Switch 2: Nintendo-Investoren drängen auf Preiserhöhung der Handheld-Konsole

Der Geschäftsbericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr am 8. Mai hat Nintendo-Aktionäre nervös gemacht. Obwohl der Handheld des Unternehmens weiter Verkaufsrekorde aufstellt, zeigen sich Investoren unbeeindruckt. Der Aktienkurs ist seit der verschärften Speicherknappheit allmählich gefallen. Bloomberg berichtet hinter einer Bezahlschranke, dass einige Kritiker eine Preiserhöhung der Switch 2 fordern, um die Gewinne zu steigern.
Warum tut sich die Nintendo-Aktie schwer?
Takashi Mochizuki und Alice French weisen auf den seit mehr als fünf Monaten anhaltenden Abwärtstrend der Nintendo-Aktie hin. Anleger zeigen sich besorgt, dass der Gaming-Konzern seine neueste Konsole mit Verlust verkauft. Speicher- und Arbeitsspeicherkosten bleiben hartnäckig hoch, ohne Anzeichen dafür, dass die Nachfrage aus KI-Rechenzentren nachlässt.
Da die Spielekonsole auf diese wichtigen Komponenten angewiesen ist, könnte das Unternehmen früher oder später dem Beispiel von Sony und Microsoft folgen. Zuletzt ist die unverbindliche Preisempfehlung der PS5 aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen deutlich gestiegen. Eine Preiserhöhung der Switch 2 würde zwar die Gewinne schützen, doch die Meinungen zu diesem möglichen Schritt gehen auseinander.

Der Analyst Hideki Yasuda sagt, der Hersteller müsse Investoren beruhigen, indem er auf steigende Komponentenkosten reagiert. Das könnte Käufer allerdings davon abhalten, auf den Handheld umzusteigen. Michael Pachter von Wedbush Securities kommentiert, die Switch 2 befinde sich noch an einem kritischen Punkt ihres Lebenszyklus: "Ich denke, sie wären töricht, die Preise zu erhöhen."
Mögliche Optionen für den Switch 2 Preis
Pachter merkt an, dass Verbraucher in schwierigen Zeiten häufig das Nötigste gegenüber Unterhaltung priorisieren. Trotzdem hält Bloomberg eine Preiserhöhung um 43 Euro in den USA nicht zwangsläufig für verheerend. Gleichzeitig könnte das japanische Modell ohne Regionalsperre geopfert werden. Es ist umgerechnet mit 274 Euro gelistet, was es schwierig macht, das System zu subventionieren.
Vor dem letzten Quartalsbericht im Februar hat Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa die Speicherknappheit angesprochen. Er hat erklärt, dass langjährige Vereinbarungen mit Komponentenlieferanten etwas Spielraum verschafft hätten. Furukawa hat die Auswirkungen einer Preiserhöhung der Switch 2 zwar befürchtet, künftige Maßnahmen aber nicht ausgeschlossen.
Einige Anleger der Nintendo-Aktie hoffen, dass der Manager eine Ankündigung macht, vor der Fans zurückschrecken. Ein Schritt, der diese Enttäuschung abfedern könnte, wäre die Enthüllung eines spannenden First-Party-Spiels für die Switch 2. Auch wenn es wohl nicht am 8. Mai gezeigt wird, steht ein mutmaßliches Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time im Raum, das die Verkäufe im Weihnachtsgeschäft ankurbeln könnte.








