Selbst günstige 32 GB DDR5-RAM-Kits kosten derzeit schon rund 220 Euro, etwa dreimal so viel wie noch vor drei Monaten. Durch die hohen DRAM-Kosten sollen im Jahr 2026 auch Laptops mindestens 20 Prozent teurer werden. Für diese hohen DRAM-Preise sind vor allem KI-Giganten wie OpenAI verantwortlich, die ihre Server-Kapazitäten drastisch erweitern, und dafür einen großen Teil der Produktionskapazitäten von DRAM-Herstellern wie SK Hynix und Samsung beanspruchen.
Laut der neuesten Informationen von Moore's Law is Dead kauft OpenAI 40 Prozent der weltweiten Arbeitsspeicher-Produktion, angeblich aber nicht nur, um den eigenen Bedarf zu decken, sondern vor allem auch, um zu verhindern, dass Konkurrenten Zugriff auf größere Arbeitsspeicher-Mengen haben. Laut der Quellen von Moore's Law is Dead begnügt sich OpenAI aber nicht mehr damit, nur so viel DRAM wie möglich direkt bei den größten Herstellern zu kaufen. Stattdessen soll der KI-Gigant Mitarbeiter sogar in Geschäfte schicken, um die gesamten Lagerbestände an DDR5-Arbeitsspeicher aufzukaufen.
OpenAI soll nicht nur für Server geeigneten ECC-Arbeitsspeicher kaufen, sondern auch Arbeitsspeicher-Kits, die eigentlich für Gaming-PCs vorgesehen sind, und zwar unter anderem bei den US-Händlern Best Buy und Microcenter. Wie viel Arbeitsspeicher OpenAI auf diesem Weg erworben hat, ist nicht bekannt, in jedem Fall dürfte diese Aktion weiter zur DRAM-Preisexplosion beigetragen haben.
Wie Fortune berichtet, finanziert OpenAI diese Server-Expansion ausschließlich durch Investoren, denn der Konzern soll voraussichtlich erst ab dem Jahr 2030 Profite erwirtschaften, vorausgesetzt, die Nutzer-Basis wächst bis dahin von 10 Prozent auf 44 Prozent der Weltbevölkerung. Um dieses Wachstum zu ermöglichen, benötigt der Konzern voraussichtlich zusätzliche Investments im Wert von 207 Milliarden US-Dollar.














