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Dangbei MP1 Max Test

Heller Laser-Projektor begeistert mit tollem Bild: Dangbei MP1 Max im Praxis-Test

Bild wow, Sound mau.

Dangbei bietet mit dem MP1 Max einen neuen Projektor, der dank Triple-Laser und LED ein helles Bild verspricht, das zudem per KI automatisch optimiert wird. Unser Dangbei MP1 Max Test verrät, wie gut sich der Beamer in der Praxis präsentiert hat und was für Stärken und Schwächen er aufweist.
Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸 🇫🇷 ...
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Dangbei MP1 Max Test-Fazit: Bild wow, Sound mau

Tolles Bild, aber schwacher Sound - das sind die wichtigsten zwei Punkte, die uns beim Dangbei MP1 Max Test in der Praxis aufgefallen sind. Dank Triple-Laser und LED liefert der Projektor eine beachtliche Helligkeit, die vor allem in einem abgedunkelten Raum richtig Spaß macht.

Auch die sonstigen Bildkriterien wie Farbwiedergabe und Kontrast passen subjektiv betrachtet, lassen sich zudem an den eigenen Geschmack anpassen. Zudem profitieren Nutzer von der automatischen Bildausrichtung- und optimierung. Pluspunkte sammelt der Dangbei MP1 Max im Test auch durch Google TV samt Netflix-Zertifizierung. Der Energieverbrauch ist überschaubar.

Kritik gibt es vor allem an dem recht schwachen Sound über die zwei integrierten Lautsprecher. Hier empfehlen wir in jedem Fall eine externe Audiolösung, die sich auf verschiedene Weise mit dem Beamer verbinden lässt. Die Eigengeräusche der Kühlung dürften gerne noch etwas leiser sein, sind aber auf durchschnittlichem Niveau. Zu nah dran sollte man aber gerade bei hoher Helligkeitsstufe nicht sitzen.

Pro

+ helles Bild dank Triple-Laser und LED
+ Automatische Bildausrichtung und -optimierung
+ Google TV samt Netflix

Contra

- schwacher Sound
- im Standardmodus relativ laut

Preis und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung für den Dangbei MP1 Max liegt bei 1.999 Euro. Im Handel ist er teils bereits für weniger erhältlich. Verkauft wird er beispielsweise bei Amazon.

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Dangbei MP1 MAX Beamer 4K Heimkino mit 3100 ISO Lumen, 300" Blu-ray 3D, HDR10+, Google TV mit Official Netflix&Dolby Audio DTS:X, HDR10+, Smart Videoprojektor mit WiFi und Bluetooth für Zuhause Büro
Bestpreis 1429 € Media Markt.at
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Dangbei hat kürzlich mit dem MP1 Max einen 4K-Laser-Projektor im noch recht handlichen Format auf den Markt gebracht. Wir haben den Beamer über einen längeren Zeitraum und in verschiedenen Szenarien getestet. Unser Dangbei MP1 Max Test zeigt, was das Gerät kann und für wen es geeignet ist.

Datenblatt Dangbei MP1 Max

Auflösung: 4K / UHD (3.840 x 2.160 Pixel)
Projektionsverhältnis: 1,2:1
Lichtquelle: Dreifach-Laser + LED
Helligkeit: 3.100 ISO-Lumen
Betriebssystem: Google TV
Konnektivität: 2x HDMI 2.1, USB 2.0, Audio (3,5 mm), Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2
UVP: 1.999 Euro
erhältlich bei Amazon u.a.

Ausstattung und Einrichtung: Laser-Beamer mit KI-Optimierung

Dangbei pflanzt in seinen MP1 Max neben einem 0,47"-DMD-Chip mit DLP-Anzeigetechnologie auch eine Triple-Laser + LED-Hybridlösung. Die sorgt für üppige 3.100 ISO Lumen Bildhelligkeit. Bevor wir weiter unten in unserem Testbericht des Dangbei MP1 Max die Bildqualität bewerten, wollen wir aber zunächst auf andere Aspekte des Laser-Projektors eingehen, beispielsweise den Lieferumfang.

Fernbedienung des Dangbei MP1 Max
Fernbedienung des Dangbei MP1 Max

In diesem enthalten ist neben dem Beamer selbst auch eine handliche Bluetooth-Fernbedienung. Diese ist leider nicht beleuchtet, was in einem abgedunkelten Heimkino-Setup echt nervig ist. Schade, dass sich Dangbei hier gegen eine integrierte Beleuchtung entschieden hat, da dies die Benutzung im Alltag deutlich erleichtert hätte.

Eine Bedieneinheit am Projektor selbst gibt es nicht. Zudem liegt neben dem etwas klobigen Netzteil auch eine Transport- und Aufbewahrungstasche aus Styropor bei, die keinen sonderlich qualitativen Eindruck hinterlassen hat.

Lieferumfang des Dangbei MP1 Max
Lieferumfang des Dangbei MP1 Max

Als Betriebssystem setzt Dangbei auf Google TV samt Netflix-Zertifizierung. Die Probleme von früher mit der Nutzung von Netflix gehören damit der Vergangenheit an. Zudem bringt Google TV neben der Möglichkeit der Installation von zahlreichen Apps (diverse sind bereits vorinstalliert) noch eine Reihe von weiteren Vorteilen mit sich.

Google TV Oberfläche (aufgenommen bei Tageslicht)
Google TV Oberfläche (aufgenommen bei Tageslicht)

Neben einer einfachen Einrichtung, für die optional auch ein Smartphone genutzt werden kann, zählt hier unter anderem der Google Assistant. Über eine Taste an der Fernbedienung kann so per Sprache nach Inhalten gesucht werden, was im Test zumeist gut funktioniert hat. Zudem lassen sich unter anderem Smartphone-Inhalte via Google Cast spiegeln.

Front des Dangbei MP1 Max
Front des Dangbei MP1 Max
Seitenansicht Dangbei MP1 Max
Rückseite des Dangbei MP1 Max

Verpackt ist dies alles in einem 5,6 kg wiegenden und rund 25 x 30 x 23 cm in Höhe, Breite und Tiefe messenden Gerät. An dessen Rückseite sind zweimal HDMI 2.1 (einer mit eARC), einmal USB 2.0 (Type-A) sowie ein 3,5-mm-Klinkenanschluss für Audio verbaut. Der Stromanschluss steckt im Fuß des Gerätes, was das Bewegen des Beamers auf dem Gimbal erleichtert. Gefunkt wird mit Dual-Band Wi-Fi 6 (802.11a/b/g/n/ac/ax) und Bluetooth 5.2/BLE.

Bild: Hell dank Triple-Laser und LED

In unserem Test-Setting hat der Dangbei MP1 Max aus ca. 270 cm Entfernung zur Leinwand ein 220 cm breites und 130 cm hohes Bild (bei 16:9-Format, alternativ 4:3) ausgegeben, was einer Diagonale von rund 100 Zoll entspricht. Es gibt einen digitalen Zoom, aber keinen optischen Zoom. Maximal gibt der Hersteller 300 Zoll an, für die dann bei einem Wurfverhältnis von 1.2;1 aber auch (zu) viele Meter Entfernung erforderlich sind. Empfohlen sind 80 bis 150 Zoll.

Bei der Bildeinrichtung des Dangbei MP1 Max profitieren Nutzer von dem flexiblen Ständer mit integriertem Gimbal und verschiedenen Assistenzfunktionen. Über das Stativ lässt sich der Beamer um 360 Grad horizontal drehen sowie um 135 Grad in der Neigung verstellen (zumindest ohne angeschlossene Kabel). Das Bild stellt sich per InstanPro KI-gesteuert selbstständig ein. Neben einer automatischen Trapezkorrektur sind Autofokus, Bildschirmanpassung sowie Hindernisvermeidung und KI-Helligkeitsanpassung am Werk.

Dangbei MP1 Max Bildqualität im abgedunkelten Raum
Dangbei MP1 Max Bildqualität im abgedunkelten Raum
Dangbei MP1 Max Test Bildqualität im Dunkeln
Dangbei MP1 Max Testbericht Bild
Dangbei MP1 Max Bildqualität

Mit seiner Herstellerangabe von 3.100 ISO-Lumen liefert der Dangbei MP1 Max eine beachtliche Bildhelligkeit. In einer abgedunkelten Umgebung sorgt dies für eine beeindruckende Bildqualität, was auch an der kräftigen Farbwiedergabe (110% BT.2020) sowie Unterstützung von HDR10+, HDR10 und HLG liegt. Auf Wunsch lässt sich das Bild hinsichtlich vieler Parameter an den eigenen Geschmack anpassen. Zudem sorgt MEMC für eine flüssige Bewegtbildausgabe.

Wird der Dangbei MP1 Max bei Tageslicht genutzt, leidet die Bildqualität zwar sichtlich. Aber scheint die Sonne nicht direkt auf die Projektionsfläche, ließ sich im Test das 100 Zoll große Bild immer noch recht gut erkennen. Es kann also auch mal am Tage Bundesliga und Co geschaut werden, wenn die eigenen Erwartungen und die Umgebungshelligkeit nicht zu hoch sind. Der Außeneinsatz im Sommer ist allerdings nur in schattigen Bereichen und eher in Richtung Dämmerung bzw. bei Dunkelheit zu empfehlen.

Dangbei MP1 Max Bildqualität bei Tageslicht (Fenster auf der rechten Seite)
Dangbei MP1 Max Bildqualität bei Tageslicht (Fenster auf der rechten Seite)
Dangbei MP1 Max Test Bildqualität im Hellen
Dangbei MP1 Max Testbericht Bild
Dangbei MP1 Max Bildqualität Tageslicht

Für ambitioniertes Gaming ist der Dangbei MP1 Max nicht der ideale Partner. Zwar gibt es einen Spielemodus für eine geringere Latenz sowie ALLM (Auto Low Latency Mode). Es fehlen aber VRR bzw. Adaptive Sync.

Ton: Integrierte Lautsprecher mit schwachem Sound

Dangbei verbaut im MP1 Max zwei Lautsprecher mit je 12 W. Im Praxis-Test konnten uns diese nicht wirklich überzeugen. Der Klang ist recht dumpf. Hier kann der Beamer beispielsweise nicht mit dem Sound des allerdings auch 1.000 Euro teureren Nebula X1 (ca. 3.000 Euro bei Amazon) mithalten - erst recht nicht mit dessen externem Soundsystem.

Um mal eben schnell Nachrichten zu schauen (wenn man dies auf einem Beamer tun möchte), langt die interne Lösung. Zumal verschiedene Stufen für die Verbesserung der Stimmwiedergabe geboten werden. Wer aber einen Film mit dem Dangbei MP1 Max genießen möchte, sollte unserer Meinung nach unbedingt zu einer externen Soundlösung greifen.

Anschlüsse des Dangbei MP1 Max
Anschlüsse des Dangbei MP1 Max

Anschlussmöglichkeiten gibt es dank Bluetooth 5.2, einem 3,5-mm-Klinkenanschluss sowie HDMI 2.1 eARC einige - allerdings keinen (optischen) digitalen Audioausgang. Umgehen kann der Projektor mit DTS Virtual:X, DTS-HD, Dolby Audio, Dolby Digital und Dolby Digital Plus.

Energie und Lautstärke: Unter 200 Wh pro Stunde

Einen integrierten Akku hat der Dangbei MP1 Max leider nicht. Dann wäre er mobil einfacher einsetzbar. Wobei dies alleine schon aufgrund seines Gewichts von gut 5,5 kg ohnehin nicht zu den primären Stärken des Projektors zählt - auch wenn er sich in dem mitgelieferten Koffer einigermaßen geschützt transportieren lässt.

Den Stromverbrauch des Dangbei MP1 Max haben wir im Test bei Standardhelligkeit mit rund 190 W gemessen, was den Herstellerangaben entspricht. Somit belaufen sich die Energiekosten für einen zwei Stunden langen Film auf rund 0,12 Euro (bei 0,3 Euro / kWh). Dank des relativ überschaubaren Verbrauchs, der bei automatischer Helligkeitsanpassung noch geringer ausfallen kann, lässt sich der MP1 Max auch an einer kleineren Powerstation betreiben, wenn mal keine Steckdose in der Nähe ist.

Für den Standardmodus gibt der Hersteller bei 1 m Entfernung eine Lautstärke von nur 24 dB (gemessen aus 1 m Entfernung) an. Gemessen aus 50 cm Entfernung ist er bei Standardhelligkeit mit bis zu knapp 50 dB gut hörbar. Bei 1 m wird es logischerweise etwas leiser, ist aber immer noch sehr gut wahrnehmbar und lauter als die Herstellerangabe. Hier kann er ebenfalls nicht ganz mit dem allerdings auch teureren Nebula X1 mit Flüssigkühlsystem mithalten, wobei er im Automatik- und Eco-Modus deutlich leiser, aber dann auch weniger hell ist.

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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Autor: Marcus Schwarten, 23.08.2025 (Update: 23.08.2025)