Notebookcheck

Test Iomega eGo BlackBelt 1 TB FW 800 & USB 2.0 Mac Edition

Tobias Winkler, 07.02.2011

Mac-Spezialist. Die FireWire 800 Schnittstelle ist in der "Mac-Welt" kaum wegzudenken, ist sie doch die erste Wahl, wenn es darum geht, externen Speicher möglichst performant anzubinden. Was man von Iomegas BlackBelt am Mac aber auch am PC erwarten kann, haben wir getestet.

Alle notwendigen Kabel im Lieferumfang
Alle notwendigen Kabel im Lieferumfang

Iomega ist ein Speicherhersteller mit langer Mac-Tradition. Manch einer erinnert sich noch an die legendären ZIP-Laufwerke mit 100 bis 750 MB fassenden Wechselmedien, die nahezu in jedem Mac-Haushalt zu finden waren. Speziell auf den Mac zugeschnittene Speicherlösungen dürfen hier also nicht fehlen. Ein überaus interessantes Produkt aus der Mac Edition ist die im Test befindliche eGo BlackBelt, die neben dem schwarzen Design mit „Schutzgürtel“, vor allem durch die üppige Kapazität von 1 TB auffällt.

Als Schnittstellen dienen USB 2.0 und FireWire 800 (IEEE 1394b), wobei Letztere gleich zweifach vorhanden ist. Die zweifache Ausführung ermöglicht die Kettenschaltung von Laufwerken, welches ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal von FireWire ansich darstellt. Die Iomega eGo BlackBelt ist derzeit nur in dieser Variante verfügbar und mit einem Listenpreis von 189,- Euro nicht gerade günstig positioniert. Im Onlinehandel ist dieses Modell aber bereits ab knapp 130,- Euro erhältlich.

Schnittstellen BlackBelt
Schnittstellen BlackBelt
Vergleich Windows Alternativen
Vergleich Alternativen
FireWire 800 (IEEE1394b) Kettenschaltung
FireWire 800 Kettenschaltung

Unser Testequipment besteht mit Masse wieder aus alten Bekannten, wie dem HP ProBook 6540b, MacMini (GF9400), IOI FW 800 ExpressCard und MSI 880 GMA E-45 Mainboard, wird aber um einen Digitus PCI FW400/ FW800 Adapter, die kürzlich getestete Verbatim Store`n`go for Mac und eine LaCie Quadra d2 1TB erweitert.

Das Gehäuse der BlackBelt ist im Hochglanz-Schwarz lackiert und mit einer chromfarbenen Leiste optisch etwas veredelt worden. Der Silikongürtel verhindert ein wenig Fingerabdrücke, Kratzer und vor allem ein Verrutschen des Laufwerks auf glatten Untergründen. Am Heck befinden sich die Anschlüsse (1x Mini USB 2.0 und 2x FW800) und eine kleine Status-LED. Leider fehlt eine zusätzliche Stromversorgungsmöglichkeit, um auch 4-polige FW 400 Anschlüsse (ohne eigene Stromversorgung) an PCs nutzen zu können.

Am Mac (Mac Os X 10.6) konnte die Iomega eGo BlackBelt ihr volles Leistungspotential ausspielen und erreichte per FireWire 800 maximal 79 MB/s beim Lesen und sogar 83 MB/s beim Schreiben. Auch per USB 2.0 erreichten wir am Mac die besten Resultate mit jeweils 36 MB/s beim Lesen und Schreiben. FireWire bietet zudem die Möglichkeit externe Geräte in Reihe hintereinander zu schalten. Wir haben das mit drei Festplatten ( LaCie d2 Quadra, BlackBelt und Verbatim for Macs) ausprobiert und konnten keine Leistungseinbußen feststellen. Auch hier überzeugten die Ergebnisse mit um die 80 MB/s.

Am PC ( Windows 7 HP 64 bit) ist die Inbetriebnahme nicht immer gelungen, so konnte unsere ExpressCard/34 FW800 von IOI am HP ProBook 6540b trotz zusätzlicher USB Versorgung nicht genügend Strom liefern, um die 1TB Festplatte der BlackBelt in Gang zu setzen. Mit 2x USB 2.0 gelang dies aber und wir erzielten enttäuschende 25,5 MB/s. Am USB 3.0 Port liefen zwar bessere 27,8 MB/s durch die Leitung, von der Mac-Performance ist man dennoch recht weit entfernt. Besser sieht es da am 6-poligen FW400 Port unserer Digitus PCI Karte aus, wo wir 35,4 MB/s erreichten und am FW800 Port kletterte die Datenrate auf 63,7 MB/s. Auch am PC gelingt die Reihenschaltung, allerdings brach hier die Datenrate am Ende der Kette auf knapp 37 MB/s ein.

Fazit

Am Mac ist die Iomega eGo BlackBelt 1TB Mac Edition zu Hause und macht ihrer Bezeichnung alle Ehre. Die erzielten Übertragungsraten stellen das derzeitige Maximum der jeweiligen Schnittstelle dar und bieten damit eine überzeugende Performance. Die Kapazität von 1 TB Speicher ist für eine mobile Festplatte sehr gut und sollte für viele Nutzer lange Zeit ausreichen. Mangels Alternativen im Mac-Bereich, geht auch der recht hohe Preis noch in Ordnung, da man ansonsten auf die deutlich langsamere USB 2.0 Schnittstelle zurückgreifen müsste.

Am Windows Rechner funktioniert die BlackBelt auch, aber immer mit dem Verlangen nach einer gehörigen Portion Kompromissbereitschaft. Die Stromversorgung ist nicht immer ausreichend, die Schnittstellenperformance immer ein paar Prozent langsamer und auch das Preis-Leistungsverhältnis, im Vergleich zu eSata oder USB 3.0 Alternativen, deutlich schlechter.

Im Endeffekt ist die Iomega eGo Blackbelt 1 TB Mac Edition für Mac User gemacht und für diese auch sehr empfehlenswert. Auch ein gelegentliches Nutzen am Windows PC ist mit den genannten Einschränkungen möglich. Hauptamtliche Windows-User jedoch schauen sich besser nach einer USB 3.0 oder eSata Alternative um, da hier ein wesentlich besseres Preis-Leistungsverhältnis vorzufinden ist.

» Die Iomega eGo BlackBelt 1 TB Mac-Edition ist derzeit ab 145.- bei Amazon.de erhältlich

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Notebooks können mit ExpressCards aufgerüstet werden, der Betrieb gelang im Test dennoch nicht
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Shortcut

Was uns gefällt

Üppige Kapazität, gute Firewire 800 Performance am Mac, 2. FW 800 Port für Kettenschaltung.

Was wir vermissen

Eine Schnittstellenkombination mit USB 3.0 oder eSata.

Was uns verblüfft

Der üppige Aufpreis, den man im Vergleich zu ähnlichen USB 3.0 Festplatten zahlen muss.

Die Konkurrenz

Sehr flexibel einsetzbar und mit FW800 Adapter erhältlich ist Seagates GoFlex Serie. Verbatims Store`n`Go for Mac bietet zusätzlich noch USB 3.0, ist aber maximal mit 500 GB erhältlich und hat keinen 2. FW 800 Port.

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Autor: Tobias Winkler,  7.02.2011 (Update:  9.07.2012)