Die Entwicklung der Arbeitsspeicher-Preise über die vergangenen Monate ist besorgniserregend, selbst ein günstiges 32 GB RAM-Kit kostet derzeit schon über 240 Euro, etwa dreimal so viel wie noch vor drei Monaten. Laut DRAM-Gigant TeamGroup werden die DRAM-Preise im Jahr 2026 weiter steigen, eine Entspannung ist frühestens 2027 in Sicht, wenn die Produktionskapazitäten ausreichend erweitert wurden, um die hohe Nachfrage von AI-Giganten wie OpenAI zu befriedigen.
ZDNet Korea berichtet nun, dass PC-Hersteller Produkte im nächsten Jahr "mindestens" 20 Prozent teurer als ihre direkten Vorgängermodelle anbieten müssen. Das soll zwar hauptsächlich an den sehr hohen DRAM-Kosten liegen, aber auch die Preise für SSDs, Prozessoren und Akkus sind gestiegen, also für einige der Schlüsselkomponenten, auf die kein Laptop verzichten kann. Laut einer Quelle aus der Versorgungskette großer PC-Hersteller wäre die einzige Lösung für dieses Problem, das Produktionsvolumen zu erhöhen, um die steigende Nachfrage zu decken, allerdings dauert es, neue Fabriken und Produktionslinien zu errichten.
Die Situation wird zusätzlich dadurch verschärft, dass Speicherhersteller Produkte mit höheren Profitmargen priorisieren, vor allem also HBM für eben jene Chips, die für die Server von OpenAI und Co. bestimmt sind. Die Produktionskapazitäten vom für Endverbraucher wichtigen DDR5-RAM wurden zu HBM verlagert, und reichen daher nicht mehr, um die Nachfrage zu decken. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei SSDs – Laptop-Hersteller sollen derzeit nur begrenzte Mengen bestellen können, die schlicht nicht ausreichen, um die erwartete Laptop-Nachfrage decken zu können.















