicht nur Gedanken über das äußere Erscheinungsbild gemacht. Im Inneren des Hauptrouters befinden sich sechs Antennen, zwei für 2,4 GHz und vier für 5 GHz. Eine der 5-GHz-Antennen ist als transparentes Metallgitter ausgeführt und direkt in das Bergmotiv integriert. Auch der Satellit besitzt sechs Antennen, verzichtet jedoch auf die transparente Ausführung. 

Mit einer Höhe von 250,9 Millimetern und einem Durchmesser von 123,2 Millimetern benötigt der Hauptrouter etwas Stellfläche. Sein Gewicht beträgt rund 790 Gramm. Der Satellit fällt mit 73,5 Millimetern Höhe und einem Gewicht von etwa 420 Gramm deutlich kompakter aus.

Anschlüsse - Schnell, aber nicht besonders zahlreich

Bei den kabelgebundenen Schnittstellen zeigt sich Huawei sparsam. Der Hauptrouter bietet zwei Ethernet-Anschlüsse, die jeweils Geschwindigkeiten von bis zu 2,5 Gbit/s unterstützen. Beide Ports können automatisch als WAN- oder LAN-Anschluss verwendet werden. Das ist grundsätzlich erfreulich, denn damit lassen sich auch Internetanschlüsse oberhalb der Gigabit-Grenze nutzen. Sobald einer der beiden Ports für die Verbindung zum Modem oder bestehenden Netzwerk benötigt wird, bleibt allerdings nur ein weiterer Anschluss für kabelgebundene Endgeräte übrig.

Der Mesh-Satellit verfügt lediglich über einen Gigabit-Ethernet-Port. Ein USB-Anschluss ist bei keinem der beiden Geräte vorhanden. Auch Funktionen wie die direkte Freigabe von USB-Speichermedien oder Druckern fehlen. Wer zahlreiche Geräte per Kabel verbinden möchte, muss daher einen zusätzlichen Netzwerk-Switch einplanen.

Einrichtung und Software - Huawei AI Life macht vieles einfach

Die Einrichtung erfolgt über die Huawei AI Life App, die für Android, iOS und HarmonyOS angeboten wird. Alternativ steht eine browserbasierte Konfigurationsoberfläche zur Verfügung. Das im Suite-Paket enthaltene Mesh-System ist bereits für die Zusammenarbeit vorbereitet. Nach der Einrichtung des Hauptrouters kann der Satellit automatisch in das Netzwerk eingebunden werden. Separat erworbene Erweiterungseinheiten benötigen laut Huawei dagegen eine zusätzliche Einrichtung per QR-Code.

Die App bietet neben den grundlegenden WLAN-Einstellungen auch eine Kindersicherung, mit der sich Nutzungszeiten begrenzen und bestimmte Inhalte sperren lassen. Hinzu kommen eine grafische WLAN-Diagnose, eine Darstellung der Netzabdeckung und Hinweise zur Verbesserung der Verbindung.

Damit deckt Huawei die wesentlichen Anforderungen eines typischen Heimnetzwerks ab. Anspruchsvolle Nutzer müssen jedoch auf einige erweiterte Funktionen verzichten. So fehlen beispielsweise DynDNS sowie integrierte VPN-Server-Funktionen für OpenVPN oder WireGuard. Auch bei der Feinabstimmung des WLANs bieten manche Konkurrenzprodukte mehr Möglichkeiten.

Kommunikation - Wi-Fi 7 ohne 6 GHz

Der Huawei WiFi Mesh X3 Pro unterstützt den aktuellen WLAN-Standard Wi-Fi 7, allerdings nur auf den Frequenzbändern 2,4 und 5 GHz. Auf 2,4 GHz sind theoretisch bis zu 688 Mbit/s möglich, während das 5-GHz-Band bis zu 2.882 Mbit/s erreicht. Zusammengenommen ergibt sich die beworbene Datenrate von 3.570 Mbit/s. Diese Angabe bezeichnet allerdings die theoretische kombinierte Bruttodatenrate der Funkbänder und nicht die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit einer einzelnen Datenübertragung. In unserem Test erreicht das Huawei-System in unmittelbarer Nähe des Routers rund 2 GBit/s.

Zu den unterstützten Wi-Fi-7-Techniken gehören Multi-Link Operation (MLO) und 4096-QAM. Mit MLO können kompatible Endgeräte mehrere Frequenzbänder gleichzeitig nutzen, um die Übertragung zu optimieren. Die höhere Modulationsstufe 4096-QAM ermöglicht unter günstigen Empfangsbedingungen eine effizientere Datenübertragung.

Auf das 6-GHz-Band und die damit möglichen 320-MHz-Kanäle verzichtet Huawei hingegen. Das schränkt das Geschwindigkeitspotenzial gegenüber teureren Tri-Band-Routern ein.

Mesh-Funktion - Mehr Reichweite mit einem zusätzlichen Satelliten

Das Huawei WiFi Mesh+ System soll die WLAN-Abdeckung auf größere Wohnungen und Häuser ausweiten. Endgeräte können dabei automatisch zwischen Hauptrouter und Satellit wechseln, wenn sich der Nutzer durch die Wohnung bewegt. Huawei bewirbt Roaming-Verzögerungen von unter 50 Millisekunden. In der Praxis hängt ein reibungsloser Wechsel allerdings auch vom verwendeten Endgerät und der Signalqualität ab.

Für das Suite-System nennt der Hersteller eine Abdeckung von über 120 m². In der Einrichtungsanleitung empfiehlt Huawei, den Satelliten möglichst nicht weiter als zehn Meter vom Hauptrouter entfernt aufzustellen. Da das System nur über zwei Funkbänder verfügt, muss sich die drahtlose Verbindung zwischen Router und Satellit die verfügbare Funkkapazität mit den Endgeräten teilen. Ein dediziertes Backhaul-Band fehlt. Alternativ können die Geräte über Ethernet miteinander verbunden werden, was insbesondere bei größeren Entfernungen sinnvoll ist.

Emissionen - Kühler und leiser Betrieb

Huawei integriert ein aktives Kühlsystem, das unter der Bezeichnung „Shark Fin“ vermarktet wird. Ein Lüfter und eine spezielle Luftführung sollen die Abwärme aus dem Gehäuse transportieren und auch bei längerer Auslastung eine stabile Leistung ermöglichen. In unserem Test erwärmt sich der Router während des Betriebs zwar spürbar, die gemessene Oberflächentemperatur bleibt jedoch unter 30 °C. Damit bewegt sich die Wärmeentwicklung in einem unkritischen Bereich.

Noch erfreulicher ist die Geräuschentwicklung. Im normalen Betrieb ist der Lüfter für uns nicht hörbar. Selbst wenn wir das Ohr unmittelbar an das Gehäuse halten, lassen sich keine Lüftergeräusche wahrnehmen. Eine Aussage über das Lüfterverhalten unter anhaltender Volllast ist damit zwar noch nicht möglich, im gewöhnlichen Alltagsbetrieb stört die aktive Kühlung jedoch nicht.

Auch beim Energiebedarf präsentiert sich der Huawei-Router erfreulich sparsam. Im Leerlauf mit aktivierter Beleuchtung messen wir zwischen 3,40 und 6,46 Watt. 

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

So testet Notebookcheck

Pro Jahr werden von Notebookcheck hunderte Laptops und Smartphones unabhängig in von uns standardisierten technischen Verfahren getestet, um eine Vergleichbarkeit aller Testergebnisse zu gewährleisten. Seit rund 20 Jahren entwickeln wir diese Testmethoden kontinuierlich weiter und setzen damit Branchenstandards. In unseren Testlaboren kommt ausschließlich hochwertiges Messequipment in die Hände erfahrener Techniker und Redakteure. Die Tests unterliegen einer mehrstufigen Kontrolle. Unsere komplexe Gesamtbewertung basiert auf hunderten fundierten Messergebnissen und Benchmarks, womit Ihnen Objektivität garantiert ist. Weitere Informationen zu unseren Testmethoden gibt es hier.

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Autor: Daniel Schmidt, 12.10.2026 (Update: 12.10.2026)