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Twitter will mobilen Apps abermals die Home-Ansicht aufzwingen

Twitter lässt die chronologische mobile Ansicht nur noch nach einem Wisch zu. (Bild: Twitter)
Twitter lässt die chronologische mobile Ansicht nur noch nach einem Wisch zu. (Bild: Twitter)
Twitter versucht immer wieder seine Zielgruppe auf mobilen Geräten von der chronologischen Ansicht abzubringen. Mit genug Geduld und vielen Umstellungen lässt sich das ändern. Ein neues Update von Twitter soll aber auch das verhindern.

Twitter versucht erneut, die Home-Ansicht auf seinen mobilen Apps durchzusetzen. Statt einer chronologischen Anzeige von Tweets von Personen, denen gefolgt wird, entscheidet das Unternehmen per Algorithmus, welche Tweets in welcher Reihenfolge angezeigt werden. 

Das können mitunter auch unbekannte Personen und Institutionen sein. Es reicht, wenn jemand im Kreis der Gefolgten einem anderen Tweet einen Like gibt. In der Vergangenheit hat Twitter dies schon öfter versucht. Normalerweise ließ sich diese Einstellung aber umstellen. Die chronologische Ansicht blieb dann nach Erfahrungen von Notebookcheck.com in der offiziellen iOS-App zumindest eine Weile die reguläre Ansicht, ehe sie wieder zurückgeschaltet wurde.

Twitter ändert die Strategie nun. Die Home-Ansicht ist in den mobilen Apps fortan immer die Standardansicht. Nutzer müssen nun zur Nutzung der chronologischen Ansicht immer zu dieser "wischen". Eine Option gibt es nicht. Wer Twitter im Browser nutzt, ist davon nicht betroffen. Die Desktop-App arbeitet zudem noch nach dem alten System.

Typischerweise nutzen soziale Netzwerke solche Algorithmen, um die Interaktionen zu steigern. Beliebte Postings werden dann eher in die Ansicht gesetzt. Diese bringen wiederum mehr Likes und Retweets. Zum Nachteil ist das für Twitter-Nutzer, die ohne Strategie tweeten. Deren Sichtbarkeit sinkt. Auch das Folgen solcher Accounts wird aufwendiger. Das Erstellen und Nutzen von Listen, Benachrichtigungen oder alternativen Apps ist dann das Mittel der Wahl.

Auf Twitter regt sich derweil kleiner Widerstand. Viele stören sich an dem Zwang der Standardansicht, die eine Bewertung von Tweets über Algorithmen konstruiert wird. Auf die Kritik reagiert Twitter auch, allerdings nicht im Sinne der Anwender. Twitter verweist darauf, wie schnell die Ansicht umgeschaltet werden kann.

Diese Umschaltung ist aber bei jedem neuen Laden der App notwendig. Laut Twitter sollen die Rückmeldungen gesammelt werden. Twitter verspricht zudem, dass das Unternehmen daran arbeitet den Anwendern mehr Flexibilität und Kontrolle zu geben. Das gilt aber offensichtlich nicht für die Ansicht und Reihenfolge der Tweets.

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Autor: Andreas Sebayang, 11.03.2022 (Update: 11.03.2022)