Switch 2: Ex-Nintendo-Präsident wirft Amazon illegale Forderungen vor

Da physische Switch 2 Spiele weiterhin beliebt sind, bleibt Nintendos Präsenz im Handel stark. Der Gaming-Konzern hat sich jedoch häufig mit dem beliebten Online-Händler Amazon gestritten. Der frühere Nintendo-Präsident Reggie Fils-Aimé hat nun neues Licht auf die Spannungen zwischen den Unternehmen geworfen.
Wie kam es zum Bruch zwischen Nintendo und Amazon?
Wie im ResetEra-Forum geteilt wurde, ist Fils-Aimé kürzlich für ein Interview in der NYU Game Center Lecture Series aufgetreten. Der Manager, der Nintendo 2019 verlassen hat, sprach darüber, wie er Beziehungen zu Handelspartnern aufgebaut hat. Die überraschendste Enthüllung während des Gesprächs waren Amazons "illegale Forderungen".
Der Ex-Präsident schilderte ein Gespräch gegen Ende der Wii- und DS-Ära. Er erklärte, dass der Händler seine Reichweite im Videospielmarkt ausbauen wollte. Laut Fils-Aimé verlangte ein Manager eine "obszön hohe Unterstützung, finanzielle Unterstützung, damit sie den niedrigsten Preis anbieten und Walmart schlagen konnten". Er habe geantwortet: "Ihnen ist klar, dass das illegal ist, oder?"

Fils-Aimé hat entschieden, die Beziehungen zu Konkurrenten wie GameStop nicht aufs Spiel setzen zu wollen. Deshalb hat Nintendo Amazon nicht mehr mit Ware beliefert. Andere Lieferanten haben dem Unternehmen von Jeff Bezos seither ähnliche Druckmethoden vorgeworfen. Das ist offenbar nicht der einzige Fall gewesen, in dem beide Seiten nicht einer Meinung waren.
Ein kurioser Fall verschwundener Nintendo-Produkte
Als die Switch 2017 auf den Markt gekommen ist, waren Nintendo-Produkte wieder beim Händler gelistet. Dennoch sind wegen des Verkaufs gebrauchter Spiele neue Spannungen entstanden. Es gab Beschwerden über Drittanbieter mit fragwürdigem Ruf. Für Käufer ist es seltener geworden, Spiele und Konsolen direkt von Amazon zu finden.
Als der nächste Handheld 2025 debütiert hat, waren Spieler überrascht, dass Amazon in den USA den Launch nicht begleitet hat. Diesmal soll der Mario-Hersteller Einwände dagegen gehabt haben, dass Drittanbieter die empfohlenen Preise unterbieten. Zudem gab es Bedenken, dass internationale Scalper regionale Unterschiede bei den UVP ausnutzen könnten. Nintendo hat viele dieser Behauptungen letztlich dementiert, doch viele Fans blieben skeptisch.
Eine große Auswahl an First-Party-Spielen für die Switch 2 sowie das System selbst sind inzwischen erhältlich. Nachdem Nintendo niedrigere Preise für digitale Versionen angekündigt hat, hat Amazon diese Preise sogar bei physischen Exemplaren übernommen. Dennoch sind weitere Auseinandersetzungen über Preise und Verkaufsrichtlinien wahrscheinlich.














