Für Microsoft und seine Gaming-Sparte Xbox war das Jahr 2025 eine überaus schwierige Zeit – insbesondere in Großbritannien. Dort sind die Konsolenverkäufe im Vergleich zu 2024 Berichten zufolge um 39 % zurückgegangen. Christopher Dring von The Game Business hat die Verkaufszahlen der Xbox-Hardware analysiert.
Der Rückgang der Konsolenverkäufe um 39 % im Vergleich zum Vorjahr ist erschütternd und markiert das schlechteste Jahr in der Verkaufsgeschichte von Xbox. Dieser Einbruch ist deutlich spürbarer als bei Sonys PlayStation 5, die in Großbritannien lediglich einen Rückgang von etwa 12 % verzeichnete. Dies verdeutlicht: Während die gesamte Gaming-Branche mit Gegenwind zu kämpfen hat, scheint Xbox die Hauptlast zu tragen.
Doch damit nicht genug. In den USA sieht die Lage für Microsofts Gaming-Sparte sogar noch schlechter aus. Daten von Circana zeigen, dass die Xbox-Konsolenverkäufe im November 2025 im Jahresvergleich um 70 % eingebrochen sind. Viele Branchenexperten bezeichnen diesen November als den schlechtesten seit 1995. Auch PlayStation musste einen starken Rückgang von 40 % hinnehmen, doch der Einbruch bei Xbox ist weitaus drastischer.
Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass Xbox im Jahr 2025 eine massive Erschütterung erlebt hat. Das Unternehmen entließ Tausende Mitarbeiter in der gesamten Gaming-Sparte und strich bereits mit Spannung erwartete Projekte. Trotzdem gibt Microsoft nicht auf: Das Unternehmen verlagert seinen Fokus auf den Abonnementdienst Xbox Game Pass und bringt seine First-Party-Titel auf mehr Plattformen.
Diesen Schritt ahmt sogar Sony nach, indem das Unternehmen seine hauseigenen Projekte nach und nach für Xbox und den PC veröffentlicht. Dabei rückt die Xbox Cloud zunehmend in den Mittelpunkt, um AAA-Gaming auf Smartphones, PCs, leistungsschwachen Notebooks und sogar in Autos mit unterstützten Betriebssystemen verfügbar zu machen. Da die Gewinnspannen bei Hardwareverkäufen schon seit Längerem sehr gering sind, ist dieser Schritt durchaus logisch.
Für Gamer, die vollständig in das Xbox-Ökosystem eingetaucht sind, ist dies jedoch schwer zu akzeptieren. Dennoch scheint Microsoft von den jüngsten Entwicklungen unbeeindruckt zu sein. Matt Booty, President of Game and Content Studios, kündigte kürzlich an, dass Xbox im nächsten Monat einen Developer-Direct-Stream veranstalten wird. Er sagt: „Wir haben mehr Material in der Pipeline, als wir in einer einzigen Show unterbringen können.“
Trotz der Krise hat Xbox noch einige Hochkaräter im Portfolio. So warten Fans beispielsweise sehnsüchtig auf Forza Horizon 6, das dieses Mal in Japan angesiedelt ist. Nach einem enttäuschenden Jahr 2025 wird es jedoch mehr als nur Versprechen und Statements brauchen, damit Xbox in einem von Sonys PS5 und Nintendos Switch 2 dominierten Markt wieder Fuß fassen kann.












