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Studie: Die meisten Cheater gibt es in Call of Duty

Laut einer Studie des Cybersecurity-Unternehmens Surfshark suchen Call of Duty-Spieler am häufigsten nach Cheats.
ⓘ Activision via Steam
Laut einer Studie des Cybersecurity-Unternehmens Surfshark suchen Call of Duty-Spieler am häufigsten nach Cheats.
Eine neue Studie zeigt, welche Gaming-Communities besonders häufig nach unfairen Vorteilen suchen – und wo die fairsten Spieler zu finden sind. An der Spitze des Rankings steht eines der einflussreichsten Shooter-Franchises der letzten Jahre: Call of Duty.

Eine Analyse des Cybersecurity-Unternehmens Surfshark sorgt für Diskussionen in der Gaming-Community. Demnach weisen Call of Duty-Titel unter 15 untersuchten Multiplayer-Spielen das höchste cheatbezogene Suchinteresse auf: Pro 1.000 Spieler entfallen im Schnitt 66 Suchanfragen zu Hacks, Cheats und Aimbots. Hinter Call of Duty folgen Rocket League mit 55 sowie Tom Clancy’s Rainbow Six Siege mit 53 Suchanfragen pro 1.000 Spieler. Die hohe Platzierung von Rocket League sticht besonders hervor, da kompetitive Sportspiele bislang nicht als klassische Problemfälle im Cheat-Bereich gelten. Laut Surfshark kommen hier zunehmend auch KI-gestützte Cheat-Methoden zum Einsatz.

Am unteren Ende des Rankings stehen vor allem MOBA-Titel. League of Legends kommt beispielsweise nur auf 0,3 Suchanfragen pro 1.000 Spieler. Auch Dota 2, Valorant und Counter-Strike 2 liegen deutlich unter dem Durchschnitt. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Action- und Shooter-Titel ein hohes Cheat-Interesse aufweisen, während MOBAs vergleichsweise selten mit entsprechenden Suchanfragen in Verbindung stehen.

Auch der Blick auf verschiedene Anti-Cheat-Technologien ist interessant. Spiele mit sogenannten Kernel-Level-Systemen – tief im Betriebssystem verankert und mit umfassenden Zugriffsrechten ausgestattet – kommen im Schnitt auf rund 20 Suchanfragen pro 1.000 Spieler. Titel mit User-Level-Anti-Cheat, die mit deutlich eingeschränkten Rechten arbeiten, weisen hingegen durchschnittlich 35 Suchanfragen pro 1.000 Spieler auf. Die Studie legt damit nahe, dass technisch effektivere Schutzmaßnahmen das Cheat-Interesse zumindest teilweise dämpfen können.

Surfshark warnt eindringlich vor einer neuen Generation von Cheats, die sich die fortschreitende technische Entwicklung im KI-Bereich zunutze macht. Dabei kommen unter anderem Objekterkennungsmodelle und in manchen Fällen sogar externe Rechner zum Einsatz, um Spielbilder auszuwerten und Mausbewegungen physisch zu emulieren. Diese Methoden gelten als besonders schwer nachweisbar. Neben Fairness-Risiken sieht das Unternehmen jedoch auch eine Gefahr für die Spieler selbst: Wer nach Cheats sucht, läuft Gefahr, sich mit Schadsoftware zu infizieren. 

Quelle(n)

Surfshark

Bildquelle: Activision via Steam

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > Studie: Die meisten Cheater gibt es in Call of Duty
Autor: Marius Müller,  2.03.2026 (Update:  2.03.2026)