Notebookcheck

Testbericht MSI Megabook 645

Das Centrino basierte MSI Megabook 645 von Alb-Computer.de unterscheidet sich von seinem "Schwester"-Notebook in unterschiedlichem Aussehen, Grafikkarte und Prozessor. Ansonsten sind die beiden Laptops weitgehend gleich. Das MSI Megabook M645 mit seinem 15.4 Zoll WXGA TFT verwendet einen Pentium M Prozessor mit 1.8 GHz sowie eine Geforce 6600go Grafikkarte mit 128 MB Speicher und beweist sich als günstiger, solider Renner.

MSI M645

Gehäuse

Einschaltknopf und Schnelltasten des MSI M645
Einschaltknopf und Schnelltasten des MSI M645

Das zweifarbige Gehäuse hat zwar ebenso wie das ähnliche MSI M635 schwarze Bereiche es dominiert allerdings dunkelgrau metallic (zB Deckel). Helles silber-metallic wie beim M635 gibt es gar nicht. Hier unterscheidet sich das M645 deutlich vom M635, bei dem schwarz dominiert und mit hellsilber stark kontrastiert.

Die verwendete Magnesium-Legierung macht das Notebook leicht und robust. ZB entstehen beim Kratzen auf der Oberfläche mit Metall keine Kratzer.

Zu den Rändern hin ist das schlanke Gehäuse sehr steif und stabil, in der Mitte gibt es weniger nach als das Megabook M635. Es erweist sich also als noch stabiler als das Modell 635.

Hebt man das M645 mit einer Hand am Rand auf oder versucht man es mit beiden Händen zu verbiegen, so verbiegt sich der Laptop nicht und knirscht auch nicht. Dass ein Notebook bei den Materialbelastungstests überhaupt nicht knirscht war bei den bisherigen Tests eher selten (in der Kurztestrubrik können nur die Gehäuse von Toshiba Satellite A80 - 142 und Sony Vaio VGN-FS215M können mit dem Megabook mithalten).

Die Gehäusespaltmasse sind gleichmässig und meist unter 1mm, das Gerät erscheint diesbezüglich sauber verarbeitet. Nur vor dem Touchpad wölbt sich bei unserem Testgerät das Plastik leicht heraus und lässt eine ungleichmässige Spalte entstehen. Am Rand der Tastatur gibt es, wie so oft, eine tiefe Rille zwischen Arbeitsoberfläche und Tastatur. Hier kann sich Schmutz ansammeln und evtl. ins Innere des Geräts eindringen.

Scharfe Kanten gibt es nirgends, nicht einmal bei der Akkuöffnung.

Fast alle Anschlüsse befinden sich auf der linken und rechten Schmalseite, bedauerlicherweise jedoch keine auf der Rückseite, wo sie am wenigsten stören würden.

Es gibt 4 USB-Anschlüsse, das ist eine grosszügige Anzahl. Bei manchen Laptops hat man gar nur 2 USB-Slots zur Verfügung. Kabel, die man an die USBs rechts anschließt, können Rechtshänder mit Maus behindern, auf der linken Seite können USB-Kabel Linkshänder stören. Solang man nicht mehr als 2 Anschlüsse braucht, kann man immerhin auf der jeweils anderen Seite anschließen. Perfekt wäre gewesen, die Anschlüsse nach hinten zu verlegen.

Einen Firewire-Anschluss gibt es auf der vorderen Schmalseite.

Für nahezu alle Anschlüsse gilt, dass sie sehr nah beieinander liegen, oft nur mit 1 mm Abstand. Da können sich die Stecker gegenseitig behindern. Dies gilt besonders auch für die übereinander liegenden USBs.

Der Auswurf-Mechanismus des PC-cardreaders funktioniert klaglos. Allerdings fehlt die Schutzabdeckung des cardreaders. Es gibt übrigens auch einen ST-MMC-cardreader. Auch das DVD-Laufwerk öffnet und schließt problemlos.

Der Akku mit den Maßen 27x4,5x2 ist bequem ansteckbar und abnehmbar ohne sich zu verspießen und die Verriegelung funktioniert ohne Probleme. Er wird auf der hinteren Schmalseite angesteckt und bildet hier die Rückseite des Notebooks.

Auf der vorderen Schmalseite gibt es einen Schieberegler mit der Aufschrift "Vol" und einen Druckknopf mit einer aufgezeichneten Note. Der Druckknopf startet den Windows Media Player. Der "Vol"-Regeler ändert allerdings nicht die Lautstärke des Media Players. Es ist uns nicht gelungen eine Funktion des Schiebereglers zu entdecken.

Das MSI M645 steht auf seinen Gummifüssen auf glatter Oberfläche stabil ohne viel zu verrutschen.

Die Schnittstellen des MSI sind hauptsächlich auf der linken und rechten Seite angeordnet.
Die Schnittstellen des MSI sind hauptsächlich auf der linken und rechten Seite angeordnet.

Eingabegeräte

Die angenehm zu bedienen Eingabegeräte (Tastatur und Touchpad) sehen auch gut aus.
Die angenehm zu bedienen Eingabegeräte (Tastatur und Touchpad) sehen auch gut aus.

Die Tastatur gibt zwar bei starkem Tastendruck etwas nach, aber nicht so viel, dass es den Gebrauch behindern würde. Der Anschlag ist angenehm und von leisem Klicken begleitet. Die Grösse der Tastatur ist mit 30x11cm durchschnittlich, ebenso wie Tastengrösse und Abstand der Tasten voneinander. Die Tastenabstände sind übrigens gleichmässig. Das ist nicht bei allen Laptops selbstverständlich. Die Tasten wackeln nicht und sind stabil verankert.

Einen eigenen numerischen Block gibt es, wie so meist, nicht und die Bildlauf- und Pfeiltasten sind kleiner als die übrigen Tasten. Die Pfeiltasten sind vom übrigen Tastaturblock räumlich getrennt, was für Spieler sehr günstig ist, welche diese Tasten öfters brauchen. Durch die räumliche Trennung treten Fehlklicks deutlich seltener auf. Die Enter-Taste ist leider etwas klein geraten und ringsum von anderen Tasten umzingelt. Hier sind Fehlklicks wahrscheinlich. Die FN-Taste befindet sich am äusseren Tastaturrand links. Ein Teil der Notebooks hat dort die Str-Taste. Man kann leider nicht mehr sagen, was Standard ist.

Die Tastatur hinterläßt keinen Abdruck auf dem Deckel, auch wenn man auf den geschlossenen Deckel drückt.

Das Touchpad befindet sich leicht nach links versetzt vor der Tastatur. Da kann es passieren, dass man beim Spielen oder Arbeiten versehentlich mit dem Daumen auf dem Touchpad Signale sendet. Die Fingerfläche ist übrigens nicht rechteckig, sondern rautenförmig und entspricht ungefähr der Grösse 7x4cm. Es gibt unter der Fingerfläche 2 Touchpad-Tasten mittlerer Grösse, die man auch am Rand noch anklicken kann. Einen Scrollknopf gibt es nicht. Die beiden Tasten wackeln nicht und die Bedienbarkeit des Touchpads erscheint normal.

Display

Gute Messwerte zeigt das spiegelnde Display
Gute Messwerte zeigt das spiegelnde Display

Der Spalt zwischen Gehäuse und Deckel beträgt gleichmässig 2-3 mm (es gab schon Notebooks, wo der Abstand auf einer Seite fast doppelt so groß war wie auf der anderen Seite...). Die Displayverriegelung funktioniert problemlos. Bei wiederholtem Schließen und Öffnen hört man keinerlei Knirschen. Auch das spricht für eine qualitativ hochwertige Verarbeitung und ist keineswegs selbstverständlich. Die Scharniere sind symmetrisch, jeweils auf der äusseren Seite des Scharniers gibt es einen Bolzen als Aufhängung, während innen Kabel verlaufen. Die Scharniere wackeln nicht und stabil zu sein. Der Display kann durchschnittlich stark durchgebogen werden.

Das mit dem MSI Megabook 635 gemeinsame Display ist ein spiegelndes 15,4" Breitbildschirm mit einer Auflösung von 1280x800 Pixel. Mittlerweile werden spiegelnde Displays zum Standard, obwohl ein wichtiger Nachteil offenkundig ist. Egal ob Sonne, Leuchtstoffröhre oder einfach scharf kontrastierter Schatten. Alles spiegelt sich in den glänzenden Displays wieder. Auch eine Nutzung im Freien bei Sonneneinstrahlung ist leider nicht möglich, da man sich dann leider nur selbst im Display erkennt.

Sicht aus extremen Betrachtungswinkeln: vertikal kommt es wie bei den meisten Laptops zu leichten Farbverfälschungen, horizontal kann man die Stabilität des Bildes als ausgezeichnet bezeichnen. In Bezug auf die Bildqualität kann das MSI M645 durchaus mit bisherigen Display-Favoriten wie dem oben genannten Sony Vaio VGN-FS215M, aber auch Sony Vaio PCG K315Z, Sony Vaio VGN A417M und Asus Z9252V mithalten.

Das Display des MSI M645 aus verschiedenen Blickwinkeln.
 
Ausleuchtung des Breitbildschirms
Ausleuchtung des Breitbildschirms

Die Ausleuchtung des Testgerätes ist mit knapp 75% eher unterdurchschnittlich.

 122,2 cd/m²152,1 cd/m²134,6 cd/m²
 138,5 cd/m²162,4 cd/m²140,7 cd/m²
 128,8 cd/m²130,7 cd/m²119,6 cd/m²

Ausleuchtungstabelle des Bildschirms

 

Leistung

Die untenstehenden Benchmarkwerte zeugen von einer für die Grafikkarte erwartbare Leistungsklasse (obere Mittelklasse). Alle aktuellen Spiele lassen sich damit in mittleren bis hohen Einstellungen spielen. Die Gratwanderung Mobilität (Stromverbrauch) zu Leistung gelingt dem Gerät dadurch sehr gut. Im Vergleich mit dem 635 sind die Leistungswerte sehr ähnlich (ausser bei Doom3 wo Nvidia Grafikkarten bekanntlich Vorteile haben).

3DMark01
15436 Punkte

3DMark03
5528 Punkte

3DMark05
2344 Punkte

Doom 3
low: 89,9 fps
medium: 89,9 fps
high: 61,6 fps
high (1024x768): 56,6 fps
ultra: 56,6 fps

Quake 3 Arena
279,1 fps erreichte das Timedemo.

PCMark04
3840 Punkte
Hier zeigt das Centrino basierte M645 Vorteile bei der Dateikompression, Audioumwandlung und beim Grafikspeicher im Vergleich zum M635

HDTune
Transferrate: min: 16,4 MB/s, max: 31,8 MB/s, durchschn: 26 MB/s
Access Time: 17,3 ms
Burst Rate: 66,1 MB/s
CPU Auslastung: 3,6%

Emissionen

Schnellstarttaste für den Mediaplayer
Schnellstarttaste für den Mediaplayer

Hier kommt leider ein schwerer Fehler zum Vorschein: die Ausblasöffnung des Lüftungssystems befindet sich im vorderen Bereich der rechten Schmalseite! Bekanntlich ist die grosse Mehrzahl der Nutzer Rechtshänder und benutzt wohl im Normalfall eine Maus. In kalten Winternächten an der frischen Luft mag man froh sein, wenn einem konsequent und permanent die Hand gewärmt wird aber sonst...

Die Lüfteröffungen sind klein und rechteckig, die Ansaugöffnungen befinden sich auf der Geräteunterseite. Das hat wiederum den Nachteil, dass auf weichen Unterlagen die Luftzufuhr ins Stocken kommen kann. Aber Ansaugöffnungen auf der Unterseite hat mittlerweile die Mehrzahl der Laptops.

Die Temperatur auf der Arbeitsfläche ist unterdurchschnittlich gering, was ein angenehmes Arbeiten mit der Tastatur gewährleistet. Die maximalen Temperaturen ohne Last haben wir 33°C gemessen. Durchschnittlich sind es angenehme 28°C. Die Gehäuseunterseite erwärmt sich zwar stärker als die Arbeitsfläche (max 32°C), jedoch im Vergleich mit anderen Notebooks eher unterdurchschnittlich stark und schließt eine Benützung auf den Schenkeln nicht aus.

Unter Last steigt die maximale Temperatur auf der Oberseite auf 42°C über dem Lüfter. Die durchschnittliche Temperatur bleibt aber mit etwa 32°C noch annehmbar. Die Unterseite erreicht maximal 40°C und durchschnittlich 33°C.

Im geschlossenen Raum ohne sonstige Schallquellen kann man ein leises Surren aus dem Gehäuseinneren wahrnehmen, ohne extra das Ohr ans Gehäuse legen zu müssen. Dennoch ist das Surren nicht überdurchschnittlich laut.

Hinter der Tastatur befinden sich 2 kleine Lautsprecher, die eine für ihre Grösse recht gute Qualität liefern.

Lautstärke

Der leise, dauernd laufende Lüfter tönt ohne Last mit erträglichen 37,3 dB. Bei Festplattenzugriffen steigt die Lautstärke auf 38,2 dB.

Unangehm fiel uns bei unserem Testmodell ein leises, hochfrequentes Surren (erhöht die Lautstärke ohne Last auf 38dB) bei Benutzung des Touchpads auf. Jedoch trat das Phänomen nicht immer auf.

Unter Volllast haben wir folgende Lautstärken gemessen:
Lüfter Stufe 2: 39,4 dB (schaltet sich sofort bei erhöhter Last ein)
Lüfter Stufe 3: 41,6 dB (nach ein paar Minuten Last)
Lüfter Stufe 4: 43,3 dB (wiederum nach etwa 10 Minuten später im Test)

Akkulaufzeit

Im Classic Test (3D Animation mit allen Einstellungen und Helligkeit auf Max, WLAN ein) des Akkutestprogramms BatteryEater hielt der Akku im Test exakt 1 Stunde 47 Minuten. Ein durchschnittlicher Wert.

Im Reader Test (alles auf Min, WLAN aus) ging dem Notebook nach 3 Stunden 46 Minuten sprichwörtlich der Saft aus.

Der gemessene Stromverbrauch war:
Idle 27 - 31 Watt
Idle + WLAN: 28 - 33 Watt
Volllast: 64 - 67 Watt

Sonstiges

Das Netzteil ist 13x6x3cm klein, wiegt 550 g und ist so durchaus leicht portabel. Das M645 hat die Netzstatus-Leuchte auf dem Stecker, der an das Notebook angesteckt wird.

Weiters war auffällig, das das WLAN ausserordentlich lange zum Verbinden mit unserem Netgear Router brauchte (im Gegensatz zum M635).

Fazit

MSI M645

Das MSI M645 macht in vielerlei Hinsicht einen guten Eindruck. Die Verarbeitung läßt kaum Spielraum für Kritik, auch der Display ist von hervorragender Qualität und die Ausstattung ist durchaus ausreichend. Die Leistung und Akkulaufzeit ist gegenüber dem Schwestermodell M635 geringfügig besser. Das einzige, das den positiven Eindruck trübt ist der Lüfterausgang auf der rechten Seite.

Vielen Dank an die Firma Alb Computer, die uns freundlicherweise das Testgerät zur Verfügung gestellt haben. Das MSI Megabook 645 kann hier bei ihnen bezogen werden.

Über den Testbericht bzw. das Notebook können sie in unserem Forum diskutieren. -> Forumseintrag MSI Megabook 645

Spezifikationen

Datenblatt

MSI Megabook 645
Prozessor
Intel Pentium M 750
Grafikkarte
Hauptspeicher
1024 MB 
, PC-400 TMT 16ch/DS/CL 2.5 (laufen mit 333MHz wg Intel Chipsatz)
Bildschirm
15.4 Zoll 16:10, 1280 x 800 Pixel, WXGA TFT Display, spiegelnd: ja
Mainboard
ATI Radeon RS480
Massenspeicher
80 GB - 5400 rpm, 80 GB 
, 5400 U/Min, Toshiba MK-8032 GAX, 16 MB Cache: 80GB, 5400rpm
Anschlüsse
4x USB 2.0, analoge Soundanschlüsse, Modem, Firewire
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 25 x 355 x 255
Akku
, Li-Ion
Sonstiges
HDD: 80GB, 5400rpm, Toshiba MK-8032 GAX, 16 MB Cache, 4 USB 2.0, analoge Soundanschlüsse, Modem, Firewire, LG DVD 8x +/- GCA-4080N SlimLine DVD Multi,
Gewicht
2.7 kg
Preis
998 Euro

 

Pro / Contra

Positiv

     

  • Display (Blickwinkel, Qualität)
  • Verarbeitung, Gehäuse
  • Gewicht
  • Leistung
  • Grösse

Negativ

     

  • Lüfterausgang bei rechter Maushand
  • spiegelndes Display
  • teilweise surren bei Touchpadbedienung

Links zum M645

Einen Großteil der Testberichte über Notebooks von MSI aus dem Jahre 2005 findet man in unserer MSI-Test-Sammlung.

 

Baugleiche Geräte

Folgende Geräte basieren auf das selbe Barebone (ohne Gewähr):

 

 

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Bewertung

MSI Megabook 645 - 31.08.2007
Klaus Hinum

Gehäuse
81%
Tastatur
75%
Pointing Device
76%
Konnektivität
86%
Gewicht
77%
Akkulaufzeit
82%
Display
86%
Leistung Spiele
80%
Leistung Anwendungen
87%
Temperatur
77%
Lautstärke
71%
Auf- / Abwertung
92%
Durchschnitt
81%
81%
Multimedia - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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Autor: Klaus Hinum (Update: 11.02.2014)
Klaus Hinum
Klaus Hinum - Founder, CTO - @klaushinum
Als Gründer von Notebookcheck und Tech-Enthusiast kümmere ich mich hauptsächlich um technische Themen und auch die Weiterentwicklung unserer Plattform. Direkt nach dem Doktorat in Informatik startete ich Vollzeit bei Notebookcheck durch.