Notebookcheck Logo

Verdreifachte DRAM-Kosten sollen zu geringerer Smartphone-Produktion führen

Smartphones könnten im Jahr 2026 durch die DRAM-Krise teurer werden.
ⓘ Shiwa ID
Smartphones könnten im Jahr 2026 durch die DRAM-Krise teurer werden.
Der Smartphone-Markt soll im Jahr 2026 stark unter der DRAM-Krise leiden. Der neueste Bericht von TrendForce geht davon aus, dass die Produktion um bis zu 15 Prozent reduziert werden könnte, nachdem die Speicher-Kosten im Vergleich zum Vorjahr schon auf das Dreifache gestiegen sind.

Die DRAM-Krise führt nicht nur dazu, dass Arbeitsspeicher, SSDs und Festplatten teurer werden, auch die Einkaufspreise von DRAM und NAND für Laptop- und Smartphone-Hersteller steigen, was in vielen Fällen zwangsläufig zu teureren Endgeräten führt. Laut des jüngsten Berichts von TrendForce sind die Kosten für eine typische Smartphone-Speicher-Konfiguration mit 8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Flash-Speicher im Vergleich zum ersten Quartal 2025 bereits um 200 Prozent gestiegen.

Während der Speicher im Vorjahr nur für 10 bis 15 Prozent der Produktionskosten eines durchschnittlichen Smartphones verantwortlich war, sollen mittlerweile bereits 30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten nur auf RAM und Flash-Speicher entfallen. Im Laufe des Jahres 2026 werden weitere Preissteigerungen erwartet, da sich die DRAM-Krise durch den wachsenden Bedarf von AI-Giganten weiter zuspitzen soll. Für viele Hersteller soll es unvermeidlich sein, die Preise von Smartphones für Endverbraucher zu erhöhen. Das gilt insbesondere für günstigere Mittelklasse-Smartphones, die kleinere Gewinnspannen als Flaggschiff-Modelle haben.

Die Analysten von TrendForce gehen davon aus, dass die weltweite Smartphone-Produktion im Jahr 2026 um 10 Prozent auf 1,135 Milliarden Einheiten einbrechen wird, je nach Entwicklung der Speicherpreise soll aber auch ein Produktions-Rückgang von über 15 Prozent möglich sein. Betroffen sollen vor allem Smartphone-Hersteller aus China sein, da Apple durch den vergleichsweise hohen Preis des iPhone 17 (ca. 899 Euro auf Amazon) mehr Spielraum zum Absorbieren der höheren Produktionskosten hat, und Samsung selbst Speicher herstellt, und die Krise daher besser bewältigen können soll.

Teilen Sie diesen Artikel, um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
Mail Logo
static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-02 > Verdreifachte DRAM-Kosten sollen zu geringerer Smartphone-Produktion führen
Autor: Hannes Brecher, 11.02.2026 (Update: 11.02.2026)