Notebookcheck

Test Speedlink Ferret Gaming Mouse

Klaus Hinum, 16.10.2010

Spiele-Frettchen. Die Ferret ist eine günstige Maus welche sich dank ihrer kompakten Abmessungen vor allem für unterwegs eignet. Dank ihres 3200 dpi Sensors soll sie auch Spieler zufriedenstellen können. Welche Eindrücke die Maus im Test hinterlässt, erfahren Sie in folgendem Artikel.

Speedlink Ferret

Die Speedlink Ferret ist eine kabelgebundene Gaming Maus die vor allem mit ihrem günstigen Preisschild wirbt. Durch die geringe Baugröße eignet sich die Ferret jedoch auch als mobiler Begleiter.

Die technischen Daten

  • Abmessungen: 103mm x 65mm x 40mm (L x B x H)
  • Gewicht: 73g
  • 6 Maustasten + 2-Wege-Mausrad
  • Abtastung: max. 3200 dpi, optisch

Speedlink Ferret
Speedlink Ferret
Speedlink Ferret

Design und Verarbeitung

Das geschwungene Design der kleinen Gamingmaus ist für Rechtshänder entworfen worden. Die Formensprache ist gut gelungen, jedoch kein herausragendes Highlight. Etwas billig wirkt die "dpi" Beschriftung auf der gleichnamigen Taste.

Die Materialwahl ist trotz des günstigen Preises ohne Tadel und weiss haptisch zu gefallen. Die deutlich teurere Logitech Anywhere MX Mouse kann sich nur im Detail absetzen (z.B. bei den seitlichen Mausknöpfen). Die ebenfalls teurere Roccat Pyra muss sich unserer Meinung nach sogar minimal geschlagen geben.

Die Verarbeitung unseres Testgerätes gab ebenfalls keinen Grund zur Klage. Die Maus lässt sich nicht verwinden und knarrt nicht bei Druckausübung.

Speedlink Ferret

Features

Die 4 einstellbaren DPI Stufen sind farbkodiert

Bei den Features hält sich die Ferret etwas zurück. Neben den üblichen Mausfunktionen (drückbares Scrollrad, zwei zusätzliche Daumentasten), bietet die Gaming Mouse nur noch einen dedizierten DPI Umschalter. Die gewählte DPI Stufe ist mit der Beleuchtung des Mausrades gekoppelt. Somit kann man die eingestellte DPI Stufe einfach identifizieren. Die Zuordnung lässt sich im etwas schmucklosen Treiber in 400dpi Schritten ändern (maximal 3200 dpi).

Unter Linux (getestet mit Ubuntu 10.10) und Mac OS X (10.6.4) lief die Ferret ohne Probleme. Einen eigenen Treiber zum Konfigurieren der Buttons stellt Speedlink jedoch nicht zur Verfügung. Die Werkseinstellungen waren im Hinblick auf Genauigkeit im Test jedoch für beide Betriebssysteme brauchbar.

Leistung

3200DPI Sensor und kleine aber gute Gleitflächen
3200DPI Sensor und kleine aber gute Gleitflächen

Die wichtigste Funktion einer Gaming Maus ist klarerweise ihre Präzision. Hier wirbt Speedlink mit einem 3200DPI auflösenden optischen Sensor. In unseren Anwendungs- und Spieletests kann die Präzision bei etwa 1200-1600 DPI überzeugen. Sowohl Shooter als auch Echtzeitspiele konnten im Test präzise gesteuert werden. Der Sensor reagiert bis zu einem Abstand von etwa 2-3mm von der Unterlage wodurch auch beim Umsetzen der Maus keine größeren Cursor-Verschiebungen autraten.

Die drei verbauten Gleitflächen verhelfen der Ferret zu guten bis sehr guten Gleiteigenschaften. Besonders in Verbindung unserem sehr alten Func Surface 1030 kann man die kleine Maus mühelos "herumschuppsen".

Der optische Sensor funktionierte im Test auf allen Unterlagen außer Glas einwandfrei. Hier kann nur der Darkfield Sensor der aktuellen Logitech Topmodelle (Anywhere MX z.b.) eine bessere Erkennungsleistung zeigen.

Konkurrenz

Die bereits erwähnte Anywhere MX ungefähr gleich groß, durch die Batterien jedoch deutlich schwerer. Design, Verarbeitung und Haptik sind auf einem noch etwas höheren Niveau. Auch der Darkfield Sensor ist sehr präzise und funktioniert sogar auf Glastischen. Die Gleiteigenschaften sind jedoch etwas schlechter und vor allem der deutlich höhere Preis lässt die Logitech Maus in einer anderen Liga spielen.

Die Rocat Pyra spielt ebenfalls in der selben Größenregion der Ferret. Verarbeitung und Materialqualität ist unserer Meinung nach etwas unterhalb der Ferret angesiedelt. Lasersensor, verzögerungsfreie Übertragung und ausgefeilte Treiber stehen auf der Habenseite. Der Preis ist jedoch ebenfalls deutlich höher als bei der Speedlink.

Zu guter letzt muss sich die Speedlink auch gegen ausgewachsene Gaming Mäuse wie die Roccat Kone+ messen. Diese ermüden große Hände deutlich weniger schnell durch die große Ablagefläche. Sie sind jedoch auch nicht so leicht und agil wie die kleinen mobilen Mäuse. Verarbeitung, Haptik und Design spielen in der Top Liga bei der Kone+ und auch das Design mit Lichtleisten kann überzeugen. Auch bei den Treiberfeatures kann die Kone+ die Ferrie deutlich deklassieren. Preislich ist die Roccat Maus jedoch mehr als doppelt so teuer, wodurch sich der Vergleich wieder relativiert.

Ferret vs Logitech Anywhere MX
Ferret vs Logitech Anywhere MX
Ferret vs Roccat Pyra
Ferret vs Roccat Pyra
Ferret vs Roccat Kone+
Ferret vs Roccat Kone+

Fazit

Speedlink Ferret

Die Speedlink Ferret ist eine kleine und günstige Gaming Maus für unterwegs. Sie punktet mit einem präzisen Sensor und guten Gleiteigenschaften. Materialien und Verarbeitung unseres Testgeräts gaben keinen Grund zur Klage. 

Einziger auffälliger Nachteil: Durch die kleine Bauform ermüdet die Hand bei längerer Benutzung deutlich schneller als bei einer "normal"-großen Maus. Dies ist jedoch auch von der Handgröße und Maushaltung des Benutzers abhängig.

Mit einem Verkaufspreis von etwa 20 Euro (Amazon derzeit ab 14 Euro) bleibt die Speedlink Ferret deutlich unter dem Preisniveau anderer Gaming Mäuse und holt sich somit unsere Empfehlung für unterwegs.

+ hohe Präzision
+ gute Gleiteigenschaften
+ Gaming Performance
+ dedizierter DPI Umschalter mit Farbfeedback
+ günstiger Preis
- kleine Baugröße ermüdet die Hand bei längerer Bedienung
- wenige Treiberfunktionen

 

Speedlink Ferret - Gaming Frettchen
Speedlink Ferret - Gaming Frettchen


static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > Benchmarks / Technik > Benchmarks / Technik > Lithium-Ionen-Akkus: richtiges Laden für lange Lebensdauer > Test Speedlink Ferret Gaming Mouse
Autor: Klaus Hinum, 16.10.2010 (Update:  6.06.2013)
Klaus Hinum
Klaus Hinum - Founder, CTO - @klaushinum
Als Gründer von Notebookcheck und Tech-Enthusiast kümmere ich mich hauptsächlich um technische Themen und auch die Weiterentwicklung unserer Plattform. Direkt nach dem Doktorat in Informatik startete ich Vollzeit bei Notebookcheck durch.