DDR5 wird günstiger: RAM-Preise fallen in Deutschland – und teils auch in den USA

Wie bereits festgestellt, gibt es offenbar noch Märkte, in denen bei der Preisgestaltung für Gaming-Hardware ein gewisses Maß an Zurückhaltung herrscht. Das anhaltende DRAM-Preischaos hat viele Hersteller zwar zweifellos dazu gezwungen, ihre Preislisten anzupassen – doch mit welcher Geschwindigkeit die Kosten für Consumer-Hardware in den vergangenen Quartalen nach oben geschnellt sind, ist weiterhin bemerkenswert.
So sind die Preise der Gaming-Grafikkarten AMD Radeon RX 9070 XT und AMD Radeon RX 9060 XT in Japan nach teils drastischen Anstiegen inzwischen wieder gefallen. Seit ihren Spitzenwerten im Januar haben sie infolge der nachlassenden Nachfrage um bis zu 20 Prozent nachgegeben. Offenbar gibt es klare Grenzen dafür, wie weit sich Preiserhöhungen durchsetzen lassen – und diese Schwelle scheint für Spieler in Japan schneller erreicht gewesen zu sein als je zuvor.
Leichte Entspannung für DDR5-Käufer in Europa
Ähnlich scheint auch in Deutschland die Geduld der Verbraucher angesichts überzogener Speicherpreise an ihre Grenzen zu stoßen. Angestoßen durch Recherchen von Tom’s Hardware haben wir eigene Auswertungen vorgenommen – mit einem vergleichbaren Befund: Die Preise für DDR5-Speicherkits sind seit ihren Spitzenwerten im Januar merklich zurückgegangen.




Wie der zuverlässige Amazon-DE-Preis-Tracker Camelcamelcamel zeigt, sind die Preise für DDR5-Speicherkits von bekannten Herstellern wie Patriot, Crucial, Kingston und Corsair im Vergleich zu ihren Höchstständen im Januar deutlich gefallen – liegen allerdings weiterhin klar über dem Niveau des vergangenen Jahres.
Angesichts der aktuellen Marktlage dürfte selbst ein moderater Preisrückgang vielen Gamern bereits etwas Luft verschaffen. So listet Amazon das 32-GB-DDR5-6400-Kit von Crucial in den USA derzeit für rund 360 US-Dollar. Interessant ist zudem, dass sich die Preise dort im Vergleich zu den Allzeithochs im Dezember 2025 ebenfalls spürbar stabilisiert haben.
Da die meisten Brancheninsider davon ausgehen, dass die anhaltende DRAM-Lieferknappheit bis zum Ende des Jahrzehnts bestehen bleibt – und sich womöglich sogar weiter verschärft –, erscheint es jedoch wenig realistisch, mit mehr als vereinzelten, moderaten Preisrückgängen zu rechnen.
Ob sich die Lage in den kommenden Monaten spürbar verbessert, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Für Spieler, die auf den richtigen Zeitpunkt für den Bau eines neuen PCs warten, bleiben die Aussichten auf absehbare Zeit alles andere als rosig.
Quelle(n)
Camelcamelcamel, entdeckt von Tom's Hardware










