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Soundcore Nebula P1 Test

Überraschend gut für Einstiegsklasse: Soundcore Nebula P1 mit Leinwand im Praxis-Test

Kleiner Beamer, großer Sound.

Der Soundcore Nebula P1 ist ein kompakter Projektor, der im Test mit seinem Bild und dank zwei abnehmbarer Lautsprecher auch seinem Sound überrascht hat. Getestet haben wir ihn mit einer zusammenfaltbaren 100-Zoll-Leinwand mit Stativ.
Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
Home Theater Audio

Nebula P1 Testfazit: Überraschend gutes Heimkinoerlebnis

Unsere Erwartungen an den Nebula P1 von Anker Soundcore waren vor dem Test nicht sonderlich hoch. Wir wurden aber in der Praxis positiv überrascht. 

Sicherlich müssen Abstriche gemacht werden. Alles andere wäre in der Preisklasse bis 1.000 Euro auch verwunderlich. Aber die Bildqualität sowie auch der Ton mit den beiden abnehmbaren Stereo-Lautsprechern sind auf einem absolut soliden Niveau. Dazu punktet der Nebula P1 im Test mit einer einfachen Einrichtung, den Vorzügen von Google TV samt Netflix sowie einem geringen Stromverbrauch, auch wenn er leider einen Akku vermissen lässt.

Für gut 900 Euro UVP in Kombination mit der kompakt verstaubaren 100-Zoll-Leinwand (und damit relativ überschaubare Kosten) ermöglicht der Nebula P1 ein überraschend gutes Heimkinoerlebnis für spontane Filmabende. Er kostet zwar etwas mehr als viele andere Einstiegs-Beamer, liefert laut unseren Testeindrücken dafür aber auch ab.

Pro

+ überraschend gutes Bild
+ einfache Einrichtung
+ frei positionierbarer Stereo-Sound
+ Google TV
+ geringe Betriebsgeräusche

Contra

- kein Akku

Preis und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung für den Nebula P1 beträgt 799,99 Euro. Erhältlich ist der Projektor unter anderem beim Hersteller sowie bei Amazon. Die ebenfalls von uns ausprobierte 100-Zoll-Leinwand mit Stativ kostet laut UVP 129,99 Euro.

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soundcore Nebula P1|Mobiler Beamer mit abnehmbarem Lautsprecher und integriertem AV-System, 650 ANSI Lumen, 1080p, 2.0 Surround Sound, Dolby Audio, 130°-Gimbal, Auto Kalibrierung, max. 180", Google TV

Zuletzt hatte Anker mit seiner Beamer-Marke Nebula, die mittlerweile unter Soundcore einsortiert ist, vor allem mit hochwertigen 4K-Modellen wie dem tollen Nebula X1 (ca. 2.100 Euro bei Amazon) oder dem gigantischen Nebula X1 Pro (ca. 5.000 Euro bei Amazon) auf sich aufmerksam gemacht. Nun ist kürzlich mit dem Nebula P1 ein deutlich kompakteres, aber auch wesentlich günstigeres Modell auf den Markt gekommen.

Prinzipiell ist sich der Hersteller aber auch hier seinem Ansatz treu geblieben und hat das Konzept des abnehmbaren Soundsystems in die Einstiegsklasse portiert. Was der Nebula P1 zu bieten hat und wie gut er sich in der Praxis präsentiert hat, verrät unser Testbericht.

Datenblatt Nebula P1

Auflösung Full HD / 1080p (1.920 x 1.080 Pixel)
Projektionsverhältnis 1,2:1
max. Bildgröße 180 Zoll
Lichtquelle (Lebensdauer) LED
Helligkeit 650 ANSI-Lumen
Soundsystem 2.0 Kanäle, 20 W, Dolby Audio
Betriebssystem Google TV
Konnektivität HDMI 2.1 (eARC), USB-A/C, Aux out, Wi-Fi 5, Bluetooth
UVP 799,99 Euro

Ausstattung: FHD-Beamer mit abnehmbaren Stereo-Lautsprechern

Der Nebula P1 wird in einem kompakten Karton geliefert. In diesem stecken neben dem nach IP33 geschützten FHD-Projektor mit seinen zwei abnehmbaren Lautsprechern auch ein USB-C-Kabel samt USB-Netzadapter für die Energieversorgung sowie eine teils beleuchtete Fernbedienung im bekannten Design mit Shortcut-Tasten für wichtige Streaming-Dienste und zwei AAA-Batterien.

Lieferumfang des Nebula P1
Lieferumfang des Nebula P1

Die Projektionseinheit ist im Transportmodus eingedreht und somit geschützt. Vor der Nutzung wird sie aus dem Gerät gedreht, was zugleich auch als 130-Grad-Gimbal dient und eine flexible, aber recht stabile Ausrichtung ermöglicht. Die Bildwiedergabe erfolgt über einen kleinen DLP-Sensor samt LED-Lichtquelle, was laut Herstellerangaben zu einem 650 ANSI Lumen hellen Full-HD-Bild (1.920 x 1.080 Pixel) führt. Zu den weiteren Eigenschaften des Bildes kommen wir weiter unten.

Auf der Oberseite stecken zwei drahtlos angebundene, abnehmbare Lautsprecher, die das Markenzeichen des Soundcore Nebula P1 sind und für Stereo-Klang mit Dolby Audio sorgen. Das ist, wie wir ebenfalls im Verlauf unseres Nebula P1 Tests schildern, ein spannender Ansatz und bietet mehr als viele andere Projektoren in der Einstiegs-Preisklasse.

Unten die verstellbare Projektionseinheit, oben die zwei abnehmbaren Stereo-Lautsprecher
Unten die verstellbare Projektionseinheit, oben die zwei abnehmbaren Stereo-Lautsprecher
Rückseite mit USB-C (unten) für Strom sowie HDMI und Co im ausgeklappten Zustand
Rückseite mit USB-C (unten) für Strom sowie HDMI und Co im ausgeklappten Zustand

Bevor wir aber zu unseren Praxis-Eindrücken kommen, gehen wir zunächst noch auf die Anschlüsse ein. In jedem Fall auf der Rückseite zugänglich ist der USB-C-Port für die Energieversorgung. Im einsatzbereiten Zustand kommen dazu einmal HDMI 2.1 mit eARC, ein Aux-out-Audioport sowie ein USB-A-Anschluss zum Vorschein. Drahtlose Übertragungen sind neben WLAN und Bluetooth auch mit Google Cast und Nebula Cast möglich.

Software: Google TV mit Netflix und Co

Wie auch bei seinen anderen Projektoren, setzt Soundcore Nebula auch beim P1 auf Google TV. Nach dem Einschalten begrüßt zunächst das bekannte Logo, bevor es an den Einrichtungsvorgang geht. Der eingeblendete QR-Code ermöglicht den praktischen Umweg über das Smartphone, sodass WLAN-Passwort und Co nicht mühsam über die virtuelle Tastatur auf der Leinwand eingetippt werden müssen. Das kennen wir bereits von vielen anderen Google-TV-Geräten und wissen es jedes Mal aufs Neue zu schätzen.

Die Einrichtung des Nebula P1 hat bei uns im Test rund eine Dreiviertelstunde gedauert. Das lag aber größtenteils an einem noch zu installierenden Update. Ohne dieses ist es wesentlich schneller. WLAN-Verbindung, Einloggen in den Google-Account und ein paar erste Einstellungen bzgl. zu installierender Apps und Co auf dem Smartphone bzw. mit der Beamer-Fernbedienung auswählen - dann ist der Beamer in unter 30 Minuten einsatzbereit.

Gewohnte Oberfläche dank Google TV (aufgenommen bei Tageslicht an einem bewölkten Tag)
Gewohnte Oberfläche dank Google TV (aufgenommen bei Tageslicht an einem bewölkten Tag)

Einer der großen Vorteile von Google TV ist der prall gefüllte App Store. So lassen sich die Apps aller gängiger Streaming-Anbieter einschließlich nativer Unterstützung von Netflix installieren. Das ist längst nicht bei allen Projektoren in der Einstiegsklasse bis 1.000 Euro selbstverständlich.

Google TV sowie die herstellereigene Nebula Connect App eröffnet verschiedene Optionen zur Anpassung der Wiedergabe an die eigenen Wünsche. Dazu zählen unter anderem Bild- und Tonanpassungen, Eingänge sowie Energieeinstellungen. Auf Wunsch kann die Nebula App bei der Bildeinrichtung helfen sowie als Fernbedienungs-Alternative genutzt werden.

Bildqualität: Besser als erwartet

Der Nebula P1 ist mit einem fixen Projektionsverhältnis ausgestattet. Aus beispielsweise knapp 2,7 m ergibt dies ein rund 100 Zoll großes Bild. Dies bedeutet aber auch, dass abgesehen vom Abstand zur Projektionsfläche kein Einfluss auf die bis zu 180 Zoll große Projektion genommen werden kann, wenn nicht der (die Bildqualität verschlechternde) digitale Zoom genutzt werden soll. So bleibt für die Ausrichtung nur die Position, wobei das um 130 Grad drehbare Gimbal hilft. Autofokus und automatische Trapezkorrektur erleichtern zudem die Bildeinrichtung, um ohne eigenes Dazutun stets ein scharfes und ausgerichtetes Bild zu bekommen.

Mit 650 ANSI Lumen laut Herstellerangaben kann der günstige P1 natürlich nicht mit den Modellen der X1-Serie mithalten. Auch wenn davon in der Praxis selbst bei höchster Helligkeitsstufe nicht alles auf der Leinwand ankommt, ermöglicht er damit dennoch ein erstaunlich helles Bild. An einem bewölkten Tag lässt sich damit bei ausgeschaltetem Licht sogar tagsüber ein akzeptables Ergebnis erzielen. Allerdings darf man natürlich keine allzu hohen Ansprüche in dieser Preisklasse haben.

Bildqualität Nebula P1 im abgedunkelten Raum (Bilderquelle: Pexels)
Bildqualität Nebula P1 im abgedunkelten Raum

Viel mehr weiß der Nebula P1 in einem (annähernd) abgedunkelten Raum zu gefallen. Hier langt die Helligkeit für ein erstaunlich beeindruckendes Ergebnis. Zumal neben der flüssigen Bewegtbilddarstellung auch der Kontrast sowie die Farbwiedergabe im NebulaMaster-Modus (weitere Modi: Standard, Lebhaft, Sport, Film, Spiel, Konferenz) auf einem mehr als soliden Niveau sind und über die Einstellungen noch an den eigenen Geschmack angepasst werden können.

So lässt sich beispielsweise im Zusammenspiel mit der weiter unten näher vorgestellten Leinwand von Nebula spontan ein unterhaltsamer Kinoabend genießen, ohne vorher tausende Euro zu investieren. Auch beim Gaming hat er dank geringem Input-Lag einen mehr als soliden Eindruck hinterlassen.

Soundqualität: Echter Stereo-Sound in der Einstiegsklasse

Das Merkmal, das Soundcore bei der Bewerbung des Nebula P1 am meisten in den Fokus rückt, sind die beiden abnehmbaren Lautsprecher mit insgesamt 20 W. Sie sind drahtlos verbunden und können frei im Raum positioniert werden. Links und rechts von der Leinwand platziert entsteht so eine breite Klangbühne, die für einen Beamer der Klasse unter 1.000 Euro beeindruckt.

Das kompakte Stereo-Lautsprecher-Paar liefert erstaunlich guten Sound
Das kompakte Stereo-Lautsprecher-Paar liefert erstaunlich guten Sound
Der Nebula P1 hilft beim Aufstellen der Lautsprecher
Der Nebula P1 hilft beim Aufstellen der Lautsprecher

Natürlich darf aus dem ca. 13 x 7 x 7 cm kompakten Lautsprechern kein Bass- und Sound-Feuerwerk erwartet werden, wie es beispielsweise der fast 5.000 Euro teure X1 Pro abliefert. Sie sorgen aber für einen absolut soliden und ausgeglichenen Stereo-Klang, der allemal besser ist als die meisten in Günstig-Beamer integrierten Speaker. Zumal der Klang dank der freien Platzierbarkeit der beiden Speaker nun aus dem Bereich der Leinwand kommen kann und nicht vom zumeist nahe an der Sitzposition stehenden Beamer an den Kopf geworfen wird. 

Optional lassen sich die beiden nach IP54 gegen Spritzwasser geschützten Lautsprecher auch losgelöst vom Beamer als Bluetooth-Lautsprecher nutzen. Die Akkulaufzeit beträgt fast einen ganzen Tag. Geladen werden sie binnen rund drei Stunden angedockt über den USB-C-Anschluss des Beamers oder den USB-C-Port der Speaker selbst. Etwas nervig war im Test, dass der P1 beim Hochfahren diverse Sounds von sich gibt. Dies lässt sich aber in den Einstellungen deaktivieren.

Energie und Lautstärke: Kann auch an einer Powerbank betrieben werden

Kompakt, leicht und mit Tragegriff
Kompakt, leicht und mit Tragegriff

Wie schon bei den teureren Modellen X1 und X1 Pro verzichtet Anker Soundcore auch beim P1 auf die Integration eines Akkus. Das ist bei solch einem mobilen Konzept durchaus schade, hätte aber am Ende auch zu größeren Abmessungen, einem höheren Gewicht sowie einem teureren Preis geführt. So ist der Nebula P1 mit seinen unter 2,4 kg inkl. der Lautsprecher sowie Abmessungen von ca. 28 x 13 x 13 cm (inkl. Lautsprecher) einfacher transportierbar, wozu auch der flexible Tragegriff seinen Teil beiträgt.

Ohne Akku ist der FHD-Projektor aber in jedem Fall auf eine externe Stromquelle angeschlossen. Da die Energieversorgung über USB-C (Kabel und Netzteil sind im Lieferumfang enthalten) erfolgt, reicht theoretisch auch eine große Powerbank oder eine kleine Powerstation. Zumal sich der P1 selbst bei höchster Helligkeit mit rund 60 W am Netzteil sehr sparsam zeigt. Direkt via USB-C sind es sogar nur gut 50 W.

Ebenfalls positiv: Mit unter 35 dB (aus 50 cm Entfernung gemessen) ist der Projektor im Betrieb angenehm leise, sodass die externen Lautsprecher nicht sonderlich aufgedreht werden müssen, um den (in der Regel) näher an der Sitzposition positionierten Projektor zu übertönen bzw. vergessen zu lassen.

Leinwand: 100 Zoll kompakt verpackt

Die besten Ergebnisse erzielt ein Projektor natürlich im Zusammenspiel mit einer Leinwand, auch wenn es mit Abstrichen auch mit einer glatten weißen Wand funktioniert. Soundcore bietet hier den passenden Sparringspartner zum Nebula P1.

Die Leinwand steckt in dieser kompakten Tasche
Die Leinwand steckt in dieser kompakten Tasche
Die Einzelteile vor dem Aufbau
Die Einzelteile vor dem Aufbau

Der Hersteller offeriert eine 100-Zoll-Leinwand mit zusammenbaubarem Stativ für 129,99 Euro UVP. Diese kommt in einer nur rund 50 x 15 x 12 cm messenden Tasche daher. Der Aufbau ist durch Zusammenstecken der per Gummibänder miteinander verbundenen Stangen schnell erledigt. Auch das Einspannen der Leinwand ging im Test problemlos von der Hand, ist aber zu zweit einfacher als alleine.

Die fertig aufgebaute Leinwand...
Die fertig aufgebaute Leinwand...
...wird oben und unten mit Klettschlaufen gespannt
...wird oben und unten mit Klettschlaufen gespannt

Das Ergebnis ist eine glatt gespannte Leinwand mit für üblich dimensionierte Wohnzimmer ausreichenden 100 Zoll (Maße im aufgebauten Zustand: ca. 230 x 182 x 55 cm), die schnell aufgebaut und ebenso schnell auch wieder platzsparend verstaut ist. Dank Zubehör in Form von Erdnägeln, Bändern zum Abspannen sowie mit Wasser füllbaren Gewichten für die beiden Füße ist auch ein Einsatz im Freien möglich. Im Wohnzimmer steht sie auf ihren zwei Füßen auch ohne Befestigung einigermaßen stabil, auch wenn es insgesamt eine etwas wackelige Angelegenheit ist. Wie langlebig das Produkt ist, lässt sich in unserem kurzen Testzeitraum noch nicht final beurteilen.

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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Autor: Marcus Schwarten, 22.02.2026 (Update: 22.02.2026)