Wie TrendForce berichtet, zeichnet sich das Jahr 2026 als Jahr mit Preisanstiegen für Computer ab - erst kürzlich haben wir zu diesem Thema berichtet, allerdings aus einer anderen Perspektive. Das Analyseunternehmen berichtet, dass Dell plant, die PC-Preise um 15 bis 20 Prozent anzuheben, und dass Lenovo diesem Beispiel folgen wird.
Im Jahresvergleich steigen die DRAM-Preise um bis zu 70 Prozent
Die Branche kämpft mit steigenden Kosten für DDR5-Arbeitsspeicher, wobei ein Anstieg von bis zu 70 Prozent erwartet wird. Bestimmte DRAM-Komponenten sind sogar um 170 Prozent teurer geworden. Dies ist auf eine höhere Nachfrage und Druck auf die Lieferkette zurückzuführen.
Unternehmen wie Micron verlagern mehr Ressourcen auf KI-Produkte, die höhere Margen versprechen. Jeff Clarke, der COO von Dell, kommentierte: „So schnell sind die Kosten für Speicherchips noch nie gestiegen.” Lenovo hat seinen Kunden dem Bericht zufolge nahegelegt, Bestellungen so schnell wie möglich festzuschreiben, da alle aktuellen Angebote am Neujahrstag auslaufen.
Das chinesische Unternehmen ist damit nicht allein, denn auch große Rivalen wie HP, Samsung und LG überprüfen die Preise ihrer Produktpaletten für das Jahr 2026. Am stärksten betroffen sind KI-PCs und Tablets, bei denen die Speicherpreise etwa 18 Prozent der gesamten Materialkosten ausmachen können.
Die Industrie bereitet sich auf Preiserhöhungen und schlechtere Ausstattung vor
TrendForce hat seine Notebook-Prognose für 2026 aufgrund steigender Produktionskosten revidiert. Das Unternehmen senkte seine Erwartung von einem jährlichen Wachstum von 1,7 Prozent auf einen Rückgang von 2,4 Prozent, da es davon ausgeht, dass die Nachfrage aufgrund höherer Materialkosten und begrenzter Verfügbarkeit schwächer wird. PC-Hersteller könnten auch versuchen, Laptops und Tablets mit schwächeren Spezifikationen auf den Markt zu bringen, um „angemessene” Preise beizubehalten.













