Unistellars Envision-Fernglas mit Augmented Reality startet für 1.500 Euro

Unistellars AR-Fernglas Envision kommt jetzt auf den Markt. Zur Ifa 2025 in Berlin hat Unistellar die Produktion und die Verfügbarkeit der Ferngläser bekanntgegeben, die per Augmented Reality zusätzliche Daten in das Sichtbild des optisch arbeitenden Fernglases einblenden. Damit werden auch mehr als 5.000 Einheiten an Kickstarter-Teilnehmer verteilt, so Unistellar.
Wir konnten die Brille im Rahmen eines Preview-Events vor einigen Wochen in Berlin ausprobieren. Die Darstellung ist zwar einfach, aber die Informationen sind potenziell recht interessant. So gab es eine Outline zu den Bergen, um diese zu identifizieren. In Berlin ist das freilich nicht so einfach, da es nur wenige Erhöhungen gibt, die man wohl kaum als Berge bezeichnen kann. Ein Beispiel ist der Teufelsberg.
Laut Unistellar sind in der App des Fernglases bereits 1.000 Himmelsobjekten, 10.000 Sterne und eine Million terrestrische Orte/Sehenswürdigkeiten integriert.
Die Brille ist aber eigentlich auch nicht für die Stadt geeignet. Denn die Sensoren sind sehr empfindlich, was metallische Strukturen angeht. Gebäude, Geländer und Ähnliches stören das Gesamtsystem, was ein regelmäßiges Neukalibrieren nötig macht, was aber schnell vonstatten geht.
Das Fernglas ist also eher für die Weiten geeignet, bei Wanderungen etwa abseits der Städte. Besonders viel Potenzial hat das Fernglas vor allem beim Betrachten des Sternenhimmels, was wir aber leider noch nicht ausprobieren konnten. Die Brille hilft dann bei der Lokalisierung von Sternen und Sternbildern. Der Hersteller hat auch angedeutet, allgemein über Software-Updates die Brille zu erweitern, wollte aber nicht konkret werden.
Die Brille wird bei Unistellar für rund 1.500 Euro per Vorbestellung angeboten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels hat das System eine Verfügbarkeit zum November 2026 angegeben. Es gibt also schon eine Wartezeit. Unistellar verweist in seiner Presseaussendung explizit darauf, dass die Anzahl der Geräte, die bis Weihnachten geliefert werden können, begrenzt ist.

Quelle(n)
Unistellar-Presseaussendung





