
Ultimea Skywave X70 - 7.1.4-Soundbar für Bassliebhaber im Praxis-Test
Basslastig.
Im Test zeigt sich die Ultimea Skywave X70 als kräftiges 7.1.4-Soundsystem mit starkem Bass, einfacher Installation und vielen Einstellmöglichkeiten per App und Fernbedienung. Wie gut die Soundbar mit drahtlosem Subwoofer und Satelliten im Alltag wirklich klingt und wo sie schwächelt, klärt unser ausführlicher Testbericht.Silvio Werner Veröffentlicht am
Basslastige Soundbar mit modernen Anschlüssen
Die Ultimea Skywave X70 punktet in unserem Test durch ihre einfache Installation und die grundsätzlich gute Darstellung von Audioinhalten. Dabei geht dem System auch bei höheren Lautstärken nicht die Luft aus, besonders hervorzuheben ist die bisweilen sogar zu dominante Darstellung von Bässen. Mit einfachen Einstellungen ergibt sich insgesamt ein ausgewogenes Gesamtbild für den Film- und Musikgenuss, allerdings profitiert die räumliche Darstellung von Klängen unserer Einschätzung nach nur wenig von den Upfiring-Lautsprechern. Die Xupmix-Funktion sorgt für subjektiv besseren Sound, verbessert die räumliche Darstellungsqualität aber nicht merklich. Positiv ist die Verarbeitungsqualität zu werten, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angemessen. Insgesamt ist die Skywave X70 für Nutzer mit Ansprüchen an eine einfache Installation, App-Unterstützung und starke Bassdarstellung durchaus einen Blick wert. Wer Geld sparen will, könnte sich beispielsweise auch die erheblich günstigere Skywave F30 Boom anschauen - diese bringt keine Satelliten mit und setzt ebenfalls einen Fokus auf den Bass.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die Ultimea Skywave X70 gibt es direkt beim Hersteller für einen Preis von knapp 800 Euro, wobei der Versand dann aus Europa erfolgt. Zum identischen Preis ist die Soundbar über Amazon erhältlich. Über MediaMarkt und AliExpress gibt es die Skywave X70 ebenfalls.
Die Ultimea Skywave X70 will einen starken Sound mit nur geringem Aufwand bei der Installation bieten und fährt einen starken Subwoofer auf. Ob das Soundsystem damit zur Bassschleuder oder zur ernst zu nehmenden Audio-Lösung wird, klären wir im Test.
Technische Daten
| Geräteklasse | Soundbar |
| Audio-Kanäle | 7.1.4 |
| Treiber (Soundbar) | 8 × 2,25 Zoll |
| Treiber (Satelliten) | je 2 × 2,25 Zoll |
| Treiber (Subwoofer) | 1 × 10 Zoll |
| Angegebene Spitzenleistung | 980 Watt |
| Anbindung | HDMI, HDMI eARC, optisch, Bluetooth, USB |
| App | vorhanden, für Steuerung und Konfiguration |
| Besonderheiten | drahtlose Datenübertragung zu Satelliten und Subwoofer |
| Lieferumfang | u.A. Soundbar, Surround-Speaker, Subwoofer, Kabel, Befestigungsmaterial, Fernbedienung |
Vollständiger Lieferumfang und einfache Installation
Die Inbetriebnahme und der Aufbau der Skywave X70 gehen einfach von der Hand, was zum Teil natürlich der Produktkategorie als Soundbar und auch speziell der drahtlosen Anbindung des Subwoofers und der Satelliten geschuldet ist. Die eigentliche Soundbar besteht aus drei Einzelteilen, welche mit einer Art Bajonettverschluss sehr sicher miteinander verbunden werden - einzeln sind diese drei Teile nicht nutzbar. Subwoofer und die beiden Satelliten werden drahtlos mit dem System verbunden, wobei die Komponenten schon ab Werk gekoppelt sind - das klappte im Test auch völlig problemlos. Im Lieferumfang enthalten ist das für Wandmontage nötige Zubehör, sogar Schrauben und Dübel liegen bei. Eine wahrscheinlich nischige Kritik oder eher einen Hinweis haben wir bezogen auf die Satelliten: Deren Stromanbindung erfolgt über Kabel, die an einer Seite fest am Netzteil montiert sind und am anderen Ende einen gewinkelten Stecker besitzen - damit kann das Kabel nicht durch die bei HiFi-Lautsprecherständern übliche Kabeldurchführung gefädelt werden.
Die Anbindung der Ultimea Skywave X70 kann über HDMI, HDMI mit eARC, einen optischen Anschluss und Bluetooth erfolgen, zudem steht ein USB-Anschluss bereit. Ein einfacher Klinkenanschluss fehlt - das halten wir bei einer Soundbar grundsätzlich für vertretbar, ein solcher würde aber etwa den Anschluss älterer Geräte vereinfachen. Durch die Soundbar sollte man das Bildsignal je nach Konfiguration nicht unbedingt leiten, VRR, FreeSync, G-Sync, und eine Bildrate von 144 Hz werden dann nämlich nicht unterstützt. WiFi fehlt, die Nutzung von AirPlay etwa ist nicht möglich.
Hochwertige Verarbeitung, satter Subwoofer
Die Skywave X70 kommt mit einer durchweg ordentlichen Verarbeitungsqualität, wobei das Design insgesamt eher dezent daherkommt. Die Lautsprecher sind mit einem Metallgitter abgedeckt. Der Subwoofer selbst besteht aus Holz. Dieser kommt mit einer goldfarbenen, aber noch recht dezenten Abdeckung in Roségold. Die beiden Satelliten hingegen fallen zumindest von der Anmutung her nicht zuletzt durch das geringe Gewicht etwas ab, die Verarbeitungsqualität bleibt aber auf hohem Niveau. Die Soundbar und die Satelliten kommen mit zusätzlichen, zur Decke gerichteten Treibern, welche den immersiven Klang verstärken - doch dazu später mehr. Auf der Oberseite der eigentlichen Soundbar stehen Tasten für die Wahl der Quelle, das An- und Ausschalten und die Einstellung der Lautstärke bereit. Die Fernbedienung erlaubt selbiges, bietet aber auch noch Tasten zur schnellen Auswahl des Equalizers, zur Einstellung der Intensität des Basses, der Stärke der Up-Firing-Stärke und des Surround-Effekts und zur Aktivierung von Xupmix. Die Fernbedienung erscheint recht robust, ist aber nichts Besonderes.
Viele Einstellmöglichkeiten, nicht nur über die App
Nutzbar ist eine Smartphone-App, welche wir an dieser Stelle auch grundsätzlich empfehlen würden. So ist diese nicht nur ein vollwertiger Ersatz für die mitgelieferte Fernbedienung, sondern erlaubt auch die Konfiguration der sechs gespeicherten Equalizer und die Definition von eigenen Equalizern. Die Steuerung mithilfe der App ist selbst bei der Musikwiedergabe von einem anderen Bluetooth-Gerät möglich. Bei der App beziehungsweise der Software-Funktionalität haben wir zwei Kritikpunkte - mit stark unterschiedlichen Auswirkungen. So ist die Steuerung der Lautstärke nicht schrittweise, sondern nur über eine Leiste möglich. Ein Verklicken führt hier schnell zu einer extremen Lautstärke - denn eine solche kann die Skywave X70 auch ohne große Verzerrungen darstellen. Das Fehlen der Möglichkeit zur Abstimmung der Audioleistung an die räumlichen Gegebenheiten - also einer Raumkorrektur - wiegt dabei schon schwerer. Andere Hersteller bieten sogar eine Raumkorrektur mithilfe des Smartphones.
Im Auslieferungszustand nicht ganz ausgewogener Klang
Die Audioleistung der Ultimea Skywave X70 ist grundsätzlich gut, abgesehen von möglichen Einzelfällen mit ausgesprochen preisintensiven TV-Geräte mit zusätzlichen Subwoofer stellt die Skywave X70 eine enorme Steigerung zu einem in einem Fernseher integrierten Soundsystem dar - was angesichts des Preises aber auch definitiv zu erwarten ist. Bereits bei der ersten Wiedergabe wird eines sehr deutlich: Ultimea legt beim Skywave X70 doch einen großen Fokus auf die starke Wiedergabe von Bässen, was sich auch schon an den Abmessungen des Subwoofers zeigt. Zumindest die Möglichkeit zur starken Darstellung von Bässen wollen wir nicht direkt kritisieren, wohl aber die starke Betonung auf den Bass im Auslieferungszustand. Die Bassintensität lässt sich über zwei Tasten an der Fernbedienung aber in 13 Stufen regeln, was bereits zu einer ausgewogeneren Wiedergabe führt.
Geeignet ist die Ultimea Skywave X70 wenig überraschend auch zur Wiedergabe von Musik und Filmen. Bässe für die Ultimea Skywave X70 natürlich auch bei solchen Medien kein Problem, die Sprachverständlichkeit lässt sich durch die Nutzung des entsprechenden Presets noch signifikant verbessern. Insgesamt fehlt es dem Soundsystem im Vergleich zu klassischen Soundsystemen (in unserem Fall u. a. mit Teufel T110-Lautsprechern und dem Magnat Integra Center) ein wenig an der Stereo-Klangbühne. Ein Surround-Erlebnis ergibt sich fraglos, allerdings profitiert die Ultimea Skywave X70 unserer Einschätzung nach kaum von den vorhandenen Up-Firing-Treibern. Tatsächlich bietet die Xupmix-Funktion und damit der virtuelle Surround-Sound unserer subjektiven Einschätzung nach eine verstärkte Immersion, ohne, dass sich allerdings eine wirklich bessere Ortbarkeit von Soundquellen ergibt. DTS wird im Gegensatz zu Dolby Atmos offiziell und auch nach Rückfrage nicht unterstützt, allerdings bei der Nutzung einer optischen Verbindung im Display angezeigt.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

























