Teurer Grafikspeicher könnte günstigeren Grafikkarten zum Verhängnis werden, ob der Intel Arc B580 (ca. 258 Euro auf Amazon) mit 12 GB Grafikspeicher zum relativ erschwinglichen Preis, oder auch der Radeon RX 9060 XT und der Nvidia GeForce RTX 5060 Ti, die beide mit 16 GB VRAM angeboten werden. Laut eines neuen Berichts vom koreanischen Magazin Hankyung sind DRAM-Preise im Einkauf alleine im vergangenen Monat um 137 Prozent gestiegen.
Derzeit wird erwartet, dass die Preise im Jahr 2026 weiter steigen werden. Das liegt vor allem daran, dass die DRAM-Nachfrage durch AI-Unternehmen wie OpenAI weiter steigt, während DRAM-Hersteller wie Samsung, Micron und SK Hynix ihre Produktions-Kapazitäten kurzfristig nicht drastisch erweitern können. Diese Entwicklung dürfte zu steigenden Preisen für Smartphones, Tablets und Laptops führen. Besonders dramatisch sind die Auswirkungen der steigenden DRAM-Preise aber für Grafikkarten, da der Grafikspeicher für einen verhältnismäßig großen Teil der gesamten Produktionskosten verantwortlich ist.
Nvidia soll aus diesem Grund bereits die gesamte GeForce RTX 5000 Super Serie eingestampft haben, da die Grafikkarten mit dem 50 Prozent größeren Grafikspeicher schlicht zu teuer geworden wären. TrendForce geht davon aus, dass AMD, Nvidia und Intel den Anteil an günstigeren Mittelklasse- und Einsteiger-Grafikkarten im Produktions-Volumen reduzieren und die Preise dieser Produkte erhöhen werden, da diese durch die steigenden Speicherkosten ansonsten nicht mehr rentabel wären. Der KI-Boom wirkt sich damit direkt auf den Gaming-Markt aus, der sich im nächsten Jahr mehr denn je auf hochpreisige Produkte konzentrieren soll.
















