Neuer PlayStation-Kopierschutz könnte gecrackte PS5-Konsolen unbrauchbar machen

Nach Tagen der Verwirrung hat ein Sony-Sprecher Bedenken über einen mutmaßlich neuen PlayStation-Kopierschutz zerstreut. Frühere Berichte hatten nahegelegt, dass digitale PS5-Spiele ohne Online-Prüfung alle 30 Tage unspielbar werden könnten. Obwohl die tatsächlichen Anforderungen weniger streng sind, glaubt ein Insider, dass das Unternehmen entschlossen gegen Piraterie vorgehen will.
Was steckt hinter dem neuen Kopierschutz?
Moore's Law Is Dead hat die Kontroverse um den Kopierschutz in einem neuen Podcast aufgegriffen. Käufer müssen ihre Käufe im PS Store nur einmal verifizieren, er geht jedoch davon aus, dass im Hintergrund mehr passiert. Auch wenn einige Einschätzungen des Insiders spekulativ sind, hat er Entwickler um Kommentare zu den jüngsten Ereignissen gebeten.
Laut dem YouTuber gibt es auf PlayStation-Konsolen derzeit zwei Prüfungen. Die erste Verifizierung erfolgt, nachdem ein Spieler einen digitalen Titel gekauft und heruntergeladen hat. Zumindest bei einigen PS4- und PS5-Spielen führt Sony nach 30 Tagen jedoch eine weitere Lizenzprüfung durch. Wenn ein Spieler bis dahin keine Verbindung zum Internet herstellt oder Manipulationen erkannt werden, könnte das Spiel deaktiviert werden.
Noch überraschender ist, dass MLID vermutet, Sony "könnte dort Code installieren, der Konsolen mit Jailbreak unbrauchbar macht". Er geht davon aus, dass der verstärkte PlayStation-Kopierschutz auf Fortschritte von Hackern reagiert.
Ein Ansatz besteht darin, eine App auf einer PS5 zu installieren, offline zu gehen und die Konsole mithilfe veränderter Spielstanddateien zu jailbreaken. Anschließend könnte es möglich sein, raubkopierte Titel zu installieren. Zudem könnten kriminelle Personen die Schwachstelle ausnutzen, um heruntergeladene Spiele im PS Store per Rückbuchung erstatten zu lassen. Einige Beobachter haben vermutet, dass Hinweise auf einen 30-Tage-Timer eine Reaktion auf versuchten Rückerstattungsbetrug gewesen sind.
PS5-Piraterie steckt noch in den Kinderschuhen
Der Exploit befindet sich noch in einem frühen Stadium und bietet selbst für technisch versierte Personen nur begrenzte Vorteile. Dennoch befürchtet Sony, dass daraus irgendwann eine aktive Hacker-Szene entstehen könnte. Neuere PlayStation-Konsolen sind bislang von der weitverbreiteten Piraterie verschont geblieben, unter der die Nintendo Switch leidet.
MLID hat auf die ungewöhnliche Kommunikation rund um den PlayStation-Kopierschutz hingewiesen. Dass das Unternehmen keine klare Auskunft geben will, könnte ein Zeichen dafür sein, dass es mit Methoden experimentiert, um Piraten auszubremsen. Er argumentiert jedoch, dass das Ziel nicht darin bestehen dürfte, Eigentumsrechte einzuschränken. Vielmehr gehe es darum, Spieler von PS5-Jailbreaks abzuhalten.











