Phil Spencer plante offenbar neue Xbox-Konsole, schwache Verkaufszahlen sollen Rückzug beschleunigt haben

Im Zuge umfassender Umstrukturierungen bei Xbox tritt Microsoft-Gaming-CEO Phil Spencer mit sofortiger Wirkung zurück. In einem öffentlichen Memo erklärte er, dass er bereits im Herbst 2025 begonnen habe, über einen Ruhestand nachzudenken. Laut dem Insider TheGhostOfHope war ursprünglich jedoch geplant, den Schritt erst nach der Veröffentlichung der nächsten Xbox-Konsole zu vollziehen. Sinkende Verkaufszahlen bei Hardware und Spielen könnten diese Pläne beschleunigt haben.
Insider ist vom Rücktritt nicht überrascht
TheGhostOfHope ist vor allem für zutreffende Leaks rund um Call of Duty bekannt. Bereits im Juli 2025 behauptete er, Phil Spencer werde Microsoft nach dem Debüt einer neuen Konsole verlassen, welches aber frühestens für 2027 erwartet werde. Xbox-Kommunikationschefin Kari Perez wies das Gerücht damals zurück und erklärte: „Phil wird in absehbarer Zeit nicht in den Ruhestand gehen.“
Inzwischen wirkt der Bericht deutlich glaubwürdiger, auch wenn sich offenbar der Zeitplan für Spencers Abschied verändert hat. In einem Social-Media-Update verweist der Leaker auf das „schwache Abschneiden im vergangenen Jahr“ von Microsoft Gaming als möglichen Auslöser für den beschleunigten Führungswechsel.
Noch bevor Gerüchte über Spencers Ruhestand aufkamen, stand er wegen Studioschließungen und dem Abbau von Arbeitsplätzen bei Microsoft in der Kritik. Seitdem haben sich die Verkäufe der Xbox-Konsolen weiter verlangsamt, da das Unternehmen verstärkt auf plattformübergreifende Veröffentlichungen setzt. Noch besorgniserregender ist womöglich, dass auch die Umsätze mit Inhalten und Services rückläufig sind. Diese Schwierigkeiten führten im jüngsten Quartalsfinanzbericht zu einem Rückgang der Gaming-Umsätze um 9 Prozent.
Phil Spencer hatte mit nachlassenden Verkäufen zu kämpfen
TheGhostOfHope weist darauf hin, das Microsofts „Cash Cow“ Call of Duty, zuletzt enttäuschte. Black Ops 7 startete mit historisch niedrigen Spielerzahlen auf Steam und lag deutlich hinter Shootern wie Battlefield 6 und Apex Legends. Diese Zahlen veranlassten Activision dazu, den jährlichen Veröffentlichungsrhythmus der Reihe anzupassen.
Kritiker beklagen zudem die Abkehr von Exklusivtiteln, wodurch die Hardware an Attraktivität verloren habe. Das nächste System, das gemeinsam mit AMD entwickelt wird, dürfte stark auf Windows und PC-kompatible Titel setzen. Dennoch versicherte Spencer den Spielern, dass die neue Xbox-Konsole eine „First-Party“-Plattform bleiben werde.
Während seiner Amtszeit verantwortete Spencer die Einführung der Xbox One S sowie der Xbox Series X|S. Diese Phase ist nun beendet, wobei Asha Sharma seine Position übernimmt. Die ehemalige Präsidentin des Core-AI-Produktbereichs verspricht ein „erneuertes Bekenntnis zur Xbox, beginnend mit der Konsole“. Wenig überraschend bleiben viele Fans gegenüber der Strategie des Unternehmens skeptisch.
















