Mit Universal Flash Storage (UFS) standardisiert der Industrieverband JEDEC schon seit dem Jahr 2011 Flash-Speicher für Geräte wie Smartphones und Tablets, die nicht auf PCIe zurückgreifen können, um SSDs anzubinden. UFS 4.0 wurde im Jahr 2022 verabschiedet, und konnte eine Übertragungsgeschwindigkeit von 2.900 MB/s auf einem Übertragungsstrang, oder 5.800 MB/s auf zwei Lanes erreichen. Nun ist UFS 5.0 beinahe final, und verspricht abermals eine annähernd verdoppelte Geschwindigkeit.
Konkret spricht die JEDEC von einer maximalen Geschwindigkeit von 10.800 MB/s. Zum Vergleich: Schnelle PCIe 5.0 SSDs wie die Samsung 9100 Pro (ca. 150 Euro auf Amazon) kommen auf rund 14.700 MB/s. Smartphones hinken den schnellsten Laptops damit zwar weiterhin hinterher, der Abstand schrumpft aber beträchtlich. Laut der Angaben der JEDEC wäre der schnellere Speicher erforderlich, um die stetig wachsenden Bedürfnisse von AI-Anwendungen zu befriedigen.
UFS 5.0 soll durch eine Signal-Integritäts-Verbesserung auch zuverlässiger arbeiten, und durch eine separate Stromversorgung von Signaleinheit und Speichersubsystem einfacher in Systeme zu integrieren sein. Inline-Hashing verbessert die Sicherheit. Wie üblich dürfte es mehrere Jahre dauern, bis der neue UFS-Standard im Massenmarkt ankommt, und auch dann ist UFS 5.0 noch längst keine Garantie für eine hohe Speicher-Geschwindigkeit. So setzt das Google Pixel 10 Pro ab 256 GB Speicher beispielsweise auf UFS 4.0, in unserem ausführlichen Test konnte das Smartphone aber nur vergleichsweise lahme Datenraten bis 1.492 MB/s erreichen, während Konkurrenten in der Regel weit mehr als doppelt so schnell sind.















