Sony stoppt Bloodborne-Remake-Fanprojekt noch vor umstrittener Bluepoint-Schließung

Die Chancen auf ein Remake oder Remaster von Bloodborne gelten als gering, nachdem Sony offenbar bei Bluepoint Games den Rotstift angesetzt hat. Das Studio hatte 2020 mit Demon's Souls ein von Kritikern gefeiertes Remake abgeliefert und galt daher als aussichtsreichster Kandidat für eine Modernisierung des düsteren Action-Rollenspiels. Für zusätzliche Frustration unter Fans sorgte die Meldung, dass Sony zuvor ein von Fans entwickeltes Bloodborne-Remake gestoppt hat.
Einzigartige Interpretation des Bloodborne-Gameplays
Nach den Neuigkeiten rund um Bluepoint Games informierte Entwickler Maxime Foulquier seine Follower über den Stand seines Tributprojekts zum PS4-Titel Bloodborne. Im November 2024 stellte er Bloodborne: Top Down Arena vor – eine von Diablo inspirierte Interpretation des Franchise. Im März 2025 erhielt er jedoch ein Schreiben von Sony, in dem auf mögliche Markenrechtsverletzungen hingewiesen wurde.
Maxime Foulquier entschied sich daraufhin, die Arbeiten an dem Titel einzustellen und die erstellten Assets für ein neues Projekt zu verwenden. Wie ein GameSpot-Artikel aus dem Jahr 2024 berichtet, hatte er bereits zuvor die Entwicklung eines weiteren Bloodborne-Remakes gestoppt. Der Entwickler ging davon aus, dass Bloodborne: Top Down Arena weniger wahrscheinlich von einer Unterlassungsaufforderung betroffen sein würde – eine Annahme, die sich nicht bestätigte.
Als der Gaming-Konzern Sony Kontakt mit Maxime Foulquier aufnahm, schöpfte dieser Hoffnung auf ein offizielles PS5- oder PS6-Projekt rund um Bloodborne. Durch die jüngsten Entwicklungen bei Bluepoint Games erscheinen diese Aussichten jedoch deutlich unwahrscheinlicher. Der Entwickler hatte zunächst beschlossen, zu dem Vorgang zu schweigen, veröffentlichte das Schreiben nun aber doch – nach eigenen Angaben verärgert über die jüngste Ankündigung.
Die Bemühungen um ein Remaster von Bloodborne gehen weiter
Verzweifelte Fans fordern seit Jahren eine Neuauflage, die die 30-fps-Beschränkung der PS4-Version von Bloodborne aufhebt. Gleichzeitig fehlt weiterhin eine offizielle PC-Portierung, weshalb Desktop- und Laptop-Spieler nach Alternativen suchen. Fanprojekte stellen zwar eine Möglichkeit dar, doch ihnen fehlen die finanziellen und technischen Ressourcen, über die Sony beziehungsweise PlayStation verfügen.
Für ein möglichst authentisches Erlebnis bietet der shadPS4-Emulator die Möglichkeit, Bloodborne mit verbesserten Grafikeinstellungen darzustellen. So sind Kämpfe mit 60 Bildern pro Sekunde oder mehr bei hohen Auflösungen möglich. Allerdings erfordert die Einrichtung Zeit und das Programm setzt einen leistungsfähigen PC voraus.
Fans befürchten, dass Sonys stärkere Ausrichtung auf Live-Service-Spiele weitere Singleplayer-Titel ins Abseits drängen könnte. Zwar bestünde theoretisch die Möglichkeit, ein anderes Studio mit einem Remake von Bloodborne zu beauftragen, aktuell ist jedoch kaum damit zu rechnen, dass Serien-Schöpfer Hidetaka Miyazaki selbst involviert wäre. Immerhin ist er stark in Projekte bei FromSoftware eingebunden.












