Das Realme 16 Pro+ (circa 450 Euro bei amazon.de) wirbt mit schnellen UFS-3.1-Speicherchips, doch die Laborergebnisse zeigen ein differenziertes Bild.
Während die sequenziellen Lesewerte solide wirken, fallen die Schreibgeschwindigkeiten im direkten Vergleich zu Top-Konkurrenten deutlich ab. Diese Diskrepanz beeinflusst die Alltagstauglichkeit bei großen Dateiübertragungen spürbar.
Speicherleistung im Detail
Die synthetischen Benchmarks offenbaren eine interessante Spannbreite bei den Geschwindigkeitswerten des Geräts: Beim sequenziellen Lesen von 256 KB Blöcken erreicht das Smartphone einen Wert von 1.997 MB/s. Dieser Wert liegt nur knapp unter dem Durchschnitt der getesteten Klasse und ist mit anderen Modellen in dieser Preisklasse vergleichbar.
Allerdings zeigt sich beim Schreiben ein anderes Bild. Die sequenzielle Schreibgeschwindigkeit von 1.729 MB/s ist zwar für den täglichen Gebrauch ausreichend, bleibt aber hinter den Erwartungen zurück, wenn man die technischen Möglichkeiten moderner UFS-Speicher betrachtet. Im Vergleich zum Xiaomi Poco X8 Pro, das mit 3.565 MB/s beim Schreiben fast doppelt so schnell ist, wirkt das Realme 16 Pro+ hier deutlich gebremst.
Alltagstauglichkeit prüfen
Für den normalen Nutzer, der hauptsächlich soziale Medien nutzt und Fotos macht, sind diese Unterschiede oft kaum wahrnehmbar. Ein typisches Szenario wäre das Öffnen von Apps oder das Scrollen durch lange Bildergalerien. In diesen Fällen sorgt der Random Read-Wert von 299 MB/s für eine flüssige Erfahrung, da er nahe am Klassendurchschnitt liegt.
Doch sobald der Nutzer beginnt, große Videodateien auf den internen Speicher zu übertragen oder komplexe Spiele zu installieren, wird die Schwäche beim Schreiben sichtbar. Ein Fotograf, der täglich hunderte RAW-Bilder von einer Kamera auf das Handy lädt, wird feststellen, dass dieser Prozess länger dauert als bei leistungsstärkeren Konkurrenzgeräten. Die Ladezeiten für große Updates können sich ebenfalls spürbar in die Länge ziehen.
Technische Grenzen erkennen
Die Analyse der Zufallszugriffe (Random Read/Write 4KB) gibt Aufschluss über die Effizienz des Speichersystems bei vielen kleinen Dateien. Mit 299 MB/s beim Lesen und 402 MB/s beim Schreiben bewegt sich das Gerät im oberen Mittelfeld, bleibt aber hinter Spitzenreitern wie dem Nothing Phone (4a) Pro zurück, das beim Schreiben mit 547 MB/s deutlich schneller ist.
Diese Differenz ist besonders relevant für Multitasking-Szenarien, bei denen viele Hintergrundprozesse gleichzeitig auf den Speicher zugreifen. Ein Nutzer, der mehrere Apps parallel nutzt und häufig zwischen ihnen wechselt, könnte theoretisch eine geringfügig höhere Reaktionszeit bei der Datenbereitstellung bemerken. Die technischen Messwerte bestätigen, dass der Speicher zwar solide, aber nicht außergewöhnlich ist.
Fazit zur Performance
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Realme 16 Pro+ im Bereich Speicherleistung ein solides, aber kein herausragendes Ergebnis liefert.
Die Lesegeschwindigkeiten sind gut, doch die Schreibgeschwindigkeit fällt im direkten Vergleich zu starken Konkurrenten wie dem Xiaomi Poco X8 Pro deutlich ab.
Für Nutzer, die keine extremen Anforderungen an Dateiübertragungsgeschwindigkeiten stellen, ist das Gerät dennoch eine vernünftige Wahl. Wer jedoch viel mit großen Datenmengen arbeitet, sollte die technischen Limitationen im Hinterkopf behalten.
Mehr zum durchaus schicken Realme 16 Pro+ gibt es in unserem ausführlichen Testbericht.




