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Speicher: Preise für Flash-Produkte sollen weiter sinken

Dank sinkender Preise für Flashspeicher erwartet der Hersteller Kingston Technology, dass der Absatz von Solid State Drives im kommenden Jahr rasant ansteigt. Ein Gigabyte soll künftig weniger als 1 US-Dollar kosten.
Till Schönborn,

Am Speichermarkt ist derzeit eine ungewöhnliche Entwicklung zu beobachten: Während sich die Preise für Festplatten nach der Flut in Thailand in den letzten Wochen fast verdoppelt haben, sinken die Kosten für Flash-Produkte wie SSDs (Solid State Drive) kontinuierlich.

Digitimes konnte nun ein interessantes Interview mit dem Vertriebschef der Flashspeicher-Sparte von Kingston Technology, Nathan Su führen. Der Speicherhersteller erwartet, dass die Preise für NAND-Flash bis zum dritten Quartal 2012 unter die Marke von 1 US-Dollar pro Gigabyte fallen sollen. Mit dem Unterschreiten dieser Schwelle könnte der Anstoß dazu gegeben werden, dass klassische Magnetspeicher in einer Vielzahl von Produkten durch SSDs ersetzt werden.

Kingston konzentriert sich seit Anfang 2011 verstärkt auf den Markt für Flashspeicher. Der Hersteller hat die eigene SSD-Produktpalette vom Einstiegssegment bis hin zu High-End-Produkten ausgebaut, so Nathan Su. Damit möchte man auf den im zweiten Halbjahr 2012 erwarteten Nachfrageanstieg vorbereitet sein.

Trotz sinkender Preise liegen die Kosten für Flashspeicher derzeit noch deutlich über denen gewöhnlicher Festplatten. Für eine Kapazität von 500 Gigabyte, wie sie bereits in Einstiegsnotebooks zu finden ist, müssen derzeit noch weit über 500 Euro gezahlt werden. Bis sich SSDs auch in Mittelklasse- oder Low-Cost-Produkten etablieren, wird somit noch einige Zeit vergehen.

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Autor: Till Schönborn, 28.11.2011 (Update:  9.07.2012)
Till Schönborn
Till Schönborn - Managing Editor Business
Freude am Schreiben und die Faszination für (mobile) Technik brachten mich im Herbst 2011 zu Notebookcheck. Neben unzähligen Notebook-Tests und Newsmeldungen habe ich seitdem eine Reihe technischer Hintergrundartikel zu CPU- und GPU-Architekturen verfasst und betreue zudem unsere Hardware-Datenbank. Seit Anfang 2014 leite ich den Bereich der Premium-Business-Notebooks, fühle mich aber auch im Smartphone- oder Tablet-Segment zu Hause – das gespannte "Kribbeln" beim Testen neuer Hardware ist auch nach vielen Jahren noch nicht verflogen. Die schmale Freizeit zwischen Studium und Job wird zumeist fernab jeglicher Elektronik in der Natur verbracht.