
Gigantischer Laser-Projektor mit beeindruckendem Sound-System: Anker Soundcore Nebula X1 Pro im Praxis-Test
Monster-Beamer.
Der brandneue Nebula X1 Pro von Anker Soundcore ist einer der monströsesten Laser-Projektoren auf dem Markt. Das liegt unter anderem an dem integrierten 7.1.4-Kanal-Soundsystem. Unser Test verrät, was der große Bruder des Nebula X1 bietet und für wen er geeignet ist.Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸 🇫🇷 ...
Nebula X1 Pro Testfazit: Beeindruckend in vielerlei Hinsicht
ProDer Nebula X1 Pro beeindruckt nicht nur mit seinem monströsen Auftreten, sondern auch mit seiner Ausstattung. Neben einem absolut sehenswerten Bild liefert er für eine "mobile" Lösung auch einen beeindruckenden Sound, verpackt in einem üppig dimensionierten Gehäuse. Dass darin noch nicht einmal ein Akku steckt, ist bei einem (auch) für den Outdoor-Einsatz gedachten Gerät schade.
Bleibt die Frage, für wen der Soundcore Nebula X1 Pro geeignet bzw. gedacht ist. Schließlich ist er nicht nur groß, schwer und unhandlich, damit also eher nichts für das heimische Wohnzimmer, sondern auch teuer. Die Sternstunde des XXL-Beamers schlägt vor allem beim Außeneinsatz, bevorzugt aber eher in Richtung Dämmerung und Abend. Wer beispielsweise im Sommer die Fußball-WM mit Freunden im Freien genießen möchte oder für Events und Co einen Laser-Projektor mit beachtlicher Helligkeit sucht, der wird hier fündig.
Allerdings sollte dann auch der Geldbeutel mit den eigenen Ambitionen und Wünschen mithalten. Mit fast 5.000 Euro laut UVP ist der Nebula X1 Pro alles andere als ein Schnäppchen. Zwar ist Mutterkonzern Anker für regelmäßige Angebote bekannt. Aber dennoch fällt der Aufpreis der (von der Bildtechnik identischen) Pro-Version zum klassischen Nebula X1 schon deutlich aus. Es muss also vor allem das integrierte Soundsystem gewünscht sein, damit sich diese Mehrkosten lohnen.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für den Nebula X1 Pro beträgt 4.999,99 Euro. Offizieller Verkaufsstart ist am 10. Februar 2026. Vorab lockt der Hersteller mit eine Vorbesteller-Aktion.
Soundcore von Anker hat den Nebula X1 (ca. 3.000 Euro bei Amazon) auf Steroide gesetzt. Der Triple-Laser-Projektor, der in unserem Praxis-Test überzeugt hatte, ist nun als Nebula X1 Pro im XXL-Gewand auf den Markt gekommen.
Während die Bildtechnologie identisch ist, wartet die neue Pro-Version mit einem eigenen 7.1.4-Kanal-Sound-System auf. Wie gut das in der Praxis klingt und was der Monster-Projektor mit über 30 kg Kampfgewicht sonst noch zu bieten hat, klären wir in diesem Soundcore Nebula X1 Pro Test.
Datenblatt Nebula X1 Pro
| Auflösung | 4K / UHD (3.840 x 2.160 Pixel) |
| Projektionsverhältnis | 0,9-1,5:1 |
| Lichtquelle (Lebensdauer) | Tri-Color Laser (25.000 Stunden) |
| Helligkeit | 3.500 ANSI-Lumen |
| Kontrast | 5.000:1 |
| Soundsystem | 7.1.4 Kanäle, 400 W, Dolby Atmos |
| Betriebssystem | Google TV |
| Konnektivität | HDMI 2.1, USB-A/C, Wi-Fi 5, Bluetooth |
| UVP | 4.999,99 Euro |
Ausstattung und Einrichtung: Vollgepackt mit Bild und Ton
Prinzipiell hat Anker den Nebula X1 in ein XXL-Gehäuse gepflanzt. Die bildgebende Einheit ist identisch mit dem kleinen Modell. Verbaut ist somit das bereits bekannte Triple-Laser-Optiksystem mit 4K-Auflösung (nicht nativ) und einer beachtlichen Helligkeit von 3.500 ANSI-Lumen. Dank einem Projektionsverhältnis von 0,9-1,5:1 kann auch der Nebula X1 Pro flexibel mit unterschiedlichem Abstand zur Projektionsfläche positioniert werden und richtet sich mit optischem Zoom und einer Vielzahl von weiteren Helfern samt motorisiertem Micro-Gimbal automatisch auf bis zu 200 Zoll große Leinwände aus.
Auch sonst sind die technischen Spezifikationen des Projektors identisch. Drumherum hast sich aber einiges getan, vor allem beim Soundsystem mit 7.1.4 Kanälen und Dolby Atmos. Näheres dazu weiter unten im Sound-Abschnitt dieses Testberichts.
Untergebracht sind Bild und Sound in einem rund 76 cm hohen, 43 cm tiefen und 34 cm breiten Gehäuse aus dunkelgrauem Kunststoff. Dieses bringt üppige 32,8 kg auf die Waage und erinnert damit eher an eine XXL-Powerstation als an einen Projektor. Dank großer Räder, zwei Griffen und einem Teleskopgriff ist der Monster-Beamer aber dennoch einigermaßen gut zu bewegen. So lässt er sich beispielsweise in den Garten bringen, um im Handumdrehen ein Outdoor-Kino einzurichten.
Auf der Oberseite gibt es neben einer Bedieneinheit mit Tasten für die wichtigsten Funktionen eine Klappe. Unter dieser verbirgt sich nicht nur die bereits vom X1 bekannte Fernbedienung. Sondern es sind auch zwei Mikrofone für Karaoke und Co sowie ein USB-C-Kabel zum Laden dieser (sowie bei Bedarf der Lautsprecher) dort "versteckt". Zudem im Lieferumfang enthalten ist eine Abdeckhaube. Die Stromversorgung erfolgt über ein rund 2 m langes Stromkabel, das unten hinter einer Klappe versteckt ist und bei Bedarf einfach herausgezogen und arretiert wird.
Auf der Rückseite des Gerätes sind unter einer gummierten Abdeckung eine Reihe von Anschlüssen zu finden. Zur Verfügung stehen einmal HDMI 2.1 sowie zweimal USB-C und einmal USB-A (mit jeweils 10 W). Einen Audio-Ausgang (wie beim Nebula X1) ist ebenso wenig vorhanden wie ein LAN-Port. Drahtlose Konnektivität ist via Dual-Band Wi-Fi 5 und Bluetooth gegeben.
Als Betriebssystem setzt Anker Soundcore natürlich wieder auf Google TV. Die Einrichtung ist einfach, vor allem mit bereits vorhandenem Google-Account, und benötigt nur etwas Zeit. Eine Reihe von Apps sind bereits vorinstalliert, darunter wichtige Streaming-Dienste inklusive offiziellem Netflix-Zugriff (samt Tasten auf der Fernbedienung). Zudem ermöglicht Google TV den Zugriff auf Sprachsteuerung via Google Home (auch hier gibt es eine Taste auf der Fernbedienung). Medienübertragungen sind per Google Cast und AirPlay (über Nebula Cast App) möglich.
Bildqualität: Helles Bild und guter Kontrast
Auch wenn es für einen Projektor-Test eher ungewöhnlich ist, wollen wir an dieser Stelle gar nicht so viel auf die Bildqualität des Nebula X1 Pro von Anker Soundcore eingehen. Der Grund ist einfach: Der X1 Pro ist wie hinsichtlich des verbauten Beamers bei technischer Ausstattung sowie Kennzahlen identisch mit dem bereits von uns getesteten Nebula X1. Daher verweisen wir an dieser Stelle für mehr Eindrücke auf dessen Testbericht und fassen hier nur die wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse zusammen.
Der Nebula X1 hatte bereits mit seinem tollen Bild überzeugt. Dem steht der Nebula X1 Pro in nichts nach. Obwohl das Gerät noch gigantischer auftritt, ist die Bildqualität auf dem gleichen (hohen) Level. Wie sein kleiner Bruder bietet er mit 3.500 ANSI-Lumen eine hohe Bildhelligkeit und einen nativen Kontrast von 5.000:1. Auch hier äußerst praktisch sind die zahlreichen Möglichkeiten zur automatischen Anpassung und Optimierung des Bildes, darunter optischer Zoom, motorisiertes Gimbal mit 25 Grad, Autofokus und Trapezkorrektur.
Wie für das kleine Modell gilt auch für den großen X1 Pro: In abgedunkelten Räumen liefert der Laser-Projektor ein ansprechendes Bild. Auch bei Tageslicht in Innenräumen ist das Ergebnis absolut vertretbar, z. B. zum Fußballschauen am Samstagnachmittag.
Seine Outdoor-Tauglichkeit konnte der Nebula X1 Pro im Rahmen unseres Praxis-Tests zwar noch nicht beweisen. Das hat die Jahreszeit einfach nicht hergegeben. Wir hoffen, dass wir im Sommer erneut die Möglichkeit bekommen, um unseren Testbericht um ein paar Outdoor-Eindrücke zu erweitern. Dann gibt es hoffentlich auch die angekündigten Outdoor-Leinwände mit bis zu 200 Zoll zum Aufblasen im Handel, die der Hersteller gemeinsam mit dem Projektor bei Kickstarter präsentiert hatte.
Klar ist aber nach unseren Erkenntnissen des Nebula X1 auch jetzt schon: Für den Einsatz bei direktem Sonnenschein ist auch der Soundcore Nebula X1 Pro nicht gewappnet, was aber auch für nahezu alle anderen Projektoren gilt. Auch hier schlägt seine Sternstunde in Richtung Dämmerung bzw. Abendstunden. Mehr Infos gibt es hierzu in unserem Nebula X1 Test.
Soundqualität: Eigenes Surround-Sound-System an Bord
Mehr in den Mittelpunkt rücken wollen wir in diesem Nebula X1 Pro Test den Sound. Denn der ist schließlich der große Unterschied zum X1. Der kann mit dem optionalen Sattelitenlautsprecher-Set kabellos auf 4.1.2-Surround-Sound aufgewertet werden. Das hat im Test bereits für soliden Sound gesorgt, allerdings eher in Richtung Stereo-Setup. Zudem fehlte es der Wiedergabe an Bass.
Die "Probleme" hat Anker Soundcore mit dem neuen X1 Pro angegangen und ein 7.1.4-Spatial-Sound-System mit Dolby Atmos in den XXL-Projektor gepackt. Somit gibt es insgesamt 7 horizontale Kanäle, Subwoofer sowie vier Lautsprecher für Höheneffekte über Kopf.
Seitlich fahren auf Knopfdruck zwei Lautsprecher aus dem Gehäuse heraus und auf gleichem Weg auch wieder hinein. Bei der Nutzung können sie wahlweise wie "zwei abstehende Ohren" am Projektor verbleiben. Alternativ lassen sie sich auch von der Steckverbindung abziehen und dann als Front-Speaker frei in der Umgebung frei positionieren, was definitiv zu besseren Ergebnissen führt.
In der Rückseite stecken zwei weitere herausnehmbare Lautsprecher. Hierbei handelt es sich um die Rear-Speaker. Sie sorgen für den Sound von hinten bzw. der Seite und damit ein echtes Surround-Erlebnis. Alle vier herausnehmbaren Boxen haben neben den horizontalen Kanälen auch jeweils je einen nach oben abstrahlenden Treiber an Bord. Geladen werden sie im Gerät (wenn mit Stromquelle verbunden) oder extern via USB-C. Im Praxis-Test haben die integrierten Akkus mehrere Filme problemlos überstanden.
Der Beamer selbst beherbergt zwei 5,25 Zoll messende Subwoofer. Diese nehmen einen großen Teil des riesigen Gehäuses ein und sorgen für einen deutlich satteren Bass als beim Nebula X1. Dank der FlexWave-Technologie und der integrierten Mikrofone kalibriert sich das System abgestimmt auf die Raumbedingungen zudem selbst und kann zudem auf eine bestimmte Sitzposition ausgerichtet werden. Zudem sind die Lautsprecher via Wi-Fi angebunden, was eine verlustfreie Übertragung mit minimaler Latenz ermöglicht.
Das führt zu einem für einen mobilen Projektor beeindruckendes Sound-Erlebnis bei Filmen - dank insgesamt 400 W auch bei höherer Lautstärke. Es kann aber auch wunderbar für Musik genutzt werden. Sicherlich kann das System nicht mit einer ausgewachsenen Surround-Sound-Anlage im ausgebauten Heimkino mithalten. Aber für eine mobile Lösung ist die gebotene Audioleistung wirklich beeindruckend, samt sattem Bass. Hier wartet der Nebula X1 Pro mit einem echten Upgrade gegenüber dem X1 auf.
Energie und Lautstärke: Immer noch kein Akku
Bereits für den Nebula X1 hätten wir uns einen integrierten Akku gewünscht, damit der Projektor noch einfacher mobil nutzbar wäre. Beim Nebula X1 Pro ist in dem riesigen Gehäuse auf Rädern nun deutlich mehr Platz - aber immer noch nicht für eine eigene Stromversorgung. Auch der XXL-Beamer ist weiterhin auf eine externe Stromversorgung angewiesen, ob nun in Form einer Steckdose oder einer Powerstation.
Das ist schade, da der Outdoor-Gedanke mit dem robusten Gehäuse so noch besser umgesetzt und eben kein Stromkabel oder eine Powerstation erforderlich wäre. Zumal sich der Projektor bei maximaler Lautstärke und mit abgetrennten Lautsprechern bei Zimmerlautstärke mit knapp unter 200 Wh auch recht sparsam zeigt. Sprich: Eine Batterie in der Größe der Anker Solix C1000 Gen 2 (ca. 650 Euro bei Amazon) würde bereits für rund vier Stunden Spielzeit langen - und tut es auch als externe Stromquelle. Würde diese aber mit im Gehäuse stecken, wäre der Nebula X1 Pro vermutlich nicht nur noch etwas größer, sondern auch noch einmal rund 10 kg schwerer sowie teurer.
Im Vergleich zum Nebula X1 zeigt sich die Pro-Version minimal energiehungriger, ist insgesamt aber dennoch sehr sparsam - Laser-Technologie sei dank. Ebenfalls modern ist das verbaute Flüssigkühlsystem, das wir schon aus dem kleineren Modell kennen. Das hatte schon einen angenehm leisen Betrieb im X1 ermöglicht, was auch für den Nebula X1 Pro gilt.
Bei voller Helligkeit haben wir die Geräuschemmission aus 50 cm Abstand mit ca. 33 dB gemessen. Da dieses Modell noch eher für größere Einsatzgebiete wie den eigenen Garten oder Events ausgelegt ist, dürfte der Abstand eher größer ausfallen, womit die Eigengeräusche (auch im Zusammenspiel mit dem Soundsystem) komplett in den Hintergrund treten.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

























