Hype um Steam-Spiel: Ungespielte Spiele werden zu Gegnern

Eine prall gefüllte Steam-Bibliothek gilt unter Gamern fast schon als Statussymbol, ist jedoch auch häufig die Quelle eines schlichten Gewissens: Sale-Käufe, nie gestartete Geheimtipps und Spiele oder Spiele, die man nach dem ersten Start nie wieder angefasst hat. Bei dem einen oder anderen können sich die Kosten für ungenutzte Spiele auf stattliche Beträge summieren. Game Quest: The Backlog Battler macht daraus ein Spiel.
Die skurrile Idee bekam zuletzt viel Aufmerksamkeit. Auf Reddit berichtet der Entwickler, dass die Wunschlisten-Zahlen innerhalb von zwei Tagen von rund 11.000 auf 25.000 gestiegen seien. Dazu beigetragen haben unter anderem ein viraler X-Post von IndieGameJoe, eine Reaktion des offiziellen Sea-of-Thieves-Accounts und ein Polygon-Artikel.
Das satirische Arcade-Hack-and-Slash von Solo-Entwickler Nic Taylor lässt Spieler gegen ungespielte oder kaum angerührte Steam-Titel in einer Arena antreten. Besonders gefährlich sollen Spiele werden, die nie oder nur kurz gespielt wurden. Hinzu kommen spezielle Gegnertypen, etwa auf Basis von Metacritic-Wertungen, DLCs, Plattformunterstützung oder Tags. Die Spiele erscheinen dabei in Form von Disketten und werden in typischer Hack-and-Slash-Manier bekämpft. Lustig: Viel gespielte Steam-Titel nehmen auf der Zuschauertribüne Platz und feuern Spieler an.


Spieler müssen ihre Steam-Spieldetails dafür allerdings kurzzeitig öffentlich machen. Danach können sie wieder auf privat gestellt werden. Das Spiel nutzt laut Steam-Seite Metadaten über die Steam Web API und lädt Logos zur Laufzeit von Steam-Servern, speichert sie aber nicht dauerhaft. Auf Steam ist bereits eine Demo verfügbar. Der Early-Access-Start für 2026 geplant, bislang aber ohne konkreten Termin. Zum Start sollen die wichtigsten Kernfunktionen bis zum ersten Boss enthalten sein, später sind weitere Gegnertypen, zusätzliche Bosse, ein Endgame, mehr Power-ups und ein Controller-System mit Flächenfähigkeiten geplant. Nach dem Early Access soll der Preis laut Steam-Seite um 100 Prozent steigen.








