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Snapdragon 6 Gen 5 und 4 Gen 5 vorgestellt – weniger RAM-Tempo, dafür Wi-Fi 7, 4K-Video und bis zu 77 % mehr GPU-Leistung

Günstige Android-Smartphones werden immer besser... und schlechter.
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Günstige Android-Smartphones werden immer besser... und schlechter.
Qualcomm hat den Snapdragon 6 Gen 5 und den Snapdragon 4 Gen 5 vorgestellt – neue 4-nm-Chipsätze für Smartphones der Einstiegs- und Mittelklasse. Der Snapdragon 6 Gen 5 bringt Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 mit, setzt überraschenderweise aber nur noch auf USB 2.0. Der Snapdragon 4 Gen 5 wiederum liefert 77 Prozent mehr GPU-Leistung und 4K-Videoaufnahmen für das Einstiegssegment, verliert dafür jedoch die Unterstützung für LPDDR5.

Qualcomm hat sein Mittelklasse- und Einstiegsportfolio offiziell um den Snapdragon 6 Gen 5 (Nachfolger des 6 Gen 4) und den Snapdragon 4 Gen 5 (Nachfolger des 4 Gen 2) erweitert – zwei Chips, die schon sehr bald in günstigen Android-Smartphones auftauchen dürften.

Beide Chipsätze werden in TSMCs vergleichsweise effizientem 4-nm-Prozess gefertigt und sollen bessere Temperaturen sowie eine längere Akkulaufzeit als ihre Vorgänger ermöglichen. Auch wenn der Name „Gen 5“ nach einem Upgrade klingt, zeigt ein genauerer Blick auf das Datenblatt eine überraschende „Geben und Nehmen“-Strategie: Leistungszuwächse werden durch den Wegfall bestimmter Premium-Funktionen ausgeglichen, die in der Gen-4-Serie noch zu finden waren.

Der Snapdragon 6 Gen 5 ist der erste Chip in der Budgetklasse, der Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 unterstützt.

Snapdragon 6 Gen 5: Weniger Ruckler für günstige Android-Smartphones, aber deutliche Einschnitte bei der Konnektivität gegenüber dem 6 Gen 4

Der Snapdragon 6 Gen 5 wird als neuer Performance-Spitzenreiter der 6er-Serie positioniert. Dank „Snapdragon Smooth Motion UI“ verspricht Qualcomm im Vergleich zum Snapdragon 6 Gen 4 um 20 Prozent schnellere App-Starts und 18 Prozent weniger Ruckler. Für Gamer und Power-User behält der Chip die Unterstützung für LPDDR5-RAM mit effektiv 3.200 MHz sowie UFS-3.1-Speicher bei.

Nun zum kontroversen Teil: Der Snapdragon 6 Gen 5 ist der erste Chip der Budget-Klasse mit Unterstützung für Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0. Allerdings hat Qualcomm die Unterstützung für mmWave 5G und das L2-GPS-Band gestrichen. Zudem wurde die USB-Schnittstelle auf USB 2.0 zurückgestuft – ein deutlicher Rückschritt gegenüber USB 3.2 Gen 1 beim Vorgänger. 

Kamera-Enthusiasten dürften das (große) Upgrade auf 4K-Videoaufnahmen zu schätzen wissen.

Snapdragon 4 Gen 5: Massive GPU-Zuwächse und großes Upgrade auf 4K-Video, aber langsamerer RAM

In puncto Leistungszuwachs steht der Snapdragon 4 Gen 5 im Rampenlicht. Laut Qualcomm macht er mit seiner Adreno-GPU einen massiven Leistungssprung von 77 Prozent, womit er der erste Chip der 4er-Serie ist, der Gaming mit 90 fps ermöglicht. Auch Kamera- und Video-Fans dürften das große Upgrade auf 4K-Videoaufnahmen zu schätzen wissen – statt 1080p wie beim Snapdragon 4 Gen 2.

Doch auch hier gibt es ein „Aber“. Der Kompromiss liegt bei der Speicheranbindung: Während der Snapdragon 4 Gen 2 noch LPDDR5 unterstützte, ist der neue Gen 5 auf LPDDR4X mit effektiv 2.133 MHz beschränkt. Positiv ist hingegen die neue Unterstützung für Dual SIM Dual Active (DSDA) 5G, wodurch gleichzeitige Hochgeschwindigkeitsverbindungen in zwei Netzen möglich sind.

Warum verschlechtert Qualcomm die Spezifikationen von Budget-SoCs und ist das wichtig?

Upgrade-Downgrade-Balance: Warum Qualcomm Budget-SoCs abspeckt – und spielt das eine Rolle?

Warum die Downgrades? Nun, Qualcomm scheint zu versuchen, einen Kompromiss zwischen „Premium“-Flaggschiff-Funktionen und Kosteneffizienz zu finden.

Durch das Streichen seltener genutzter Hardware – etwa mmWave und Highspeed-USB-Controller – zugunsten massiver GPU-Zuwächse, KI-Kamera-Verbesserungen und moderner Konnektivitätsstandards wie Wi-Fi 7 könnten günstige Smartphones für die breite Masse attraktiver werden. Das ist allerdings nur eine Vermutung.

So oder so dürften die ersten günstigen Android-Smartphones mit diesen Chips von Marken wie Honor, Oppo, Realme und Redmi im Sommer 2026 auf den Markt kommen.

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Autor: Martin Filipov,  7.05.2026 (Update:  7.05.2026)